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Kafka Die Idee, Kafkas Biographie mit Elementen aus seinen Erzählungen zu verknüpfen ist gut, die Umsetzung allerdings nicht werkgetreu, insbesondere die zweite Hälfte unpassend geraten und hat mit den Motiven der Geschichten nichts mehr zu tun, stattdessen gibt es einen uninspirierten Plot mit Längen. Jeremy Irons spielt dagegen wie gewohnt sehr überzeugend und sympathisch, das Setdesign und die Optik des Films können sich ebenfalls sehen lassen. Die letztlich dünne Handlung und die dramaturgischen Schwächen lassen viel Potenzial ungenutzt.
Katzelmacher Fassbinders Portrait einer Gruppe junger Erwachsener passt sich seinem Sujet an: genau wie das Leben seiner Protagonisten verläuft Katzelmacher überaus langsam, langweilig, ereignislos. Viele Momente sind austauschbar. Es gibt nichts, worüber es sich zu reden lohnt. Der Film ist heute noch genauso aktuell wie zur Zeit seiner Entstehung. Er mahnt eindrücklich, sich dem Teufelskreis aus Arbeits- und Antriebslosigkeit zu entziehen und gleichzeitig, nicht willkürlich Feindbilder zu erschaffen, die das eigene Versagen kaschieren. Obwohl sich der Film nicht in den hysterischen Gewässern einiger anderer Werke von Fassbinder befindet ist er doch recht anstrengend und verlangt viel Geduld.
Katzenmenschen ('42) Katzenmenschen ist entgegen des ersten Eindrucks weniger ein Gruselfilm, sondern mehr ein Melodram mit Versatzstücken und Motiven des Horrorgenres. Dabei lässt es das Drehbuch lange offen, ob die Ereignisse des Films übernatürlicher Natur sind. Wunderbar unterstützt wird dieser Zwiespalt durch die sehr gelungene Bildgestaltung, in der effektvoll und sehenswert mit Licht und Schatten gespielt wird. Über zwei Drittel funktioniert Katzenmenschen über die sich steigernde Grundspannung, doch dann verpasst es das Drehbuch, dem Plot konsequent zu steigern. Gerade deshalb ist das Finale eher enttäuschend und hinterlässt wenig Eindruck. Katzenmenschen verschenkt hier Potenzial.
Kick Ass Klar Kost für Comicfans: Kick Ass bietet dabei ironischerweise dasselbe wie alle Comicverfilmungen, der Versuch, auf augenzwinkernde Weise über das eigene Genre zu reflekteren scheitert bereits nach der ersten Viertelstunde. Was bleibt sind groteske Charaktere, brutal-übertriebene Gewaltdarstellungen und viel schlichter Humor - das ist alles recht kurzweilig und bunt inszeniert, aber schnell wieder vergessen. Dies liegt vor allem an der Handlung, die vorhersehbar daherkommt, nach den üblichen Mustern verläuft und nicht überzeugen kann.
Kids Der bekannteste Film von Larry Clark ist auch sein Bester: Die Handlung hat Inhalt und regt zu Gesprächen an, die Atmosphäre der Kulturkreise der Jugendlichen Mitte der Neunziger Jahre wurde perfekt eingefangen und die Jungdarsteller machen ihre Sache sehr gut (Karrierestart von Rosario Dawson und Chloë Sevigny). Die Dialoge sind realistisch, die Machart des Films, in groben, bunten Bildern, teilweise mit Handkamera gedreht, gibt dem Ganzen den letzten Schliff und lässt Kids absolut authentisch wirken.
Kids - In den Straßen New Yorks Seine autobiographischen Jugenderinnerungen verarbeitete Dito Montiel in einem Buch, dessen Verfilmung er als Regisseur gleich selbst in Szene setzte. Dabei überrascht, wie der Regiedebtant stets den richtigen Ton trifft und seine Erfahrungen keineswegs verklärt oder subjektiv färbt, vielmehr ist Kids stets auf Augenhöhe seiner Protagonisten. Die dabei entstehende Atmosphäre ist recht stimmig, inhaltlich fehlt hingegen ein Ergebnis. Montiel zeigt seine Kindheit, ohne daraus etwas abzuleiten oder ein Fazit zu präsentieren, weshalb Kids zwar ohne Schwächen ist, aber etwas banal daherkommt.
Kikujiros Sommer Entgegen seiner sonstigen Gewohneiten nutzt Kitano in Kikujiros Sommer mal nicht das Gangstermilieu für seine Geschichte, sondern inszenierte eher im Stil des Road Movie. Seine Hauptrolle spielt er gewohnt lakonisch, wirklich humorvoll wird Kikujiros Sommer allerdings kaum, weshalb der Film eine sehr niedrige Spannungskurve aufweist und viele Längen. Es fehlt einfach eine richtige Geschichte, der Film besteht aus vielen austauschbaren Einzelszenen und wird auch nicht durch Kitanos sonst so übliche Actionszenen gebrochen, sodass die wenigen anrührenden Situationen den einzigen Pluspunkt darstellen.
Kill Bill Truffauts Die Braut trug schwarz trifft auf Lady Snowblood: Einmal mehr bedient sich sich Quentin Tarantino bei den unterschiedlichsten Filmen und kreiert daraus ein in jedem Moment stilsicheres Werk mit unzähligen Verweisen und Zitaten sowie einem grandiosem Soundtrack. Die Inszenierung ist überaus gekonnt und bietet viele sehenswerte Einstellungen und stete Dynamik. Zudem weist Tarantinos Drehbuch wie gewohnt schöne Dialoge und memorable Momente auf, was die Spannungskurve in jedem Moment im oberen Bereich hält. Das Finale ist ein Fest für Genrefans und macht Kill Bill zu einem der besten Actionfilme.
Kill Bill II Nach dem furiosen ersten Teil konzentriert sich Kill Bill II darauf, die Vorgeschichte weiter auszuleuchten und die Charakterzeichnung zu vertiefen. Dabei ist die Narration jedoch nicht mehr so geschlossen wie beim Vorgänger, was Teil II bisweilen etwas sprunghaft wirken lässt. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ auf die Spannung aus, weil Tarantinos Dialoge hochgradig gelungen sind und viel Suspense erzeugen. Zudem weist die Fortsetzung pointiert eingesetzte Actionsequenzen auf, die zwar weniger blutig, aber genauso gekonnt wie beim Vorgänger inszeniert sind. Das Finale ist in seiner subtilen Tonalität hervorragend konzipiert und bietet einen gelungenen Abschluss der beiden Filme.
Killing Words Der spanische Psychothriller Killing Words hat einige gelungene Elemente: der Psychopath ist glaubhaft böse und sehr charismatisch von Darío Grandinetti gespielt, auch die gelungenen Dialoge tragen zur Bedrohlichkeit der Figur bei. Die Charakterzeichnung der Heldin kann da nicht ganz mithalten, das große Manko des Thrillers ist aber der Plot, der keine fesselnden Szenen bereithält und mit einem ganz schwachen Ende enttäuscht. Killing Words ist insgesamt recht unterhaltsam, aber auch uninspiriert, ein solides Kammerspiel ohne große Höhepunkte oder Überraschungen.
Killing Zoe Regisseur Roger Avery ist Co-Autor des Pulp Fiction-Drehbuchs, für Killing Zoe trieb Avery seinen Stil auf die Spitze: skurrile Charaktere, groteske Dialoge, einige Gewalt und unscharfe Bilder mit vielen Farbfiltern. Somit ist Killing Zoe folgerichtig über sein Ziel hinausgeschossen, ist einfach zu bunt, zu wild, dabei oft langatmig, insbesondere da die Handlung mit einem Satz zusammenzufassen ist. Einzig den Darstellern merkt man die Spielfreude an, weitere positive Punkte kann Killing Zoe nicht für sich verbuchen, da jegliche Selbstironie fehlt. 
Killshot Man muss Killshot zu Gute halten, dass er das Ergebnis ist zwischen vielen Querelen zwischen Produzenten und Team, ist zurechtgeschnitten und geschliffen worden. Herauskam ein vorhersehbarer Standardthriller, der nur durch seine Darsteller gefällt. Lane, Rourke und Jane überzeugen durch Präsenz, jedoch ohne sich zu überanstrengen. Nur Gordon-Levitt kann sein Talent ab und an aufblitzen lassen. Durch die lieblose Inszenierung und die vorhersehbare Handlung kommt Interesse nie wirklich auf. Die Action ist einfallslos und lahm, auch das Finale enttäuscht, die Charaktere lassen den Zuschauer kalt.
Kinder des Olymp Kinder des Olymp ist filmgewordene Poesie. Unter abenteuerlichen Verhältnissen entstanden, zeichnet Marcel Carnés Klassiker ein Zeitbild eines längst vergangenen Paris. Großartig ist das Drehbuch, dass den Zuschauer mit wunderbarer Charakterzeichnung verwöhnt, selbst die Nebenfiguren besitzen mehr Profil als die Hauptcharaktere anderer Filme, werden zudem von den Darstellern gut gespielt. Auch die Dialoge sind sehr gelungen. Die Bilder bezeugen das große Können von Regie, Kamera und Set-Design, die Geschichte ist bewegend und trotz der Laufzeit von 3 Stunden jederzeit spannend und mitreißend. Kinder des Olymp ist schlicht ganz großes Kino.

King Kong und die weiße Frau Das ikonographische Original, das zahllose Filme nach sich zog, ist auch nach mehr als 70 Jahren noch ein sehenswerter Film. Die Stop-Motion-Tricktechnik ist zwar mit heutigen Sehgewohnheiten erkennbar, sieht aber wunderbar aus und bezaubert nach wie vor. Die Tricktechnik aus dem Jahr 1933 ist erstaunlich gut gealtert und in Verbindung mit den tollen Bauten und der gelungene Beleuchtung immer noch effektvoll. Zwar sind Dialoge und Plot zu einfach gestrickt und auch die Schauspieler nicht immer überzeugend, die Inszenierung ist hingegen gelungen, was auch auf die Filmmusik von Max Steiner zutrifft. Angesichts des Alters überrascht zudem die dargestellte Brutalität, die die melodramatischen Aspekte des Films kontrastiert.
King Of California Michael Douglas ist die treibende Kraft des Films, er spielt den verrückten Charlie herrlich skurril, ungewöhnlich angesichts Douglas' üblicher Rollenwahl. Die Nebendarstellerin Evan Rachel Wood gefällt auch. Leider wurden die guten Ansätze nicht zu einer homogenen Geschichte zusammengefügt, einige Einzelszenen sind gelungen, andere hemmen den Erzählfluss, die Dramaturgie ist sehr unausgereift. Da die Handlung auch nicht recht überzeugen kann hängen die liebevoll geschriebenen Charaktere in der Luft, King Of California wird zunehmend langweilliger.
Kleine Morde unter Freunden Das Spielfilmdebüt von Danny Boyle vereint viele britische Filmtugenden: Der Humor ist trocken und schwarz, die Charaktere sind ein wenig versnobt und recht verschroben, die Inszenierung ist anfangs karg, nutzt dann aber den Raum den die Handlung bietet. Die erste Hälfte ist dabei überzeugend und unterhaltsam, die Figuren sind interessant, der Plot unkonventionell. Leider kann Kleine Morde unter Freunden die Spannung nicht halten, der zweite Teil des Films ist zäh geraten, trotz der lobenswerten Konsequenz des Drehbuchs herrscht zuviel Leerlauf, den auch die guten Darsteller nicht überspielen können.
Kleines Herz in Not
Ein kleiner Junge muss die Geheimnisse von Erwachsenen bewahren und mit seinen unsicheren Moral kämpfen, als er dann sogar noch von der Polizei verhört wird - Kleines Herz in Not ist szenenweise durchaus rührend und vermag zum Ende hin auch die Last, die der Junge verspührt, zu vermitteln. Erzählerisch ist der Film allerdings eher solide und Reeds Regie ist routiniert, sodass Kleines Herz in Not wenig fesselnd geraten ist. Auch die Darsteller sind durchaus passabel, aber auch wenig prägnant.Sehr gelungen ist hingegen das Setdesign, dass die Welt der Erwachsenen aus Sicht des Kindes anschaulich wiedergibt.  
Kiss Kiss Bang Bang Kiss Kiss Bang Bang ist eine augenzwinkernde Verbeugung vor dem klassischen Film Noir. Das Genre wird in jedem Punkt verändert, ohne dass der Kern verloren geht. Die Charaktere sind wunderbar geschrieben, die Dialoge humorig, ein ernster Unterton trotzdem vorhanden, nebenbei gibt es Seitenhiebe auf Hollywood und Klitschees. Die Darsteller spielen ebenfalls mit einem Augenzwinkern, das gefällt. Die Handlung ist typisch Noir und spannend bis zum Schluß, insgesamt ist Kiss Kiss Bang Bang schöne Unterhaltung.
Kiss Of The Dragon Kiss Of The Dragon ist einer jener Filme, die komplett auf ihren Hauptdarsteller zugeschnitten sind. Doch leider ist eben dieser Schnitt der Hauptkritikpunkt: die schnellen Schnitte, die vielen Kameraperspektiven verschleiern nämlich genau das was sie eigentlich hervorheben sollten: Jet Lie ist ein begnadeter Artist, schnell und elegant, was durch die Schnitttechnik nicht wahrzunehmen ist. Die Handlung ist genretypisch einfach, die Action solide, eine positive Erwähnung wert ist Tchéky Karyo, der die penetrant nervende Bridget Fonda ausgleicht.
Komm und sieh! Elem Klimows Klassiker ist der beste der realistischen Antikriegsfilme, verzichtet auf überhöhte Stilmittel und zeigt den Krieg aufgrund des dokumentarischen Anstrichs wahrhaft grausig. Dass die Hauptfigur ein Junge ist, der durch Blut und Schlamm waten muss, ist umso eindrücklicher und vermittelt ein Gefühl für die Schrecken des Krieges. Natürlich erfordern die 146 Minuten Spielzeit etwas Geduld, doch Komm und sieh! ist freilich kein Film, der der Unterhaltung dient. Klimow ist ein erschreckendes Mahnmal geglückt, das nach dem grandios montierten Schlussbildern ein geschocktes Publikum zurücklässt.
Konflikt Das Werk von Curtis Bernhardt erschien zur Blütezeit der schwarzen Serie und erinnert in Aufbau und Inhalt der Geschichte an die Filme von Alfred Hitchcock. Das Drehbuch spielt stimmungsvoll mit Schein und Sein und erzeugt damit einiges Suspense. Die Auflösung ist allerdings zwar schlüssig, jedoch wenig befriedigend und etwas zu simpel geraten. Humphrey Bogart spielt die Hauptrolle eines perfiden Mörders wunderbar und stellt die tragende Kraft des Werkes dar. Als Mysterykrimi funktioniert Konflikt somit auf leidlich unterhaltsame Art und Weise, das gewisse Etwas fehlt jedoch.  
Kontroll Der ungarische Film Kontroll spielt komplett in der Budapester Metro. Die schrägen Figuren und Situationen erinnern an die Filme von Jeunet und Caro, die eigentlich interessante Handlung um einen Mörder in der U-Bahn wird kaum gezeigt, stattdessen reiht Kontroll viele mit plattem Humor und unsympathischen Figuren angereicherte Einzelszenen aneinander. Dabei geht einiges Potenzial verloren und eine düstere Atmosphäre kommt nicht auf. Die Regie von Nimród Antal ist zwar unkonventionell, aber etwas ziel- und zügellos. Die unbekannten Darsteller dagegen spielen engagiert.
Kopfgeld Kopfgeld wird von seinen Darstellern getragen: Gibsons Charakterwandlung wird für den Zuschauer sichtbar, der Höhepunkt ist Gary Sinise, der den Antagonisten mit Präsenz spielt. Ob man die laue Handlung moralisch fragwürdig findet ist jedem selbst überlassen, Fakt ist, dass Kopfgeld leider wenig spannend ist, auch die wenigen Actionszenen können nicht überzeugen. Die Nebencharaktere sind Ballast, der Film zu voraussehbar.
Kubrick, Nixon und der Mann im Mond Kubrick, Nixon und der Mann im Mond ist kein großer Film, die Laufzeit beträgt auch gerade mal 50 Minuten und doch ist das Konzept ausgezeichnet und muss gewürdigt werden. Die Dokumentation mit wahrhaft erstaunlichen Fakten über die Zusammenarbeit Kubricks mit der NASA überzeugt vor allem durch die meisterlichen Zusammenschnitte der Interviews und vermittelt seine Botschaft spätestens beim Abspann, dürfte bei Eingeweihten aber von Anfang an für einige Schmunzler sorgen und ist neben der tollen Medienkritik auch unterhaltsam.  
Kuroneko Die Geschichte beginnt brutal, wird dann mysteriös und düster und schließlich übernatürlich, nur um sich auf reale Tragiken zu konzentrieren - Kaneto Shindos Film Kuroneko versteht es, mehrere Sujets geschlossen zusammenzufügen - und schöpft daraus auch seine Kraft. Er entwickelt subtilen Grusel, durch die unfokalisierte Erzählweise erkennt das Publikum Zusammenhänge, bevor es die Protagonisten tun, woraus eine gelungene Grundspannung resultiert. Großartig sind die düsteren, unwirklichen Bilder, die Kuroneko eine zeitlose Aura des Bösen verleihen und auch heute noch für dichte Atmosphäre sorgen. Zwar wirkt der Film bisweilen etwas altbacken, gefällt aber durch seine thematische Vielfalt und die effektvolle Bildmontage.



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