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| Dänische Delikatessen |
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Dänische Delikatessen bewegt sich zwischen trockener Komödie und Drama und versteht es dabei, beide Genres fließend ineinander übergehen zu lassen. Das Ergebnis ist uneindeutig und ein wenig sonderbar, nicht wirklich amüsant, jedoch auch nicht wirklich dramatisch. So ist Dänische Delikatessen ein Film der Zwischentöne und Schattierungen, der einen unkonventionellen Charme besitzt, das Publikum jedoch aufgrund seiner entgegengesetzten Polarität nur schwer emotional erreichen kann. Gänzlich wunderbar sind hingegen die Darsteller, besonders Nikolaj Lie Kaas überzeugt in seiner Doppelrolle sehr. |
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Dangerous Game - Snake Eyes
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In Dangerous Game seziert Regisseur Abel Ferrara das Geschehen von Dreharbeiten eines Films im Film und entblößt diktatorische Regisseure mit Machtkomplexen und halb wahnsinnige Schauspieler. Diese Skizzierungen von verlorenen Charakteren ist allerdings überstilisiert und kalt, weil die Nähe zu den Figuren fehlt. Ferrara verirrt sich in seinem groben Plot-Konstrukt und bleibt in jedem Moment grob, eine ernsthafte Auseinandersetzung ist Dangerouse Game keineswegs, was den Zweck des Films in Frage stellt. Gut sind dagegen die Leistungen der Darsteller, die den ganz großen Totalausfall verhindern, die Langeweile aber nicht vertreiben können. |
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Dard Divorce
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Die Folter- und Splatterorgie von Olaf Ittenbach ist ausschließlich für Fans des Genres. So ist die Story lachhaft, die Darsteller sind sehr sehr schlecht und die deutsche Synchronisation ebenfalls misslungen. Was (in der ungeschnittenen Fassung) bleibt sind überaus drastische und "gelungene" Gore-Effekte. Wer auf Blut steht wird bedient, wer von einem Film mehr erwartet, sollte um Dard Divorce einen weiten Bogen machen. |
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| Dark City |
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Mit Dark City inszenierte Regisseur Aley Proyas einen Sci-Fi-Neo-Noir, in dem nichts ist, wie es scheint. Die einzelnen Elemente passen gut zusammen und geben auch inhaltlich einiges her. Was mit viel Atmosphäre wie ein Hard-Boiled-Vertreter der schwarzen Serie beginnt entwickelt sich mittels Nutzung diverser Science-Fiction-Szenarien zu einem ungewöhnlichen Crossover, das durchaus einige philosophische Ansätze anschneidet. Zum Ende hin verheben sich die Drehbuchautoren deutlich an ihrem Stoff, ordentliche Darsteller und Effekte, die dichte Atmosphäre, die gute Kameraarbeit und schönen Bilder können das ideenlose Finale kaschieren und bieten einen unkonventionellen, überdurchschnittlichen Film. |
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Dead Man
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Jim Jarmusch scherte sich noch nie um Genre-Konventionen, weshalb es wenig überraschend ist, dass Dead Man mit einem Western nicht viel zu tun hat. Der Regisseur nutzt die Archetypen des Genres, indem er sie auf seine Art interagieren lässt. Das bedeutet: Cowboys, Indianer und Gesetzlose zwischen Spiritualität, ethnischen Unterschieden, Culture-Clash. Dies würzt Jarmusch mit einer Prise Humor, das Ergebnis ist mal wieder ein ganz eigener Film. Die Charaktere sind sehr skurril, die lose Handlung bietet keinen richtigen Rahmen, den schrägen Dialogen ist nicht immer eine Bedeutung zu entnehmen. |
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Death Proof - Todsicher
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Tarantinos Grindhousekino-Hommage ist (in der Langfassung) aufgrund der Konsequenz des Filmemachers erstaunlich konsequent, was Actionliebhaber verschrecken dürfte. Über weite Teile der Spielzeit widmet sich das Drehbuch den belanglosen Plaudereien seiner Protagonistinnen, was dank Tarantinos Fähigkeiten als Dialogautor teilweise durchaus gefällt, in der Summe jedoch viel zu wenig Information über die Charaktere bietet und im weiteren Verlauf auch wenig unterhaltsam daherkommt. Der mit großem Charisma agierende Kurt Russell sorgt in seinen wenigen Szenen dafür, dass die Dramaturgie nicht gänzlich auf flachem Niveau verbleibt, die beiden damit verbundenen Autoszenen sind toll und dynamisch gefilmt und sorgen für viel Schwung. Insgesamt ist Death Proof ein zweischneidiges Vergnügen und eher einer der schwächeren Filme von Tarantino. |
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Deep End
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Regisseur und Drehbuchautor Skolimowski beschreibt die heißkalten Zustände der jugendlichen Hauptfigur genauso herzerwärmend wie das beschwingte Leben der frühen 70er Jahre. Dabei ist es erfreulich zu beobachten, dass das Drehbuch seine Charaktere gar nicht bewerten muss oder will, sondern aufrichtig neugierig ist. Zwar ist der Blick bisweilen recht dokumentarisch, gleichzeitig jedoch äußerst leichtfüßig und gelassen inszeniert. Eigenwillig ist Deep End zudem auch noch, pendelt zwischen subtiler Dramatik und skurriler Situationskomik hin und her und baut dabei viel Atmosphäre auf. Auch die Jungdarsteller versprühen viel Esprit und wissen zu gefallen. Leider wird der gesamte Film durch sein in der Tonalität enorm störendes Ende in Mitleidenschaft gezogen, die letzten Minuten sind schrecklich unpassend und zerstören sämtliche Magie, die Skolimowski zuvor aufbauen konnte. |
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| Defendor |
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Defendor ist eigentlich kein Superheldenfilm und auch keine Komödie, vielmehr handelt es sich um ein etwas anderes Drama. Der Protagonist ist ein moderner Don Quijote, naiv und unzurechnungsfähig. Die Inszenierung ist leider recht unpointiert, wenig passiert, viele kleine Szenen sind austauschbar, die Charaktere wirken stellenweise recht flach. Defendor ist nicht ganz ernst zu nehmen, aber auch nicht witzig, er hängt zwischen den Genres und kann, bei aller Kurzweiligkeit, weder in den ernsten noch in den wenigen humorvollen Szenen überzeugen. |
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| Dein Schicksal in meiner Hand |
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Dein Schicksal in meiner Hand ist ein inhaltlich untypischer Film Noir: statt kriminellen Geschäften stehen die Machenschaften von zynisch-kalten Presseagenten im Blickpunkt. Da überrascht es schon, wie düster der Film gestaltet ist. Toll sind die Bilder, die bei Nacht oder in dunklen Clubs für viel Atmosphäre sorgen. Wunderbar sind auch die Darsteller, insbesondere Tony Curtis agiert in seiner untypischen Rolle äußerst überzeugend. Die Geschichte ist spannend und verläuft dank einer Vielzahl guter Dialoge ohne jegliche Durchhänger, während das sehr pessimistische Finale positiv in Erinnerung bleibt und Dein Schicksal in meiner Hand sehr schön abrundet. |
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| Déjà Vu |
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Ohne Zweifel ist die Handlung von Déjà Vu nicht wirklich überraschend und folgt gängigen Mustern, gerade im zweiten Viertel weiß das Publikum lange vor der Hauptfigur, wie sich der Plot entwickeln wird. Wie bei den thematisch ähnlich gelagerten anderen Hollywoodfilmen weicht die Logik zunehmen der Rasanz. Allerdings muss man Tony Scott zugestehen, dass er zu keinem Zeitpunkt langweilt, seine Inszenierung immer pointiert ist und sein sonst markanter Stil, in gemäßigter Form auftretend, gar nicht so störend ist. Die Darsteller sind solide, Washington füllt die für ihn tyische Rolle routiniert aus. |
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| Delicatessen |
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Delicatessen ist eine wunderbar charmante Groteske, die ganz toll versteht, seine kuriose Handlung hin- und herschlingernd zu erzählen, um unzählige Gags und inszenatorische Spielereien zu platzieren. Dabei ist der Humor enorm vielfältig, reicht von kleinen Slapsticknummern bis zu makaberen, schwarzhumorigen Szenen. Die herrlich überdrehten und neurotischen Figuren setzen dem ganzen die Krone auf und erinnern an Genreklassiker wie Arsen und Spitzenhäubchen. Doch das Duo Jeunet/Caro ging noch weiter und tauchte den Film in eine unkonventionelle, sepiafarbene Optik, die dem Ganzen etwas Apokalyptisches gibt. Auch handwerklich ist Delicatessen hervorragend, überzeugt neben dem Szenenbild mit einem schönen Score, toller Kameraarbeit und gutem Schnitt; da auch die Darsteller gefallen ist Delicatessen ein sehr ausgefallenes, sehr gelungenes Werk. |
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| Deliver Us From Evil |
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Ole Bornedal ist ein alter Hase im Thrillergenre. Der Däne setzt besonders auf düstere Stimmungen und interessante Charaktere. Deliver Us From Evil funktioniert überraschenderweise aber gerade wegen der Figuren überhaupt nicht. Sie verhalten sich höchst unglaubwürdig, was Spannung und Atmosphäre völlig zerstört. Die gelungenen Bilder können nicht davon ablenken, dass Bornedal beim Schreiben des Drehbuchs scheinbar ideenlos war und die Charaktere nie über die Funktionsebene hinaus erschaffen wurden, keine Gefühle und keinen gesunden Menschenverstand besitzen. Deliver Us From Evil ist ein Fehlschlag, der zum dummen Ende hin immer ärgerlicher wird. |
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| Departed: Unter Feinden |
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Scorseses Remake des asiatischen Thrillers Infernal Affairs überzeugt durch das Charisma seiner Darsteller (insbesondere Nicholson gefällt mit seinem Overacting) und das geschickt erzählte Drehbuch. Zwar ist die Figurenzeichnung eher schlicht und die Dialoge sind bisweilen etwas zu übertrieben, Scorseses Inszenierung ist jedoch derart souverän, dass weder diese Macken noch die (Über)Länge des Films besonders schwer wiegen. Auch der Score ist stimmig. So bietet Departed insgesamt leicht überdurchschnittliche Thrillerkost.
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| Desperado |
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Die Fortsetzung von El Mariachi, dem Debütfilm von Regisseur Rodriguez, greift im Gegensatz zum Low-Budget-Vorgänger auf ein ungleich größeres Budget zurück, dass vor allem in Stars und Explosionen investiert wurde. Folgerichtig nutzt Desperade genau auf diese beiden Elemente, setzt die bekannten Darsteller um Antonio Banderas ikonographisch in Szene und bietet durchgängige Action. Rodriguez inszeniert einen reinrassigen Actioner alter Schule, der sich weder mit einer plausiblen Geschichte noch mit physikalischen Gegebenheiten belastet und konsequent übertrieben und auf Coolness getrimmt ist, pures Fast Food-Kino also. Das ist recht unterhaltsam, aber kein bisschen memorabel und letztlich auch typisches Genre-Einerlei. |
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| Destricted |
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Die Kurzfilmsammlung mit Hauptthemenpunkt Sex bietet nur kleine, in den besten Momenten lediglich handwerlich interessante Filmchen, die im Grunde aber eine reine Aneinanderreihung von Hardcore-Szenen darstellen. Bei den klangvollen Namen der Regisseure (u. a. Gaspar Noe und Larry Clark) kann man mehr erwarten, Destricted wirkt unausgegoren und im Gesamtkontext belanglos, zumal die einzelnen Episoden fragmentarisch wirken und nicht einmal eine lose Einheit erkennen lassen. |
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| Diabel |
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Diabel ist ein groteskes und sperriges Werk, das zwischen Märchen und surrealem Horrorfilm angesiedelt ist und wegen der (zu) langen Laufzeit, der anstrengenden Inszenierung und der schwer greifbaren Geschichte weit weg von jeglicher Unterhaltung ist. Zulawski kehrte die grausame und sexuelle Seite klassischer Märchen heraus und spickte die Handlung mit entsprechender Symbolik, verzichtete aber auf einen geradlinigen Aufbau und entsprechende Dramaturgie. Somit ist Diabel schwer zu entschlüsseln und in seiner kryptischen und hysterischen Art nicht zu empfehlen. |
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| District 9 |
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District 9 wartet mit einer frischen Idee auf und hat durch das unverbrauchte Setting viel Potenzial, das leider sowohl inszenatorisch als auch narrativ verschenkt wurde. Die Handlung bietet viele Ansätze, die aber nicht tiefgreifend aufgegriffen werden, District 9 ist in jeder Minute zu oberflächlich und unpointiert; ähnlich verhält es sich mit der Inszenierung. Die Effekte sind angesichts des kleinen Budgets gelungen, der Dokumentarlook passt ebenfalls, doch zum Ende hin mutiert District 9 zum platten Actioner ohne Spannung, der zudem pathos- und klitscheegeladen wird und wenig originell daherkommt. |
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| Django |
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Zur Blütezeit des Italowestern entstanden, gehört der von einem eiskalten Franco Nero gespielte Django zu den wichtigsten Filmen des Subgenres. Sehr schön ist der dreckige Look des Films, Blut, Matsch und viele Grau und Braun unterscheiden Sergio Corbuccis Klassiker von den amerikanischen Edelwestern. Die Dialoge sind lakonisch und geprägt von Zynismus, die Gewalt ist spärlich dosiert, aber schon recht drastisch. Für Westernfans ist Django definitiv ein Muss, dennoch verhindert die kalte Aura des Films, dass das Publikum mit dem Antihelden sympathiert - Spannung kommt so nicht auf. |
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| Dobermann |
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Als Dobermann im Jahr 1997 erschien, war er ein Novum im Genre. Der frühere Werbefilmer Jan Kounen inszenierte einen rasanten Bildertrip mit furioser Action, zynischem Humors und wahnwitzigen Charakteren, ein Independent-Paukenschlag im Genre. Mehr als ein Jahrzehnt später ist diese Ästethik längst omnipräsent und Dobermann hat sein Alleinstellungsmerkmal verloren. Für Freunde des speziellen Humor und Fans der unbeschwert aufspielenden, heute wesentlich bekannteren Darsteller ist der Film zu empfehlen, darüber hinaus bietet Dobermann nicht mehr als andere Filme des Genres. |
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| Dogtooth |
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Der Skandalfilm von Cannes 2009 lässt sich in keine Schublade pressen, wirkt aber trotz des unkonventionellen Humors sehr kühl, wie eine künstliche Figurenanordnung. Die Handlung ist grundsätzlich interessant, aber entbehrt jeglicher Emotionen, es gibt keine Geschichte, keine Spannung, kein fassbares Ergebnis. Dogtooth scheint eine bloße Stilübung zu sein, ist dabei seltsam fade und leer und wird zwar aufgrund des unverbrauchten Settings nie langweilig, erreicht den Zuschauer aber in keinem Moment. Da nur wenig passiert, fallen nach und nach so einige Logikfehler auf, die an der anfänglich guten Atmosphäre nagen und die geringe Glaubwürdigkeit weiter beeinträchtigen. |
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| Dogville |
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Dogville ist ein Höhepunkt im Schaffen von Lars von Trier: es gibt nur wenige Kulissen, Häuser bestehen aus mit Kreide auf den Boden gezeichneten Linien, alles erinnert an ein kühnes Theaterstück, auch die Laufzeit von drei Stunden schreckt ab. Aber: Dogville funktioniert tadellos, die reduzierten Kulissen reichen völlig aus, die Handlung ist enorm spannend, die Zeit vergeht schnell. Überragend sind die Darsteller, die sich dankbar der gut geschriebenen Charaktere und Dialoge annehmen. Manchmal treibt es der Regisseur dann doch zu bunt, insbesondere die omnipräsente Kritik an der US-Gesellschaft kommt etwas plump daher, dennoch ist Dogville ein gelungener, eigenwiller Film mit dichter Spannung.
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| Doomsday |
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Doomsday ist eine mitreißende Mischung aus unzähligen Genres, von Mad Max bis Herr der Ringe ist alles irgendwie dabei. Die Handlung ist dementsprechend locker und löchrig, dies wiegt aber nicht schwer, da der Film sich selbst nicht ernst nimmt, freilich ohne in platten Slapstick abzugleiten. So ist Doomsday höchst unterhaltsam und rasant inszeniert, einzig Anfang und Ende trüben den guten Gesamteindruck und können nicht mit dem Mittelteil konkurrieren. Der Film ist leicht trashig, recht blutig und sehr spaßig - beste Unterhaltung für zwischendurch. |
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Down By Law
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Jim Jarmuschs drittes Werk ist eine Komödie mit subtilen Humor, die vor allem von den lakonischen Dialogen und der lockeren Atmosphäre getragen wird. Ein wesentlicher Bestandteil ist die schöne musikalische Untermalung von Tom Waits, überzeugend ist auch das Trio der Hauptdarsteller. Insbesondere Roberto Benigni trägt dazu bei, den bis zu seinem Auftritt etwas trägen Film kurzweiliger zu machen. So schön die Schwarz-Weiß-Bilder und die Kameraarbeit ist, aufgrund der Tatsache, dass Jarmusch nicht wirklich eine Geschichte erzählt, ist Down By Law auch recht belanglos. |
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| Dr. Mabuse, der Spieler - Ein Bild der Zeit |
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4,5 Stunden dauert Fritz Langs Epos, langweilig wird der Film aber zu keinem Zeitpunkt. Allerdings verliert sich Dr. Mabuse bisweilen in Belanglosem, anstatt die Handlung vorranzutreiben, sodass Spannung nur selten aufkommt. Gut ist dagegen die Grundidee und auch die Charaktere sind überzeugend, der titelgebende Bösewicht ist eine tolle Figur. Da Fritz Lang viele Impressionen des Lebens in der Weimarer Republik einfließen ließ, verleihte er dem Film aus heutiger Sicht einen dokumentarischen Charakter, der die Langatmigkeit teilweise ausgleicht. So ist Dr. Mabuse ein interessanter Film und bietet die Grundlage für den noch wesentlich besseren zweiten Teil. |
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| Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben |
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Die bitter-ironische Kalter Krieg-Satire von Kubrick ist aufgrund seiner Ikonographie einer der großen Klassiker der Filmgeschichte und überrascht auch rückblickend noch durch seine Konsequenz und seinen Mut. Die immer absurder werdende Handlung wird wunderbar gesteigert und durch ausgefeilte, amüsant bis ulkige Dialoge unterfüttert, ohne dass der Plot die Grenze zur nicht ernstzunehmenden Abstrusität überschreitet. Großartig ist das Darstellerensemble, aus dem Peter Sellers in gleich mehreren Rollen noch herausragt. Auch die Musik und das Setdesign gefallen. Trotz etwas behäbiger Inszenierung ist Kubrick ein überdurchschnittliches Werk gelungen, das zurecht als Kultfilm gilt. |


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| Drag Me To Hell |
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Sam Raimis Rückkehr zu den Wurzeln ging daneben, Drag Me To Hell ist recht trashig geraten und eignet sich nie als ernster Horrorfilm. Doch auch als Gruselkomödie weiß der Film nicht zu gefallen, der Humor ist platt und spärlich geraten, die Figuren sind farblos, die Dialoge nicht komisch, sondern peinlich. Das trifft auch auf die schlechten Effekte zu. Drag Me To Hell nimmt sich insgesamt zu ernst - oder nicht ernst genug, bleibt irgendwo im Genre-Niemandsland stecken. Die Handlung ist reichlich schwach und dient wohl eher als Vorlage für einige nicht gelungene Gags. |
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Drei Uhr nachts
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Mit Drei Uhr nachts inszenierte Jean-Pierre Melville ein lupenreines Heist-Movie. Ist anhand der Zeichnung des Spieler- und Gangstermilieus Melvilles Vorliebe für amerikanische Noirs erkennbar, schwingt doch immer etwas Untergründiges mit, das dem poetischen Realismus der 30er Jahre entsprungen zu sein scheint. Zudem treibt der Filmemacher seinen so typischen Fatalismus auf die Spitze, indem sogar das Glück Unglück bringt. Neben den leicht ironischen Noten überzeugt vor allem der grandiose Hauptdarsteller Roger Duchesne, der es zeitweilig schafft, das etwas unpointierte und wenig spannende Drehbuch in den Hintergrund treten zu lassen - Drei Uhr nachts ist gänzlich solide, es fehlt jedoch das gewisse Etwas. |
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Drive ('10)
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Die wunderbaren Bilder sind überaus ästhetisch, die Inszenierung ist stilsicher und der treibende Score verleiht Drive eine von jeglicher Zeit losgelöste und dichte Atmosphäre. Davon abgesehen bietet Refns Werk jedoch nur eine mäßige Geschichte, weshalb Drive gerade in der zweiten Hälfte zum schön anzusehenden, aber platten Actionfilm verkommt und noch vorhersehbarer gerät als zu Beginn. Auch die Charaktere geraten mehr und mehr zu Stereotypen, anstatt im weiteren Verlauf an Nuancen zu gewinnen - die Darsteller können dem wenig entgegensetzen. Somit wird Drive Opfer seiner eigenen Coolness, die zwar nicht aufgesetzt daherkommt, aber eben nur bloßen Geste bleibt, weil unter der makellosen Oberfläche nur gähnende Genrefilmleere herrscht, die sich auf Melville und Peckinpah beruft, aber kein bisschen Eigenständigkeit besitzt. |
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| Dressed To Kill |
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Dressed To Kill ist eines der Werke von Regisseur De Palma, die eine Hommage an Alfred Hitchcock darstellen. Folgerichtig ist Dressed To Kill im Aufbau zurückhaltend, steigert sich aber Stück für Stück und spielt mit vielen Versatzstücken verschiedenster Genres. Dabei wirkt der Film bisweilen immer etwas over the top, ist etwas zu offensichtlich auf Sex und Mord ausgerichtet, aber dabei zumindest recht wirkungsvoll in Szene gesetzt. Die Charaktere lassen hingegen völlig kalt, auch die Atmosphäre ist nur stellenweise dicht, weil die Inszenierung recht distanziert daher kommt. So ist Dressed To Kill insgesamt eine schöne Stilübung, aber nicht immer gelungen. |
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| Du lebst noch 105 Minuten |
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Der Film Noir von Anatole Litvak ist mit Burt Lancaster und Barbara Stanwyck in den Hauptrollen hochkarätig besetzt und benötigt zwar einige Anlaufzeit, entfesselt im weiteren Verlauf jedoch eine bisweilen etwas konstruiert wirkende, jedoch höchst perfide Geschichte, die in einem fesselnden Finale endet und bleibenden Eindruck hinterlässt. Zwar ist die Spannungskurve etwas zu unstet, doch die grandiose Performance von Stanwyck, das insgesamt hohe Maß an Suspense, die gute musikalische Untermalung und das stimmige Szenenbild sorgen dafür, dass Du lebst noch 105 Minuten insgesamt spannend und unterhaltsam verläuft. |
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| Duell |
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Spielbergs erster Langfilm ist trotz oder gerade wegen des knappen Budgets auf das Wesentliche reduziertes Spannungskino. Duell ist in seiner Reduktion auf Protagonisten und Antagonisten und dem Handlunsgort Straße stets einfach und realistisch, aber dadurch spannend. Duell ist atmosphärisch, der Zuschauer identifiziert sich mit dem Hauptcharakter und fürchtet die Gefahr. Spielberg gab dem Bösen klugerweise kein Gesicht, es werden keine rationalen Gründe angegeben, weshalb der Zuschauer weder die Entwicklung der Handlung noch den Ausgang vorhersehen kann. Ein kleiner Genre-Film der gefällt. |
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| Durst |
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Um Durst zu beschreiben muss man im Vokabular suchen, um passende Worte zu finden. Er ist eine Groteske, die mal ruhige Töne anschlägt und sogleich zu absurd-komischen Szenen wechselt. Die Handlung scheint mehr ein Vorwand für die kleinen Einfälle des Regisseurs, Durst verliert sich in seinen einzelnen Momenten, die für sich manchmal unterhaltsam sind, in der Summe aber versagen. Die Darsteller spielen intensiv, sind neben Kamera und Bildern das Highlight, der Rest ist eine schwammige Collage aus überzogen umgesetzten Ideen, bunt aber fad. |
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