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A Beautiful Mind

Nach einer wahren Geschichte erzählt Ron Howard in atmosphärischen Bildern die (im Grunde wahre, aber stark veränderte) Geschichte des Mathematikers John Nash. A Beautiful Mind gefällt vor allem erzählerisch, trifft hier immer den richtigen Ton. Auch die Zeit, die sich der Film für die Charaktere nimmt, wirkt sich positiv aus - insbesondere, weil die Darsteller glaubhaft spielen. Im Mittelteil fällt das Tempo etwas zu sehr ab, der Film verliert etwas den Faden, der schöne Schluss gleicht dies jedoch wieder aus.



A Better Tomorrow

Unzweifelhaft ist Regisseur John Woo ein Meister in der Inszenierung von Actionszenen. Die Choreographie der Schusswechsel und die Ikonographie der Charaktere, deren Coolness nie aufgesetzt wirkt, sowie die sympathischen Darsteller machen A Better Tomorrow zu einem Fest für Actionfans und begründeten das Heroic Bloodshed-Subgenre. Dabei sind die Charaktere und der Plot nie so platt wie in vielen westlichen Pendants, zusätzlich sorgt der schöne 80er Score für atmosphärische Untermalung. Die geballte Stilistik von Woo schlägt andere Actionfilme um Längen.

A Better Tomorrow II In Punkto Style und Action toppt A Better Tomorrow II sogar noch seinen Vorgänger, die Schießereien gehören auch heute noch zur Referenz des Genres, die Inszenierung ist ein Genuss. Die Geschichte drum herum ist nicht ganz so ausgewogen wie beim Erstling, weil Woo einerseits zu viele Nebenfiguren und Handlungsstränge nebeneinander platziert. So geht die Kohärenz etwas verloren und unnötige Längen tun sich auf. Dennoch ist es beachtlich, dass der zweite Teil fast die Qualität des Vorgängers erreicht und im atemberaubenden Finale sogar noch übertrifft. Beste Actionkino.
A Bittersweet Life

Handwerklich ist A Bittersweet Life szenenweise wirklich gelungen, hat düstere Bilder in petto, die in schönen Kamerafahrten eingefangen werden. Auch die etwas stilisierte Action ist überzeugend. Die Geschichte selbst ist aber eher simpel gestrickt, gerade die Exposition benötigt fast die Hälfte der Spielzeit, ist arm an Dynamik und wenig spannend. Die Idee, zwei mögliche Auflösungen der Handlung zuzulassen ist ganz nett, gibt dem Inhalt jedoch trotzdem nicht mehr Tiefe.

A Cottage On Dartmoor Der britische Stummfilm von Regisseur Asquith bedient sich stark bei der Montage- und Inszenierungstechnik der russischen Filmemacher, was A Cottage On Dartmoor zu einem für seine Zeit sehr dynamischen Stummfilm macht. Auch narrativ ist Asquiths Film enorm interessant: Zunächst werden Gegenwart und Zukunft innovativ über die Tonebene verbunden, später wird minutenlang ohne Texttafeln erzählt, während die steigende Wut des Protagonisten durch immer schnellere Schnittfolgen ausgedrückt wird. Expressiv ist A Cottage On Dartmoor dementsprechend sehr gelungen, inhaltlich bietet das Drehbuch hingegen nur Standardkost, ist wenig spannend und entwickelt sich erwartungsgemäß. Für Fans von Stummfilmen ist A Cottage On Dartmoor aufgrund seiner Inszenierung dennoch sehenswert.  
A History of Violence A History Of Violence zeichnet zu Beginn etwas klischeehaft das Bild einer heilen, unschuldigen Familie, danach wird sie durch von außen einwirkende Gewalt auseinander gerissen, die Identität der Hauptfigur in Frage gestellt. Das Ergebnis ist allerdings derart vorhersehbar, dass Suspense nicht aufkommt. Der Wandel der Hauptfigur wird exemplarisch an den beiden Sexszenen veranschaulicht, psychologisch fällt A History Of Violence allerdings auch nicht mehr ein. Trotz der Zeit, die sich das Script für die Figuren lässt, wirken diese recht oberflächlich, was Cronenbergs Werk in die Nähe konventioneller Genrefilme rückt, während Musik, Kamera und Optik überdurchschnittlich sind. Dies trifft auch auf die mit viel körperlicher Präsenz überzeugenden Darsteller zu. Weniger gut sind die flachen Dialoge und das letzte Drittel des Films, das einfallslos ausfällt.
A Hole In My Heart

Von Lukas Moodysson konsequent krass inszeniert, ist A Hole In My Heart ein Bildnis der absoluten Leere der Protagonisten und zieht den Zuschauer in eine isolierte, gefühlstote Welt ohne die geringste Wärme. Der durchgehende Handkameraeinsatz ist gewöhnungsbedürftig und die Musik tut ihr übriges, leicht zu sehen ist der Film nicht, wohl aber eine Erfahrung, die sich nicht abstrahieren lässt, sondern dem Publikum gekonnt aufgezwungen wird - radikales Kunstkino ohne Kompromisse.

A Little Trip To Heaven Die Geschichte um einen Versicherungsdetektiv hat Potenzial, wurde aber äußerst miserabel umgesetzt. Die Charaktere sind platt, die Darsteller können daran nichts ändern, selbst der sonst so routinierte Forest Whitaker geht als debil dauergrinsender Hauptdarsteller völlig unter. Der Plot wirkt künstlich und arg unglaubwürdig, das Finale ist völlig enttäuschend, eine Dramaturgie nicht auszumachen. A Little Trip To Heaven ist ein überambitioniertes Machwerk, dass nur aufgrund der soliden Arbeit hinter der Kamera kein ganz großer Reinfall ist, sondern lediglich ein schlechter Film.
A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm Auf einer Kurzgeschichte Philip K. Dicks basierend, zeichnet A Scanner Darkly ein düsteres Bild einer von Drogen zerfressenden Gesellschaft, die sich aufgrund omnipräsenter Überwachung in Paranoia ergeht. Neben den philosophischen Ansätzen der Handlung halten auch einige Situationskomik und spleenige, amüsante Dialoge Einzug, die Darsteller verkörpern ihre Rollen mit viel Hingabe. Der digital stark nachbearbeitete Look des Films, der an Animationsfilme erinnert, ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, setzt die drogenumnebelte Welt der Protagonisten aber hervorragend in Szene. Regisseur Linklater ist ein in vielen Belangen überzeugender Film gelungen.
Aaltra Die französisch-belgische Komödie hat viel gemein mit den Filmen aus Skandinavien. Der Humor ist recht speziell, trocken und schwarz, entfaltet sich oft nur langsam. Die Protagonisten werden nur wenig charakterisiert und bieten daher kaum Projektionsfläche für den Zuschauer, das liegt auch an dem minimalistischen Spiel der Hauptdarsteller. Die Intention des Regisseurs ist nur schwer nachzuvollziehen, Aaltra spielt mit Behindertenklischees, eine klare Stellung dazu bezieht der Film aber nicht und ist daher nur für Fans von speziellem Humor empfehlenswert.
Abbitte Abbitte überzeugt durch seine dichte Atmosphäre, die durch die schönen Sets und Kostüme sowie die Musik entsteht. Das Drehbuch besitzt gute Dialoge und eine ordentliche Charakterzeichnung, was wohl auf die Buchvorlage zurückzuführen ist. Allerdings entwickelt sich Abbitte nach der Hälfte der Spielzeit kaum noch weiter, stagniert in einem Zustand des Dahinschmachtens und ist daher wenig interessant. Positiv ist jedoch das überraschend gute Ende.
Absolute Power Die Handlung ist weit hergeholt und hat einige unfreiwillig komische Logikfehler, die Charaktere handeln weder plausibel noch überzeugend, einzig Robert Redford und Gene Hackman, die gewohnt gut spielen, retten den Film vor dem Totalausfall. Ein Politthriller funktioniert ohne Glaubwürdigkeit nicht, daher ist Absolute Power absolut unterdurchschnittlich, zudem geht dem Plot jegliche Spannung ab.
Acacia Der asiatische Horrorfilm Acacia bietet zwar mitunter schöne Bilder, benötigt aber einen sehr langen Anlauf, in der ersten Hälfte passiert nur wenig, Atmosphäre oder Spannung kommen nicht auf. Dies ändert sich auch im weiteren Verlauf des Films nicht mehr, Acacia funktioniert als Horrorfilm kein bisschen, da er es nicht versteht, eine gruselige Grundkonstellation aufzubauen. Stattdessen verliert sich die Inszenierung mehr und mehr in den artifiziellen Bildern. Aufgrund dieser Künstlichkeit lässt das Schicksal der Figuren völlig kalt, sodass Acacia letztlich aufgrund seiner Langatmigkeit deutlich misslungen ist.
Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß Accattone ist einer der Beiträge von Pier Paolo Pasolini zum italienischen Neorealismus, weshalb der Film typischerweise das kaputte Nachkriegsitalien zeigt und das Milieu von Bettlern, Dirnen und Kriminellen nutzt. Die Charaktere sind allerdings allesamt unsympathisch, weshalb der Zuschauer sich kaum mit ihnen identifizieren kann und ihre Schicksale deswegen kaum berühren. So entstehen dann in der zweiten Hälfte einige Längen, die Inszenierung ist schnörkellos und direkt, die Darsteller spielen realistisch und lassen Accattone dokumentarisch wirken, sodass Pasolini zumindest eine historisch interessante Milieustudie geglückt ist.
Adams Äpfel
Auch in seinem dritten Film zeigt sich Anders Thomas Jensen wieder für Drehbuch und Regie verantwortlich. Obwohl die christliche Kirche eine große Rolle für die Handlung spielt, handelt Adams Äpfel nicht von religiösem Glauben, sondern nutzt diesen nur als Mittel zum Zweck, um seine Parabel zu gestalten. Vielmehr geht es um das Prinzip von Nächstenliebe, dem stoischen Glauben in das Gute. Zum Ende hin trägt der Film damit auch etwas zu dick auf, zuvor bietet diese moralische Haltung jedoch reichlich Material für schwarzen Humor und trockene Pointen. Auch die Darsteller können überzeugen, Mikkelsen und Thomsen bilden ein wunderbares Gespann. Für eine Komödie ist das Tempo jedoch viel zu niedrig, sind die wirklich guten Gags zu rar gesät. Als unkonventionelles Drama funktioniert Adams Äpfel jedoch auch nicht und bleibt somit insgesamt zu uneindeutig.
Adel verpflichtet Adel verpflichtet ist trotz seines Alters von über 60 Jahren eine wundervolle Komödie, die genauso gut funktioniert wie zur Zeit der Produktion. Der Plot ist simpel und die ideale Ausgangsbasis für Unmengen britischen schwarzen Humors. Die Dialoge sind genial, ebenso stilvoll wie bösartig, im Ton trotzdem jederzeit freundlich. Die Monologe des Erzählers sind unvergesslich. Grandios sind auch die Darsteller, Dennis Price brilliert in der Hauptrolle, Alec Guinness füllt die acht (!) Nebenrollen ebenso wunderbar aus. Das Tempo der Inszenierung ist entspannt, aber völlig ohne Längen, der finale Twist gehört zu den besten seiner Art. Adel verpflichtet ist ein Meisterwerk des Humors.

Æon Flux Viel Budget unsichtbar eingesetzt: Æon Flux ist eine seelenlos heruntergekurbeltes Industrieprodukt, dass gänzlich middlungen ist. Die Darsteller sind unterfordert, weil die Charaktere oberflächlich sind, der Plot ist lahm und uninspiriert. Da ist es wenig verwunderlich, dass dem Film jegliche Spannung abgeht. Die Kampfsequenzen sind aus Größen wie Matrix kopiert, ohne deren Niveau erreichen zu können. Æon Flux ist in besten Momenten unterdurchschnittlich, in den meisten Szenen jedoch ein peinliches Ärgernis, funktioniert nicht einmal über seinen Trashfaktor.
African Queen Bogart gefällt in seiner raubeinigen Rolle sehr gut, während Hepburn etwas overacted und in der einen oder anderen Einstellung deplatziert wirkt. Die Handlung ist recht schlicht, wie die meisten Buddymovies konzentriert sich African Queen auf die Dialoge zwischen den gegensätzlichen Charakteren, die auch einige Male ganz unterhaltsam sind, aber trotzdem einige Längen offenbaren, was vor allem am eingeschränkten Handlungsort, dem langsamen Anfang und der allgemeinen Ereignislosigkeit liegt. African Queen kann leider nicht mit den guten Screwballkomödien mithalten: zu viel Stillstand, zu wenig Rasanz.
Aftermath Der halbstündige Kurzfilm Aftermath ist in einschlägigen Kreisen bereits Kult, wer allerdings kein Fan des Exploitationgenres ist wird mit Nacho Cerdàs Werk wenig anfangen können. Die Handlung ist simpel und zumindest fragwürdig, die Inszenierung recht konventionell, setzt völlig auf die düstere Atmosphäre und die recht realistischen Effekte. Mehr als diese hat Aftermath auch nicht zu bieten, eine Geschichte wird nicht erzählt, es gibt keine Pointe, nichts Hintergründiges. Somit ist der Film für Fans von Ittenbach und Co. interessant, hat aber nichts zu bieten, wenn man die Kunst von blutigen Effekten nicht zu würdigen weiß.
Against The Wall Für das Strafvollzugssystem war die Attica-Revolte ein einschneidendes Ereignis. Der TV-Film Against The Wall versucht, die Geschichte des Häftlingsaufstand zu erzählen und überrascht dabei vor allem durch die gute Besetzung vor (McLachlan, Jackson) und hinter der Kamera (Frankenheimer). Dennoch fehlen dem Film Höhepunkte, die Ereignisse werden routiniert geschildert, inhaltlich wie formal bietet Against The Wall jedoch ausschließlich Standardkost und weist kaum Pluspunkte auf.
Agents Secrets Agents Secrets zeigt den Agentenalltag realistisch und ungeschönt, somit passiert, im Gegensatz zu Bond oder Bourne, oft und lange überhaupt nichts. Der Stil ist fast schon dokumentarisch, es gibt keine großen Reden, keine weit reichenden Verschwörungen und daher auch keine wendungsreiche Handlung, weshalb Spannung sehr selten aufkommt. Der Reiz des Films liegt in den kühlen Bildern, der Atmosphäre, in der Emotionen kontraproduktiv sind und die Darsteller keine heldenhaften Reden schwingen. Spannung oder Handlung - wenigstens eins von beiden hätte dabei jedoch berücksichtigt werden müssen. Bei Agent Secrets mangelt es an beidem, sodass der Versuch zwar durchaus interessant ist, aber nicht besonders gelungen.
Aguirre, der Zorn Gottes Werner Herzogs Aguirre bedeutete die erste Zusammenarbeit mit Klaus Kinski und hatte mit vielen Dreh- und Produktionsproblemen zu kämpfen. Letztendlich wurde der Film dann mit geringem Budget realisiert. Die Darsteller sind ok, können sich aber nicht wirklich auszeichnen. Kinski bietet den einen oder anderen guten Moment, bleibt darüber hinaus aber auch eher blass, was hauptsächlich an seiner unnahbaren Figur liegt. Die Handlung ist generell interessant, die Umsetzung dagegen zu höhepunktarm und spannungsfrei, sodass Aguirre das Publikum kalt lässt.
Akt der Gewalt
Akt der Gewalt ist ein Film Noir von Fred Zinnemann, der geschickt viel Suspense aufbaut und die Spannungskurve über weite Strecken aufrecht erhalten kann. Der Clou des Films ist es, die Motivationen der beiden Hauptfiguren nachvollziehbar zu schildern, sodass diese ambivalent erscheinen und nicht das gängige Rollenbild von "gut" und "böse" bedienen. Doch die Figuren sind nicht nur psychologisch dicht geschildert, sondern werden auch von Robert Ryan und Van Heflin gut gespielt. Ergänzt wird das Starensemble durch Mary Astor sowie Janet Leigh in den Nebenrollen. Der Plot macht bisweilen den einen oder anderen Umweg zuviel und verfügt über zu wenig Drive, insbesondere im letzten Drittel. Eine kleine Enttäuschung stellt auch das Finale dar. Dennoch ist Akt der Gewalt insgesamt sehenswert.  
Alarmstufe: Rot Wohl einer der bekanntesten Filme von Steven Seagal, doch Alarmstufe: Rot hat überraschend wenig zu bieten. Das Setting auf einem Kriegsschiff erinnert in seiner Reduktion an Stirb Langsam, dennoch ist die Dramaturgie recht flach und selbst die Action wenig originell oder kurzweilig. So fehlt es Alarmstufe: Rot trotz der von Gary Busey und Tommy Lee Jones launig gespielten Antagonisten an essentiellen Pluspunkten, um durchgängig zu unterhalten.
Alarmstufe: Rot II Auch Teil II ist in seinem Handlungsort beschränkt und versucht so, Spannung zu erzeugen. Aufgrund der eindimensionalen Charaktere misslingt dieser Versuch, auch die Handlung ist erwartungsgemäß eher schlicht. So muss sich Alarmstufe: Rot II an seiner Action messen lassen, doch diese ist lediglich solide und selbst im Finale nicht besonders innovativ. Wie schon sein Vorgänger ist Alarmstufe: Rot II daher ausschließlich für Fans des Hauptdarstellers interessant.
Albino Alligator Die erste Regiearbeit von Kevin Spacey lebt vor allem durch die fabelhaften Besetzung, mit dabei sind unter anderem profilierte Darsteller wie Mortensen, Sinise, Dillon und Fichtner. Da es sich bei Albino Alligator um ein Kammerspiel handelt, agieren die Schauspieler auch alle zusammen, was schön anzusehen ist. Leider kann das Drehbuch nicht so überzeugen, kommt vorhersehbar daher und bietet keinerlei frische Ideen, aber einige Klischees. Es fehlt die für einen Thriller essentielle Spannung, auch, weil die Gruppendynamik der Figurenkonstellation eher schlicht dargestellt wird. So ist Albino Alligator ein durchschnittlicher Film.
Alien In ruhigen Bildern inszenierte Ridley Scott diesen Klassiker des Science Fiction-Genres. Durch die Enge der schön designten Raumstation und die gekonnte Beleuchtung entsteht eine klaustrophobische Atmosphäre, die den Zuschauer auch heute noch in ihren Bann zieht. Alien lebt von seiner Langsamkeit, die die Auswegslosigkeit der Protagonisten noch betont und erheblich für Suspense sorgt. Ein Manko des Films ist jedoch die fehlende Situationsspannung, denn völlig zu fesseln vermag Alien nicht.
Aliens - Die Rückkehr
Der zweite Teil der Quadrologie vertieft  die Titelheldin Ripley und führt die Geschichte von Teil I direkt fort. Regisseur Cameron veränderte jedoch den Stil, setzt statt auf subtile Spannung auf effektvolle Action und einen höheren Bodycount. Allerdings glänzt auch Aliens mit seiner düsteren und eiskalten Atmosphäre, die die simple Geschichte erheblich aufwertet und Teil II trotz seiner zu langen Exposition und der generellen Überlänge durchgehend spannend hält.
Alien³ Teil III wurde geprägt von ständigen Querelen zwischen Regisseur und Produzenten, jegliches Risiko wurde auf Kosten der Kreativität gescheut, Fincher durfte den Film nicht drehen wie er wollte. Da ist esüberraschend, dass Alien³ dennoch ein überdurchschnittlicher Film geworden ist. Dies liegt vor allem an Finchers Talent für Bildgestaltung, an der Kameraarbeit und dem Setdesign. Makel finden sich in der unsteten Dramaturgie und dem schwach gestalteten Alien. So ist Alien³ etwas schwächer als die beiden Vorgänger, bietet jedoch dennoch schöne Unterhaltung und führt die Reihe konsequent fort.
Alien IV - Die Wiedergeburt

Alien IV ist sicherlich der gewöhnungsbedürftigste Teil der Reihe. Dies liegt natürlich an Regisseur Jeunet, der seinen Stil und damit viele kleine Absonderlichkeiten mit einbrachte. So erreicht Alien IV zu keinem Zeitpunkt die Düsternis von Teil I und II, ist jedoch enorm kurzweilig gestaltet und besitzt enorm viel Humor, der mal subtil und mal offensichtlich eingesetzt wird. Interessant ist auch die Weiterentwicklung von Ellen Ripley und der Vorgeschichte. Szenenweise gestaltet Jeunet sein Werk etwas zu eigenwillig, doch ist Alien IV alles in allem ein durchgehend unterhaltsamer amüsanter Spaß mit einigem Charme.

Alien vs. Predator Die Kombination zweier Franchises ist misslungen: Alien vs. Predator weist eine schwache, aber zumindest funktionale Geschichte auf, die jedoch erheblich durch einige Logiklöcher in Mitleidenschaft gezogen wird und darüber hinaus mäßige Dialoge und stereotype Figuren bietet. Zudem zielt das Script zwar auf effektvolle Actionszenen ab, beweist jedoch kein Gespür für das richtige Timing, weshalb keinerlei Höhepunkte geschaffen werden. Auch die Darsteller sind alles andere als souverän, sodass einzige die Effekte überzeugen, während Action, Spannung und Atmosphäre gerade noch sind.
Aliens vs. Predator II Teil II ist eine typische Fortsetzung, unterbietet selbst den schwachen ersten Teil nochmal ein ganzes Stück. Die Darsteller sind schlecht und besonders das Drehbuch ist katastrophal, mit lächerlichen Dialogen und missratener, beziehungsweise kaum vorhandener Figurenzeichnung ein völliger Reinfall. Die Bildgestaltung ist sehr unschön und selbst die Action lässt jegliche Originalität vermissen. So ist Alien vs. Predator II insgesamt ein völliger Reinfall.
All The Boys Love Mandy Lane Der Film fängt vielversprechend an: Die Protagonisten werden gut eingeführt, die Atmosphäre baut nach und nach auf, das Drehbuch lässt sich Zeit mit der Exposition, um das Setting klar und nachvollziehbar zu etablieren. Dann folgt jedoch zur Beginn der zweiten Spielzeit die übliche Plotgestaltung, ab hier unterscheidet sich All The Boys Love Mandy Lane nicht mehr von anderen Slashern und verschenkt die gar nicht schlechte erste Hälfte, denn Spannung kommt kaum auf, wenn die Protagonisten erwartungsgemäß nacheinander das Zeitliche segnen.
Alles auf eine Karte Streng genommen ist Alles auf eine Karte kein besonders originärer Film, allerdings weist Samuel Fullers Werk äußerst verdichtet fast alle Elemente auf, die im Film Noir eine Rolle spielen und stellt ein Musterbeispiel seiner Strömung dar. Cliff Robertson spielt den mit eiskalter Wut versehenen Protagonisten überzeugend. Handwerklich gefällt Alles auf eine Karte durch seine Perspektivwahl, die Kameraarbeit und das Nutzen von Licht und Schatten, inhaltlich werden die typischen Noir-Motive konsequent und geradlinig umgesetzt. Somit ist Fuller ein purer Film Noir geglückt, der manchmal etwas kühl und schlicht ausgefallen ist, insgesamt jedoch ein gelungenes Werk darstellt.  
Alles über Eva Alles über Eva vereint alle positiven Aspekte des klassischen Hollywoodkinos: das Drehbuch ist famos und begeistert mit unzähligen erinnerungswürdigen Dialogen sowie Charakteren, die greifbar sind und Profil haben. Die Darsteller sind wunderbar, Bette Davis brilliert in ihrer besten Rolle, doch die Nebendarsteller um Anne Baxter und George Sanders gefallen ebenfalls. Die Regie von Mankiewicz ist in jeder einzelnen Einstellung überzeugend, obwohl der Film fast komplett in Rückblenden erzählt wird und die Laufzeit etwas zu lang geraten ist, ist Alles über Eva ein toller Klassiker mit schönem Finale.
Alles, was wir geben mussten Alles, was wir geben mussten basiert auf der literarischen Vorlage von Kazuo Ishiguro, die bereits ein moderner Klassiker ist. Trotz des realistischen Looks wirken die Bilder poetisch, Kamera und Regie gefallen und auch die Darsteller überzeugen. Inhaltlich passiert eigentlich nur wenig, doch schafft es das Drehbuch, zum Finale hin wirklich traurig zu werden, obwohl die Figuren paradoxerweise recht kalt lassen. Es ist die mit Vergänglichkeit getränkte Atmosphäre und die Tatsache, dass die fremdbestimmten Charaktere sehend in ihr Unglück getragen werden. Dennoch ist der Film weder mitreißend, noch besonders nachhaltig, trotz allen Gefühls fehlt die Dramatik, die gesellschaftskritischen Motive werden ebenso vernachlässigt wie existenzielle Fragen, zu viele lose Enden und eine unnötige Liebesgeschichte trüben das Gesamterlebnis.
Alone In The Dark Die Adaption der erfolgreichen Spielereihe Alone In The Dark ist misslungen, der Genrefilm von Uwe Boll hat zwar einen ordentlichen produktionstechnischen Standard, weist aber auch einige schwerwiegende Makel auf. Dass die Charakterzeichnung sehr rudimentär ausgefallen ist könnte man in diesem Genre verschmerzen, die recht platten Dialoge stören hingegen sehr. Sehr enttäuschend ist die Spannungskurve, die kaum vorhanden ist, geradlinig und ereignislos verläuft. Ein Grund hierfür ist auch die Action, die lahm und uninspiriert in Szene gesetzt ist und jegliche Dynamik verlässten lässt. Der Plot ist auch ärgerlich und lässt keine Atmosphäre aufkommen. Die Darsteller mühen sich, werden durch ihre Figuren jedoch limitiert.
Alphaville - Lemmy Caution gegen Alpha 60 Jean-Luc Godards Alphaville - Lemmy Caution gegen Alpha 60 ist eine Science-Fiction-Farce, die sich optisch wie inhaltlich stark am Film Noir orientiert und Elemente des amerikanischen Gangsterfilms überzeichnet für sich nutzt. So ist Alphaville aufgrund seiner Überspitzung szenenweise amüsant und doch, vor allem aufgrund der Dialoge, ein typischer Godard, also durchaus etwas zu geschwätzig. Der Inhalt besitzt jedoch einen doppelten Boden, wobei sich die zwei Ebenen gut ergänzen: vordergründig ein Agentenstück, geht es Godard eigentlich um den Konflikt zwischen Mensch und Maschine, zwischen Logik und Gefühlen. Dieser Kampf wird zwar in der Zukunft ausgefochten, bezieht sich jedoch klar auf die Situation der französischen Gegenwart zur Zeit der Produktion. Alphaville ist recht eigen und wenig unterhaltsam, aber nicht uninteressant.
Am Rande des Rollfelds - La Jetée Der 28 Minuten kurze Experimentalfilm des britischen Regisseurs Chris Marker ist ein narrativer Geniestreich - das Werk erzählt seine apokalyptische Vision (auf der auch Terry Gilliams Film 12 Monkeys basiert) fast ausschließlich in Einzelbildern, einer mit Geräuschen unterlegten Diashow nicht unähnlich. Die sprunghafte, unvollkommene Wahrnehmung des Protagonisten wird durch die fragmentarische Erzählweise clever auf den Zuschauer übertragen. Dabei entwickelt der Film eine enorm dichte, beklemmende Atmosphäre, bietet einen hypnotischen Trip quer durch die Zeit und beschäftigt durch seine komplexe Geschichte noch über die Spielzeit hinaus.
American Gangster Basierend auf einer wahren Geschichte, lebt der Film vor allem von seiner routinierten Inszenierung. Ridley Scott hat die Zügel über die vollen zweieinhalb Stunden in der Hand, verpasst es aber, wirkliche Dynamik zu erzeugen. So ist American Gangster zwar zu keinem Moment langweilig, aber auch nicht überdurchschnittlich. Einen guten Job machten die Darsteller, die mit ihrer Präsenz das Interesse des Publikums aufrecht erhalten, wo die Handlung zu gewöhnlich ausfällt.
American Psycho Im Vergleich zur brillianten Romanvorlage noch sehr harmlos, rechnet American Psycho trotzdem wunderbar mit dem amoralischen, oberflächlichen Leben der besseren Gesellschaft ab und berücksichtig dabei die meisten Aspekte der unverfilmbaren Vorlage, die Regisseurin Mary Harron erheblich entschärft, dabei aber die Quintessenz nicht aus den Augen verliert und das Publikum in eine reiche, aber innerlich leere Welt zu entführen. Dass dies so funktioniert und gleichermaßen amüsant wie kurzweilig ist verdankt das Werk eindeutig Christian Bale, dessen Schauspielkunst ihren Höhepunkt erreichte - er verkörpert den psychotischen Yuppie überaus grandios, reißt jede Szene an sich und drückt der Satire gerade in Verbindung mit den geschliffenen Dialogen seinen Stempel auf.
Amistad Amistad erzält eine Geschichte um die typischen amerikanischen Ideale, die pathethisch und überlang vorgetragen werden. Regisseur Spielberg findet keinen ansprechenden Erzählrythmus, schwankt hin und her und verpasst dabei, etwas Neues zu erzählen. So lebt der Film vor allem durch seine bekannten Darsteller, von denen einige (Hopkins, Freeman) routiniert von ihrer Ausstrahlung profitieren und andere (McConaughey, Hounsou) blass bleiben. Die Figurenzeichnung ist nicht gelungen, wie die Handlung zu klitscheehaft und oberflächlich geraten. Das Ende enttäuscht auf ganzer Linie und betont abschließend, dass Amistad nicht einmal solide ist.
Amok - He was a quiet man Es ist wirklich überraschend, wie garstig der Humor des Films ist - und zwar konsequent. In gleichem Maße wird auch die Liebesgeschichte erzählt, mit kleinen, überraschenden und liebenswerten Eigenheiten, die wenig mit den Standardkomödien zu tun haben. Bei beiden inhaltlichen Motiven ist Amok - He Was A Quiet Man also gelungen, problematisch ist aber, dass die beiden Teile wenig zusammenpassen. Hier geht ganz viel Potenzial verloren, zwei Einzelfilme wären wesentlich sinnvoller gewesen. So ist Amok, trotz der guten Darsteller und bei aller Sympathie für die Ecken und Kanten, weder Fisch noch Fleisch und lediglich solide.
Amusement Amusement zeichnet sich dadurch aus, dass in großer Fülle alle Themen, Motive und Szenen durcheinander geworfen wurden, die in sämtlichen Horrorfilmen der letzten Jahrzehnte irgendwie aufgetaucht sind. Um seine "Klasse" noch zu unterstreichen, wird nicht nur die Logik, sondern auch jegliche Ironie über Bord geworfen. In der wirren Inszenierung der unzusammenhängenden Szenen geht die hanebüchene Handlung unter, ein Glücksfall für den leidgeprüften Zuschauer.
An American Crime An American Crime gelingt es, die schockierenden Szenen der auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte zu zeigen, ohne plakativ zu sein. Dies liegt vor allem daran, dass Regisseur Tommy O'Haver immer den richtigen Ton trifft, schon in den ersten Minuten eine dichte Atmosphäre erzeugt und vor hervorragenden Darstellern unterstützt wird. Hier gefallen insbesondere die noch blutjunge Ellen Page und Catherine Keener. An American Crime ist aufgrund seiner Thematik kein unterhaltsamer Film, aber ein wirkungsvolles Drama.
An einem trüben Nachmittag An einem trüben Nachmittag ist ein Kriminalfilm, der sichtlich von seiner europäischen Machart lebt und sich damit von seinen amerikanischen Pendants unterscheidet. Die Geschichte kombiniert Krimi- und Dramaelemente und verfügt sowohl über Suspense als auch über Situationsspannung, baut schnell eine dichte Atmosphäre auf. Auch die Charakterzeichnung gefällt, ebenso die sehr guten Darsteller. Trotz der unkonventionellen Kameraarbeit und dem englischen Flair fehlt dem Film das gewisse Etwas, er vermag es nicht, das Publikum zu packen, weshalb An einem trüben Nachmittag formal überzeugt, inhaltlich aber zu distanziert ist.  
Anatomie einer Entführung Wie es der Titel schon andeutet ist Anatomie einer Entführung ein sehr kühler Film, der als Thriller beginnt und sich schnell zum Melodram wandelt. Die kalte Atmosphäre hat ihren ganz eigenen Reiz und wirkt unkonventionell. Sehr schön sind die beiden chronologisch verschobenen und clever inszenierten Erzählstränge, die zusammen eine geschlossene Einheit bilden. Überhaupt ist das Drehbuch gelungen, die Charaktere und ihre Dialoge wirken sehr natürlich und menschlich, sodass die überzeugenden Darsteller im wahrsten Sinne des Wortes leichtes Spiel hatten. Leider bleiben inhaltliche Überraschungen aus, genauso wie etwaige Spannung. Somit ist der Film insgesamt guter Durchschnitt.
Anderland Anderland ist eine weitestgehend unbekannte Groteske mit viel schwarzem, trockenem Humor und einiger Gesellschaftskritik. Die surreale Welt zieht den Zuschauer von Beginn an in ihren Bann und die Handlung ist bis zur letzten Minute spannend, weil sie sich nur Stück für Stück öffnet. Der Look der Bilder gefällt außerordentlich, auch die Darsteller sind sehr gut aufgelegt. Anderland ist nicht nur intelligentes, äußerst schwarzhumoriges Kino aus Skandinavien, ein echter Geheimtipp.

Angel Heart Der große Pluspunkt von Angel Heart ist seine schwüle Südstaatenatmosphäre, die wie eine schwere Wolke über dem Film hängt und die gesamte Handlung schwer und langsam werden lässt. Die untypische, oft an den Film Noir erinnernde Detektivgeschichte wandelt sich dabei leider zum mystischen Esoterikgeschwurbel und verliert in der zweiten Hälfte ihren Reiz. Während Robert de Niro in seinen wenigen Szenen recht dick aufträgt, gefällt Mickey Rourke in der Hauptrolle.
Angst Gerald Kargls Angst ist ein Terrorfilm, der eine äußerst verstörende Wirkung auf sein Publikum ausübt. Auf sehr realistische, semidokumentarische Weise verfolgt der Film einen gestörten Mörder, dessen Monologe den Zuschauer traktieren und höchst beklemmende Gefühle wecken. Die spärlich eingesetzte Gewalt geht durch Mark und Bein, Angst ruft körperliches Unwohlsein hervor. Die großartige Kamera filmt den Protagonisten oft aus großen Höhen, lässt den Zuschauer die Szenerie überblicken und mitleiden. Trotz der kurzen Spielzeit ist Angst ein sehr anstrengendes Werk, Kargl ist einer jener seltenen Filme gelungen, der Gewalt erfahrbar, aber nicht konsumierbar macht. Sein Werk ist ein Alptraum.  
Angst essen Seele auf Fassbinders Melodram ist äußerst lebensklug und verbindet gesellschaftskritische Elemente mit romantischen Motiven, zeichnet nebenbei auch noch ein interessantes Bild des Milieus seiner Zeit. Angst essen Seele auf ist trotz seiner kritischen Tendenzen ein wirklich schöner Film, der das Publikum gerade wegen seiner Schlichtheit berührt und durch die großartige Brigitte Mira in der Hauptrolle getragen wird. Einzig die mitunter etwas hölzernen Dialoge sind zu bemängeln.

 

 

Antichrist Antichrist erzählt eine schwer fassbare Geschichte, die Lars von Trier im Gegensatz zu den Dogma-Filmen in grandiose Bilder verpackt. Die Szenen des Prologs sind handwerklich ein wahrer Genuss, danach fesselt Antichrist mit seiner dichten Atmosphäre und dem hervorragenden Spiel seiner beiden Darsteller. Zweifelhaft sind dagegen die expliziten Szenen, die in der ohnehin metaphorischen Handlung auch anders dargestellt werden könnten. Eine Intention ist nur schwer zu finden, stellenweise erinnert Antichrist an die Werke von David Lynch, ein Begreifen ist schwierig, aber das pure Erleben ist auch schon sehr gut.
Antikörper Die Darsteller sind überzeugend, die Grundidee ist natürlich nicht sonderlich originell, dafür aber gut umgesetzt. Spannend und interessant wird der Film aber immer nur wenn der Psychopath im Bild ist, die Szenen dazwischen können da nicht anschließen. Das Ende ist gelungen und hält noch einmal eine spannende Überraschung parat, insgesamt herrscht jedoch ein Mangel an dramaturgischen Einfällen, sodass Antikörper für einen Thriller enttäuschend wenig zu fesseln vermag.
Apocalypse Now (Redux) Coppolas Apocalypse Now ist gerade in der Redux-Fassung weniger ein klassischer Antikriegsfilm, sondern viel mehr ein opernhaftes Märchen, ein Bilderrausch, der den Krieg als Mittel zum Zweck nimmt, ihn als Fieber darstellt, das nach und nach die Soldaten psychisch wie physisch dahinrafft. Zwar erfordert der Film einiges an Geduld, besticht jedoch mit berauschenden Bildern und famosen Darstellern, einer Spur irrwitzigen Humor und vielen einprägsamen Moment. Beachtlich ist auch die dichte Atmosphäre, die sich, frei von Konventionen, zunehmend entfaltet und das Publikum in ihren Bann zieht.
Ariel - Abgebrannt in Helsinki
Ein typischer Kaurismäki: etwas verschroben, aber mit viel Herz und dem Blick für kleine Details. Aus einer kleinen Sozialgeschichte um einen Arbeitslosen wird schnell ein lakonischer Gangsterfilm mit Gefängnis, Flucht, Mord, krummen Geschäften und der großen Liebe. Alles in allem nicht im eigentlichen Sinne kurzweilig, in seiner Mischung aus amüsanten Lakonitäten, sympathischen Figuren und vielen Elementen, die dem einen oder anderen Genrefilm entsprungen sind, aber recht unterhaltsam, im Nachhinein bleibt allerdings wenig hängen.
Arlington Road Arlington Road ist ein Thriller, der mit den geschickt mit amerikanischen Ängsten spielt und recht spannend inszeniert ist. Die Story hat einige Twists und bleibt gerade in der ersten Hälfte interessant, wird allerdings viel zu früh aufgelöst und büßt damit seine größte Stärke, die Faszination des Ungewissen, ein. Die Darsteller sind dagegen durchgängig überzeugend, Robbins und Bridges spielen klasse. Das Ende überrascht durch für Hollywood untypische Kompromisslosigkeit, orientiert sich an Genreklassikern wie Zeuge einer Verschwörung und bietet ein schönes Schlussbild. Trotz der zu actionlastigen zweiten Hälfte ist Arlington Road sehenswert.
Armee der Finsternis Der dritte Teil der Evil Dead-Reihe ist nur noch reiner Klamauk. Die Horrorelemente sind fast verschwunden und der comichaft-überzeichneten, trashigen Action gewichen. Armee der Finsternis spinnt die Geschichte der Vorgänger weiter und konzentriert sich folgerichtig auf seine Hauptfigur, die von Bruce Campbell mit einiger Komik  verkörpert wird. Für Trashfans ist Armee der Finsternis sehenswert, richtig zünden tut der Film jedoch nie.
Armee im Schatten Obwohl Melville sich dazu entschied, seine eigenen Erfahrungen im französischen Widerstand in Farbe zu verfilmen, ist Armee im Schatten szenenweise noch düsterer als die anderen Filme des Regisseurs. Melville verbindet durch seine typische Nüchternheit gekonnt Form und Inhalt, das trotz aller Brutalität kühle Verhalten der Charaktere spiegelt sich in der ruhigen Inszenierung wieder und lässt gleichzeitig Raum, um über die moralische Komplexität des Handelns der Widerstandskämpfer nachzudenken. Weil die Geschichte etwas unstet erzählt wird und daher kein mitreißender Erzählfluss zustandekommt, fehlt Armee im Schatten eine gewisse Grundspannung. Rar, aber pointiert eingesetzte Höhepunkte helfen etwas darüber hinweg, der größte Trumpf des Films ist jedoch die bleierne Atmosphäre, die langsam aber stetig auf den Zuschauer einwirkt und über das deprimierende Finale hinaus nachhallt.

Arrebato So gut auch die Verschachtelung der beiden Erzählebenen ist, so schön Arrebato auch von der Leidenschaft des Medium Film erzählt und so interessant die surrealen Elemente von Zululetas Werk sind - die meiste Zeit über ist Arrebato schwerfällig und wenig atmosphärisch. Das Drehbuch schafft es nicht, alleine über die Dialoge das Zuschauerinteresse aufrecht zu erhalten. Es gibt einige wenige Szenen mit Situationsspannung und viel unrelevanten Leerlauf. Das Finale hingegen weiß zu gefallen und regt zu Interpretationen an, schade dass Arrebato davor nur wenig Unterhaltsames zu bieten hat.
Arsen und Spitzenhäubchen Das rasante Kammerspiel ist eine der besten Komödien und bietet skurrile Charaktere, einen wahnwitzigen Plot und wunderbare Dialoge. Die Darsteller waren scheinbar bestens aufgelegt, auch die Nebenrollen sind prominent besetzt. Die Gagdichte ist enorm und deckt einige Spielarten ab, sodass jeder Zuschauer seine eigenen Lieblingssituationen finden wird. Arsen und Spitzenhäubchen ist alles was eine Komödie sein kann: enorm kurzweilig und über die volle Spielzeit unterhaltsam, es sind keine Durchhänger zu finden, kein Abfall in der Spannungskurve ist vorhanden.
Asphalt-Cowboy Am Beispiel der Hauptfigur stellt Asphalt-Cowboy exemplarisch das Scheitern des American Dream zur Schau: Obwohl Joe Buck jung und dynamisch ist und sich redlich müht, besitzt er zu keinem Zeitpunkt die Chance auf Erfolg, vielmehr lassen ihn seine (amerikanischen) Ideale reichlich naiv erscheinen. Dabei dekonstruiert Asphalt-Cowboy die klassischen Aufsteigerstories mit einer Spur von bitteren Humor. Der Makel des Films: Da die Protagonisten dahinvegetieren, kommt John Schlesingers Werk folgerichtig auch nicht vom Fleck und gestaltet sich recht zäh, fordert dem Publikum Geduld ab, ohne dies wenigstens mit einzelnen Highlights zu belohnen. Großartig sind allerdings die beiden Hauptdarsteller, die den gegebenen Raum wunderbar nutzen und den Zuschauer bei der Stange halten.
Assassins - Die Killer Assassins bietet unterhaltsames Actionkino nach Hollywood-Konventionen: Der Plot wirkt bisweilen etwas konstruiert und nicht immer schlüssig, funktioniert als Vehikel, um die unblutigen Actionszenen miteinander zu verbinden jedoch recht ordentlich. Launig machen die Darsteller den Film: Stallone gibt einmal mehr einen abgebrühten Helden, während sein Antagonist von Antonio Banderas sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und einiges Charisma versprüht. Auch der finale Showdown gefällt, davor wandelt der Film zu sehr auf ausgetretenen Pfaden und weiß wenig eigene Akzente zu setzen.
Assault - Anschlag bei Nacht Der Kultstatus von John Carpenters Film ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Obwohl in der ersten Stunde rein gar nichts passiert, schafft es der Regisseur, eine gewisse Grundspannung zu erschaffen, obwohl Assault durchaus etwas altbacken wirkt. Was dann folgt sind aber unzählige unmotivierte und unlogische Szenen, die jegliche Glaubwürdigkeit und Atmosphäre ersticken und offenbaren, dass Carpenters Werk schlicht ein B-Movie ist. Assault konzentriert sich in der zweiten Hälfte völlig auf die Schusswechsel, enttäuscht jedoch auch in diesem Punkt. Die profillosen Charaktere runden das schwache Gesamtergebnis ab.  
Atemlos nach Florida Mit dieser netten Screwballkomödie widmete sich Preston Sturges erneut unterschwellig dem (Miss)Verhältnis von Arm und Reich, dem Begehren von (finanzieller) Unabhängigkeit. Die szenenweise rasante und immer etwas überspitzte Verfolgungsjagd zu Fuß, per Zug oder Taxi besitzt dabei einige amüsante Momente; besonders die obligatorischen Verwechslungen und Notlügengeflechte erzeugen einigen Charme. Dem zum Trotz fehlen Atemlos nach Florida dennoch die ganz großen (komödiantischen) Höhepunkte, der Humor bleibt immer mal wieder auf der Strecke, das Tempo könnte noch etwas höher sein. Überzeugend sind hingegen die Darsteller, sodass Sturges' Film insgesamt solide Screwballunterhaltung bietet.
Attentat auf Richard Nixon
Attentat auf Richard Nixon zeichnet das traurige Portrait eines einsamen Idealisten, der mit seinen (amerikanischen) Grundwerten an der Morallosigkeit der modernen Gesellschaft  scheitert. Dass das Publikum dabei mit der beinahe anachronistischen Hauptfigur mitfühlen kann ist neben dem sehr eindringlichen Schauspiel von Sean Penn vor allem dem Drehbuch zu verdanken, das in vielen kleinen Szenen die Ohnmacht des Außenseiters nachvollziehbar schildert und darüber hinaus kaum in die Klischeekiste greift. Die Dialoge gefallen ebenso wie das Setting, der Film fängt die 70er Jahre schön ein.
Auch Zwerge haben klein angefangen
Werner Herzogs Werk Auch Zwerge haben klein angefangen ist eine teilweise surrealistische Groteske, eine Parabel, in der die Intention des Regisseurs nur schwer auszumachen ist. Dahingehende Ambitionen werden ohnehin durch die Sperrigkeit des Films behindert, die hysterischen Charaktere und die über die volle Spielzeit kaum stattfindende Handlung sind nicht nur ungemein fordernd, sondern auch recht enervierend, sodass Auch Zwerge haben klein angefangen nur erklärten Fans von Regisseur Herzog gefallen dürfte und die Nerven des Publikums auf die Probe stell.
Augen der Angst - Peeping Tom Mit Augen der Angst schuf Regisseur Michael Powell einen Klassiker des britischen Films, dessen eigenwillige Art für Kontroversen sorgte. Die Karriere des Regisseurs wie auch des Hauptdarstellers litten durch den Film ganz erheblich. Karlheinz Böhm überzeugt als Psychopath und kontrastiert sein Image aus den Sissi-Filmen ganz erheblich. Der Plot ist allerdings recht vorhersehbar, die Inszenierung langsam, Spannung kommt nicht auf und auch das Finale kann nicht überzeugen. So einflussreich der Film auch war, aus heutiger Sicht wirkt Augen der Angst trocken und altbacken, die Zeit ist nicht spurlos am Film vorüber gegangen.
Ausnahmezustand Ausnahmezustand ist ein typischer Hollywood-Film: mit einigen bekannten Darstellern ausgestattet besitzt er keine großen Schwächen, aber auch keine großen Stärken. Die Story ist solide, aber nicht kein bisschen originell, die Schauspieler machen ihre Sache gut, sind aber nicht sonderlich gefordert. Spannung will nicht so recht aufkommen, es fehlt an Dramatik, von Nachvollziehbarkeit mal abgesehen. So bietet Ausnahmezustand handwerklich routinierte und ordentlich produzierte Standardkost, leistet sich aber wenigstens keine groben Schnitzer.
Außer Atem Außer Atem revolutionierte das Kino, Godard brach mutig Konventionen und erschuf durch Improvisation neue Erzähltechniken, die bis heute überall Anwendung finden. Abseits von Jumpcuts und Co. fällt vor allem die verspielte, leichtfüßige Inszenierung positiv auf, während das Charisma der beiden umwerfenden Hauptdarsteller den gesamten Film trägt. Die Handlung ist hingegen nur grob gestrickt und wenig ergiebig, insbesondere die Plaudereien der Figuren sind unbefriedigend. So ist Außer Atem filmhistorisch eminent wichtig, mit heutigen Sehgewohnheiten jedoch nicht mehr sonderlich faszinierend.
Ausweitung der Kampfzone Die Verfilmung von Houellebecqs Roman scheitert daran, dass sie die Vorlage eins zu eins übernimmt, im Grunde eine Vertonung mit Bildern ist und somit überflüssig wird, weil nichts Eigenes hinzugefügt werden kann. Der Film wirkt bieder und trocken und verliert seinen Reiz schon nach kurzer Zeit. Die Monotonie des Buches funktioniert in der Adaption nicht, weil diese gänzlich andere Ansprüche erfüllen muss und darin versagt. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich, doch aus dem pointierten Buch ist ein etwas geschwätziger, schlechter Film gemacht worden, der überhaupt nicht zu packen vermag.
Aviator Scorseses Biografie über Howard Hughes besticht durch opulente Bilder, Sets und Kostüme sind bis ins letzte Detail gestaltet und transportieren das Flair längst vergangener Jahrzehnte sehr schön. Auch die Darsteller spielen gut, vor allem DiCaprio und Blanchett finden eine ansprechende Chemie, sodass ihre gemeinsamen Szenen den Film merklich beleben. Die Entwicklung der Charaktere dauert jedoch zu lange, hinzu kommen der omnipräsente Patriotismus und die nicht kontinuierlich voranschreitende Geschichte. So ist Aviator opulent und gut gespielt, aber weder sonderlich dramatisch noch mitreißend, weil es der Film nicht schafft, Howard Hughes zu ergünden, sondern an der Oberfläche bleibt, sich nur auf die Manierismen und Neurosen, auf den Glamour konzentriert, anstatt tiefer zu schürfen.
Azumi Azumi erzählt eine einfache Geschichte in schönen Bildern, dabei bleibt die Charakterzeichnung jedoch recht flach, auch handwerklich fehlt es an Sorgfalt; Abfolge- und Logikfehler fallen desöfteren auf. Die Geschichte ist wenig spannend, konzentriert sich sichtlich auf die Action. Die Kämpfe sind dann auch ganz nett choreographiert, bis es zur finalen Auseinandersetzung kommt, vergeht allerdings viel zu viel Zeit, Azumi fehlt es an Kurzweil, der Film hat mit einigen Längen zu kämpfen.


 



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