1 Mord für 2
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Kenneth Branaghs Remake von Joseph L. Mankiewicz' Mord mit kleinen Fehlern besticht wie schon das zugrundeliegende Theaterstück durch seine spannende Konstellation und die exzellenten Dialoge. Das Hauptaugenmerk des Kammerspiels ruht natürlich auch auf den Darstellern, deren Darbietungen durchgängig überzeugend sind. Jude Law ist die perfekte Wahl für seine Figur und Michael Caine, dessen Mitwirken im Original ein amüsantes Bonmot darstellt, ist ihm ebenbürtig. Im Gegensatz zum 140 Minuten dauernden Klassiker ist das Remake überaus kurz, büßt dabei jedoch etwas an Atmosphäre ein, weil die Figuren weniger umfassend beschrieben werden - kurzweiliger ist 1 Mord für 2 zudem auch nicht. So ist Branaghs Remake durchgängig unterhaltsam, gut gespielt und geschrieben, kommt jedoch nicht an die Klasse des überdurchschnittlichen Originalfilms heran und hat trotz des abgeänderten Finales zu wenige eigene Ideen. |
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| 11:14 |
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11:14 bietet eine gekonnt inszenierte Geschichte, deren Episoden nach und nach geschickt miteinander kombiniert werden. Dabei ist der Film mit einigem Humor gewürzt, der für allerlei Kurzweil sorgt. Zwar sind die einzelnen Episoden recht konventionell, das Zusammenspiel der verschiendenen Teile ergibt allerdings ein gelungenes Ganzes. Aus den Lücken der Erzählung, die sich nach und nach schließen, ergibt sich eine ganz eigene Spannung, die Vielzahl von Charakteren hat Profil und bietet sich zur Identifikation an. So ist 11:14 ein kurzweiliger Episodenfilm, der sehr gut funktioniert. |
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| 12 Monkeys |
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Basierend auf Chris Markers unkonventionellem Kurzfilm Am Rande des Rollfelds schuf Terry Gilliam ein in jeder Minute interessantes Werk mit tollem Setdesign, schön in Szene gesetztem Finale und imponierenden Darstellerleistungen. Brad Pitt überzeugt in seiner dankbaren Rolle als gestörter Umweltaktivist, überraschender ist allerdings das Spiel von Bruce Willis, der in der ersten Hälfte beweisen kann, dass er mehr beherrscht als die Darstellung von abgebrühten Helden. Schade, dass 12 Monkeys nicht die Spannung und Düsternis der Vorlage erreicht, zumindest ist Gilliams Stil aber unkonventionell und gibt dem Film einige Impulse, die die Dramaturgie im Mittelteil vermissen lässt. |
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| 12 Uhr mittags |
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12 Uhr mittags ist zwar formal ein Western, hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch eine gesellschaftskritische Parabel, sodass der Film auch abseits seines Milieus funktioniert und somit auch heute noch aktuell ist. Formal ist Fred Zinnemans Referenzwerk gelungen, Score und Kameraführung gefallen genauso wie die Inszenierung in Echtzeit, auch Gary Cooper nutzt seine ambivalente Figur und spielt die Hauptrolle überzeugend. Spannung geht dem Film jedoch gänzlich ab, insbesondere das Finale verläuft enttäuschend, dramaturgisch verschenkt 12 Uhr mittags viel Potenzial. |
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| 127 Hours |
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Neben dem ambivalenten Spiel von Hauptdarsteller James Franco gefällt an 127 Hours die konstante Dichte, die das Kammerspiel erzeugt. Die existenzialistische Situation macht den Reiz des Films aus. Im Mittelteil offenbart Regisseur Boyle in technisch hervorragenden Bildcollagen die Gedanken der Haupfigur, flüchtet damit aber auch aus dem Hier und Jetzt, nimmt dem Film das Unbequeme, die Wucht, also einen essentiellen Teil der Geschichte, was ein Zugeständnis an jenen Teil des Publikums zu sein scheint, der die reine Unterhaltung sucht. Trotz der schwer zu haltenden Dramaturgie ist 127 Hours ein passabler Film mit schönen Bildern, äußerst gelungenem Sounddesign und konstanter Atmosphäre geworden, einen bleibenden Eindruck hinterlässt Boyles Werk jedoch zu keinem Zeitpunkt. |
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| 13 |
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Regisseur Babluani durfte seinen Debütfilm 13 Tzameti für Hollywood neu verfilmen und schuf ein in allen Belangen seelenloses, glattgebügeltes Remake. Katastrophal ist die erste Szene, die bereits das Finale offenbart und so jegliche Spannung völlig zerstört, davon abgesehen ist auch der Rest des Films überaus enttäuschend: statt auf die Schwarz-Weiß-Bilder des Originals setzt Babluani nun auf Farbe, was die kalte Atmosphäre verpuffen lässt. Der Cast, mit profilierten Nebendarstellern besetzt, ist klangvoll, aufgrund der eindimensionalen Charaktere kann jedoch nur Sam Riley glänzen, die anderen Akteure wurden komplett verschenkt. Statham und Rourke gehen wegen ihrer Figuren völlig unter, das Drehbuch ist dilettantisch. Das Highlight des Films ist der völlig overactende Michael Shannon, der sich chargierend gegen seine Rolle sträubt. 13 ist ein in allen Belangen schlechtes Industrieprodukt. |
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| 13 Geister |
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Die Grundidee ist gar nicht mal uninteressant, doch die Aufmachung des Films zerstört jegliche Atmosphäre und Spannung, Grusel kommt schon gar nicht auf. 13 Geister scheitert bereits nach zwanzig Minuten auf offensichtliche Art in dem Versuch, seine Mängel zu verschleiern. Der unausgereift wirkende Plot ist dünn, die klischeehaften Charaktere besitzen keinerlei Persönlichkeit, sind dem Zuschauer daher herzlich egal und auch die Effekte wirken altbacken. Die Darsteller geben sich Mühe, können den Film aber nicht retten, vor allem das Ende ist völlig uninspiriert. 13 Geister bietet ein sehr ideenloses Drehbuch und missfällt mit seiner billigen Aufmachung. |
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| 13 Tzameti |
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13 Tzameti lässt sich zu Beginn etwas zu viel Zeit, trotzdem ist der ruhige Anfang der Dramaturgie durchaus zuträglich, das Zuschauerinteresse steigt, die Handlung ist unverbraucht und scheint spannend. Wenn dann aber offenbart wird, um was sich die Geschichte dreht, enttäuscht 13 Tzameti. Zwar ist die Inszenierung recht ansehnlich, verläuft aber auch nach den üblichen Mustern, zudem endet der Film zu abrupt. Das vielleicht interessanteste Element, die moralische Prüfung der Hauptfigur, wird schlicht ignoriert und raubt 13 Tzameti nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern auch viel Potenzial, denn anstatt sich mit seinem Thema ernsthaft auseinander zu setzen, nutzt der Film lediglich den Schaueffekt. |
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| 16 Blocks |
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16 Blocks ist ein Standardthriller: Die Handlung ist flach und vorhersehbar, der Held und sein Sidekick sind archetypisch, ebenso die Zeichnung des Antagonisten. Doch nicht nur die Charaktere sind mäßig geschrieben, auch die Darsteller können nur szenenweise überzeugen. Willis hat seiner für ihn typischen Rolle nichts hinzu zu fügen, was die Figur von der üblichen Blaupause unterscheidet, David Morse spielt als Bösewicht etwas überzeugender. Wirklich langweilig wird 16 Blocks trotz der Vorhersehbarkeit nicht, bietet jedoch in keinem Moment mehr als schnell vergessene Unterhaltung für zwischendurch. |
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| 187 |
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187 ist keine realistische Milieustudie, aber auch nicht völlig übertrieben. Der Film pendelt zwischen den Genres hin und her, was nicht immer souverän gelingt, aber zumindest unkonventionell ist. Der anfangs ernste Plot geht mehr und mehr in eine etwas konstruiert wirkende, aber teilweise recht spannende Thrillerhandlung über, dessen Finale effektvoll und mitreißend in Szene gesetzt wurde. Die Darsteller spielen ihre Figuren ganz ordentlich, wobei Jackson durch seine Präsenz überzeugt. Dem Drehbuch hätten etwas weniger Vorhersehbarkeit und besseren Dialoge aber nicht geschadet, auch die Inszenierung ist stellenweise gewöhnungsbedürftig. So ist 187 zwar letztlich ein simpler Thriller, sein Thema nur als Aufhänger benutzt, aber verläuft dabei zumindest unterhaltsam. |
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| 19 |
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Die Handlung ist zwar relativ schlicht, 19 vermag es jedoch, bereits in den ersten Minuten eine dichte, leicht unwirkliche Atmosphäre und eine interessante Ausgangssituation zu schaffen. Die behandelten Themen sind vielseitig, wenn auch nicht tiefgründig eingebunden worden. Humor und asiatische Kauzigkeit sorgen für Kurzweil, die unkonventionellen Charaktere machen neugierig, auch weil die Darsteller gut spielen. Die farbarmen monochromen Bilder sind anfangs ungewohnt, unterstreichen aber die Andersartigkeit von 19. Schade, dass die Geschichte nicht fesselt und inhaltlich recht unbefriedigt zurücklässt. |
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| 1984 |
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George Orwells zeitloses Werk ist einer der großen Buchklassiker, die Adaption hält sich eng an die Vorlage und begeistert mit düsterer Atmosphäre und wunderbaren Darstellern. Wie schon im Roman ist die Zukunft wenig futuristisch, sondern gerade deshalb so bedrückend, weil die Aufmachung realistisch daherkommt. So generieren die tristen Bilder schnell eine kalte, bleierne Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Im Vergleich zur Vorlage geht 1984 allerdings die latente Gefahr und die Wahnwitzigkeit ab, auch das trostlose Ende hätte effektvoller gestaltet werden können. Dennoch ist die Romanverfilmung sehenswert, gerade wegen der tollen Darsteller, die ihren Figuren viele Nuancen verleihen. |
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| 20.000 Jahre in Sing Sing |
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Die Mischung aus hartem Gefängnisfilm und Melodram gelingt Casablanca-Regisseur Michael Curtiz teilweise: 20.000 Jahre in Sing Sing räumt beiden Elementen genug Platz ein und profitiert bei seinen Charakteren enorm von den guten Leistungen von Spencer Tracy und Bette Davis. Die Geschichte wirkt etwas altmodisch und ist teilweise vorhersehbar, sodass die Spannung zu kurz kommt, das Finale ist allerdings gelungen. Durch die kurze Laufzeit besitzt der Film ein ordentliches Tempo und ist über die volle Spielzeit unterhaltsam. Mit einer besseren Dramaturgie hätte der Film das Zeug zum Klassiker gehabt, die Geschichte ist jedoch wenig effektvoll inszeniert. |
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| 2001 - Odyssee im Weltraum |
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Nicht umsonst gilt 2001 - Odyssee im Weltraum als ein Meilenstein des Science-Fiction-Genres. Es ist absolut erstaunlich, wie zeitlos Kubricks Film ist. Das klassische Design wirkt auch heute noch kein bisschen altbacken, die Effekte sind ebenso sehenswert wie die beispielhafte Montage, die epische Musik und die grandiosen Bilder. Technisch ist 2001 somit durchgehend überzeugend. Inhaltlich hat Kubrick ein Werk geschaffen, das verschlüsselt und distanziert daherkommt und damit ein gewisses Grundinteresse beim Zuschauer aufbauen kann, sodass der Film trotz seiner Überlänge nicht langweilig ist. Aufgrund seiner klinischen Tonalität ist es stark von jeweiligen Rezipienten abhängig, ob 2001 Emotionen weckt oder kalt lässt. |


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| 2012 |
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Der größte Makel von 2012 ist vielleicht gar nicht die erschreckend schwache Charakterzeichnung, die dünne Handlung schrammt ebenfalls gerade noch an der Grenze des Ertragbaren. Es ist der symbollastige Größenwahn, der Emmerichs Filme seit jeher durchzieht. Grundsätzlich werden die teuersten Autos zerstört, die höchsten Bauwerke, der größte Flugzeugträger... Diese Plakativität ist nicht auszuhalten. Ebenfalls schrecklich ist die digitale Optik von 2012, die, sobald sich Menschen im Bild befinden, unplastisch und unnatürlich wirkt und dann auch schlechte Effekte offenbart. 2012 ist kein Katastrophenfilm, sondern eine Katastrophe von Film. |
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| 2:37 |
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Eine australische Highschool. Ein toter Körper. Die Frage an den Zuschauer, wer sterben wird. Mittels äußerst elegischer Kameraarbeit werden gekonnt einige problembehaftete Teenager voller Zweifel und Ängste vorgestellt, die Beziehungen zueinander ausgelotet, die Probleme beleuchtet, während die latente Tragik mehr und mehr zunimmt. Dabei nutzt das Drehbuch die üblichen Teen-Klischees, bleibt aber stets wahrhaftig. Gleichzeitig spitzt sich 2:37 immer weiter zu, steigert sich zu einem spannenden Finale, das schockiert und offenbart, dass der Film nicht einfach nur eine Geschichte für das Publikum, sondern um den Zuschauer herum erzählt, ihn mit einbezieht und letztlich bloßstellt. Unmittelbarer kann ein Film nicht sein, 2:37 ist ein enorm effektvolles, kleines Meisterwerk. |


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| 21 Gramm |
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Jeder Mensch hat einen schwachen Punkt. Das zeigt dieser Film gnadenlos und baut von Anfang an eine erdrückende Atmosphäre auf, die jede Hoffnung zu absorbieren scheint. Interessant ist die unchronologische, episodenhafte Erzählweise, die keine bloße Spielerei ist, sondern geschickt herkömmliche Dramaturgien umschifft und das Publikum zwingt, sich mit dem Plot auseinander zu setzen. Die Geschichte wirkt zwar bisweilen etwas konstruiert, aufgrund der vielen Stärken des Films ist dies jedoch zu verschmerzen. Großartig sind die Darsteller: Penn, Watts und del Toro spielen äußerst überzeugend und intensiv. 21 Gramm ist ein sehr gelungenes Drama, das in jeder Minute fesselt. |
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| 25 Stunden |
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25 Stunden ist ein sehr zurückkgenommenes, ruhiges Drama, dass den Charakteren den Großteil der Spielzeit widmet. Dies können die Darsteller gut nutzen, insbesondere Edward Norton zeigt mal wieder eine eindringliche Leistung. Die Geschichte selbst ist leider wenig dramatisch, sondern stagniert über weite Strecken. Eine Entwicklung der Figuren findet nur spärtlich statt, das Geschehen wird handwerklich souverän, aber etwas distanziert eingefangen, sodass einige Längen die Folge sind. |
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| 28 Days Later |
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Toll ist die eindringliche Atmosphäre des Anfangs, die entstehen kann, weil Regisseur Boyle sich ausreichend Zeit nimmt, das menschenleere London effektvoll zu bebildern. Leider driftet 28 Days Later dann zu schnell in das Genre-Einerlei ab und endet daher wenig überraschend recht typisch. Der düsteren Stimmung stehen die eindimensionalen Charaktere gegenüber, dem schönen Setdesign das eher schwache Drehbuch. Alles in allem ist 28 Days Later ordentliche Genrekost, aber durchschnittlich. |
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| 28 Weeks Later |
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Generell orientiert sich 28 Weeks later an seinem Vorgänger; es ist löblich, dass die Geschichte des Erstlings konsequent fortgeführt wird. Dabei erreicht Teil II allerdings nie die anfängliche Intensität von 28 Days Later, was vor allem an der Geschichte liegt, die sich kein bisschen von all den anderen Filmen dieser Art unterscheidet und sehr vorhersehbar geraten ist. Spätestens in der zweiten Hälfte wird Abstand von dem gerade im Vorgänger noch fokussierten Realismus genommen. So ist 28 Weeks Later eine typische Fortsetzung und nicht ganz auf dem Niveau des Vorgängers, kann sich nicht von anderen Filmen des Genres abheben. |
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| 30 Days Of Night |
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30 Days Of Night besticht vor allem durch seine großartig düstere Atmosphäre. Die Bildgestaltung ist szenenweise sehenswert und die Ausgangssituation der Handlung schafft eine interessante Basis für die Geschichte. So ist gerade der Beginn recht stimmig, im weiteren Verlauf gerät 30 Days Of Night jedoch zu einer Enttäuschung, weil das Drehbuch die abstrusesten Logikfehler bereithält, unplausibel ist und jegliche Spannung zerstört. Das ist insbesondere wegen einiger gelungener Einzelnmomente durchaus schade. Auch die Dialoge sind wenig überzeugend, zumindest die Darsteller sind solide. |
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| 300 |
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300 schwelgt vor allem in seiner digitalen Ästhetik, den computergenerierten Bildern, die szenenweise durchaus zu gefallen wissen. Inhaltlich ist 300 dagegen pathetisches Genrekino, ein Film der Schauwerte, der narrative Schwächen aufweist und kaum Wert auf Charaktere oder Geschichte legt. Die Action ist, von den übermäßigen CGI-Effekten abgesehen, durchaus ansehnlich, doch insgesamt ist 300 viel zu schlicht, um wirklich fesseln zu können. |
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| 36 Stunden |
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Die Grundidee ist unverbraucht und hat Potenzial, das erste Drittel ist gelungen und macht Lust auf mehr, leider verflacht der Plot im Laufe des Films, die Auflösung enttäuscht etwas, auch das Finale ist unspektakulär und wenig spannend. James Garner, Rod Taylor und Eva Marie Saint spielen recht überzeugend, die Charaktere sind interessant geschrieben, die Inszenierung hingegen wirkt etwas bieder. Dies hätte durch Spannung kompensiert werden können, doch da fehlen dem Drehbuch die dramatischen Momente, die routinierte Regie von George Seaton kann dem auch nicht abhelfen. |
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| 39,90 |
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39,90 nutzt die Methoden der Werbung, um gegen ebenjene anzugehen, der ganze Film ist laut, bunt und schrill, voll verlockender Slogans und peppger Ideen. Die Optik des Films schwankt zwischen Musikvideo und Animationsfilmen. Gelungen sind die Dialoge, die Charaktere sind skurril und für den einen oder anderen Lacher gut, wenn man mit zynischem oder schwarzem Humor etwas anfangen kann. Sehr gelungen sind auch die Enden (Ja, Plural!). Allerdings verhält es sich mit 39,90 wie mit so manchem Werbespot: Er hat eine sehr kurze Halbwertzeit, nach einer Stunde hat man genug, da reicht der aufgepeppte Look nicht mehr und die Inhaltslosigkeit wird dem Zuschauer bewusst. Dies ist nicht gut für den Unterhaltungswert, unterstreicht jedoch die Beliebigkeit der heutigen Werbebotschaften. |
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| 44 Minuten |
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Der aus einer wahren Geschichte basierende Film 44 Minuten ist überaus misslungen: Die Story ist äußerst simpel und ideenlos gestaltet, nutzt dabei sogar noch Unmengen an Klischees und bietet folgerichtig enorm flache Charaktere. Wäre wenigstens die Action ansehnlich; doch auch hier enttäuscht 44 Minuten auf ganzer Linie. So ist der Film trotz seiner kurzen Laufzeit wenig unterhaltsam, darüber hinaus jedoch auch in seiner Aussage wenig gelungen: Im Grunde ist 44 Minuten eine Hommage an den einfachen (amerikanischen) Polizisten, was pathetisch proklamiert wird und sauer aufstößt. |
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| 491 |
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Das schwedische Jugenddrama 491 löste zum Zeitpunkt seines Erscheinens heftige Kontroversen aus, was selbst aus heutiger Sicht keineswegs verwunderlich scheint. Was mit anarchischer Aufsässigkeit beginnt endet mit Zuhälterei, Sodomie und Tod. Dabei ist Sjömans Film von Anfang bis Ende recht überzeichnet und etwas konstruiert, verdeutlicht aber auf exemplarische Weise die Kluft zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen, zwischen Erziehung und Manipulation. Dabei geht 491 allerdings jegliche Spannung ab, da das Geschehen recht dokumentarisch und kühl gehalten ist und sein Publikum somit nicht berührt. |
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| (500) Days Of Summer |
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(500) Days Of Summer erzählt eine übliche Independentfilm-Geschichte, unterlegt mit dem üblichen Indipop und den üblichen Dialogen. Gelungen ist die Idee der chronologisch-unkonventionellen Inszenierung, die aber nicht konsequent genug genutzt wird. So ist die verspielte Form der einzige Punkt, in dem sich (500) Days Of Summer von ähnlichen Werken abhebt, inhaltlich ist der Film hingegen vollkommen durchschnittlich, bietet nichts Originelles. Sympathisch sind die Darsteller, die aufgrund ihrer schlichten Charaktere nicht glänzen können, den Film durch ihr natürliches Charisma aber auf eine locker-leichte Ebene bringen. So bietet der Film insgesamt in allen Belangen nette Unterhaltung, die schnell wieder vergessen ist. |
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| 5x2 - Fünf mal Zwei |
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Der Film von Francois Ozon ist narrativ überaus interessant, weil er nicht nur in fünf zeitlich getrennte Episoden gegliedert ist, sondern darüber hinaus chronologisch rückwärts erzählt wird: Die Geschichte eines Paares beginnt mit der Trennung und endet mit dem Kennenlernen, dazwischen wird die Entwicklung der Liebenden an exemplarischen Stationen dokumentiert. Aufgrund der dokumentarischen Inszenierung ist dies wenig emotional, die Distanz zu den Figuren lässt jedoch viel Interpretationsspielraum, regt dazu an, über den Verlauf der Beziehung zu diskutieren und den Zeitpunkt des Scheiterns zu bestimmen. Dennoch erweist sich die kühle Atmosphäre als Stimmungskiller und sorgt dafür, dass die Protagonisten stets Fremde bleiben, lässt ihr Handeln zudem szenenweise wenig nachvollziehbar erscheinen. |
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| 8 Blickwinkel |
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Die Grundidee ist ja gar nicht mal so schlecht. Auch die Darsteller sind solide. Was 8 Blickwinkel allerdings jegliche Mittelmäßigkeit verwehrt ist das Drehbuch mit seinen Ungereimtheiten bösen Logikfehlern, vor denen der Film nur so strotzt. Da wird jeglicher Ansatz von Spannung und Atmosphäre in rasanter Inszenierung zunichte gemacht, weil die Welt des Films in unglaubwürdigen Bahnen verläuft und bei aufmerksamen Zuschauern nur ungläubiges Staunen auslöst. Zudem vermag es das Drehbuch nicht, den immer wieder gleichen Momenten etwas Neues abzuringen, sodass der Film redundant wirkt, bis das schlechte Finale den Zuschauer endlich erlöst. |
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| 8½ |
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8½ ist ein stark autobiographischer Film eines Regisseurs ohne Ideen über einen Regisseur ohne Ideen. Angesichts der Thematik, der Spieldauer von 138 Minuten und der unkonventionellen Inszenierung, in der Traum, Realität und Film vermischt werden, erfordert Fellinis Klassiker einiges an Geduld und Interpretationsvermögen. Handwerklich ist 8½ gelungen, die kontrastreichen Schwarz-Weiß Bilder entfalten eine Sogwirkung, die von der Kameraführung unterstützt wird. Trotzdem ist der Film zu überfrachtet mit Figuren, Motiven und Handlungssträngen. Trotz des vielen Leerlaufs fasziniert 8½ jedoch, lädt zum Enträtseln ein, wenn man nicht unterhalten werden will. |
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| 88 Minuten |
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Ein Thriller bei dem nach einer halben Stunde klar ist wie er ausgeht: Zu keinem Zeitpunkt überraschend oder spannend, zeigt 88 Minuten perfekt wie ein schlechter Thriller auszusehen hat. Schade um den unterforderten Pacino, der aus seiner Rolle nichts machen kann. Regisseur Avnet hat kein Händchen für das Thrillergenre, kann nicht einen Hauch von Spannung generieren, findet keinen Rythmus, erzeugt keinen Druck, lässt das Publikum völlig kalt und wird dabei vom uninspirierten Drehbuch unterstützt. |
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| 8MM |
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8MM ist Joel Schumachers bester Film: Obwohl die Figuren recht klischeehaft geraten sind überzeugt sein Werk mit düsteren, farbarmen Bildern und dichter Atmosphäre. Die Darsteller sind solide, tragen bisweilen etwas dick auf, überzeugen aber szenenweise, wie auch das Drehbuch, das nicht gerade subtil ist. Hintergründigkeit ist auch nicht Schumachers Stärke, formal ist 8MM dagegen überraschend gut, allein die Inszenierung des Finales beweist dies. Insgesamt ist der Film somit leicht überdurchschnittlich und funktioniert als Genrefilm recht ordentlich. |
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| 9 Songs |
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Michael Winterbottom erzählt mit 9 Songs eine alltägliche Liebesgeschichte, allerdings gab es einige Kontroversen wegen der Art, wie er dies tut. 9 Songs ist gegliedert durch 9 live gespielte Lieder in der Brixton Academy in London, von Indie-Rockbands wie Franz Ferdinand oder Primal Scream, dazwischen sehen wir ein Paar, meistens beim Geschlechtsakt, beim davor und danach, ohne viele Worte. Der Zuschauer kann einiges interpretieren, darf Voyeur sein, insbesondere beim explizit dargestellten Sex. Da in 9 Songs nicht viel gesprochen wird kommt den Bildern eine größere Bedeutung zu, sie zeigen die Nähe und das spätere Entfremden der Protagonisten. Darüber hinaus bietet 9 Songs aber nicht viel, zu wenig Anteil nimmt man als Zuschauer trotz der intimen Einblicke in das Leben anderer. |
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| 96 Hours |
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Rasant ist die Action, die 96 Hours bietet, in diesem Punkt enttäuscht der Film nicht. Die Handlung ist schwach, doch auch das nimmt man in diesem Genre noch in Kauf. Doch die Perspektive, in die der Film den Zuschauer wirft ist sehr fragwürdig, völlig ernst gemeint werden sämtliche Werte im wahrsten Sinne des Wortes weggeschossen, der "Held" wird niemals hinterfragt, 96 Hours wirkt wie eine unreife Teenagerfantasie. Neesons Ausstrahlung ist einer der wenigen Pluspunkte, davon abgesehen ist der Film handwerklich in Ordnung, inhaltlich dagegen wenig gelungen, die Figurenzeichnung bedenklich.
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