| Nachtasyl |
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Kurosawas Adaption vom Maxim Gorkys Theaterstück ist äußerst pessimistisch und schafft es sehr gut, gleich ein halbes Dutzend Charaktere vielschichtig und glaubhaft zu beschreiben. Dies liegt neben den guten Darstellern an den realistischen Dialogen und der Tatsache, dass der gesamte Film auf dem Gelände des Nachtasyls spielt, die Figuren durch die räumlichen Grenzen zusammenführt und es dem Publikum ermöglicht, die verschiedenen Situationen der Protagonisten zu überdenken. Wohl auch aufgrund der trübsinnigen Atmosphäre ist Nachtasyl dabei wenig unterhaltsam, trotz seiner zwei Stunden Laufzeit treten aber keine größeren Längen auf. |
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| Nachtgestalten |
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Nachtgestalten erzählt von einigen Personen in einer Nacht in Berlin und schlägt dabei Töne zwischen Humor und Tragik an, die Charaktere sind alle recht unkonventionell gestaltet. Regisseur Dresen behandelt in den Episoden hauptsächlich Glück und Unglück sowie soziale Thematiken, letztere aber ohne moralischen Zeigefinger, der Zuschauer wird zu eigener Meinungsbildung angeregt. Nachtgestalten ist durchaus kurzweilig, die Episoden sind leider nur wenig miteinander verbunden, die Darsteller spielen glaubwürdig, die Handlung ist allerdings zu schlicht, erzählt wenig. |
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Nachts unterwegs
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Nachts unterwegs spielt im Milieu von Lastwagenfahrern: Was als Truckerballade beginnt, endet als klassischer Krimi. Diese beiden Elemente fügen sich gut zusammen, was vor allem an der ordentlichen Charakterzeichnung liegt. Außerdem hat der Film mit Raft, Bogart und Lupino gleich drei Sympathieträger zu bieten. Trotzdem will sich die Atmosphäre nicht so recht entfalten, Nachts unterwegs ist durchgängig solide, aber zu konventionell und vorhersehbar geraten. Spannung kommt daher nicht auf, sodass das Werk von Raoul Walsh das Interesse des Zuschauers nicht durchgängig erhalten kann, zumal wesentliche Plotelemente bereits fünf Jahre früher in Archie Mayos Stadt an der Grenze Verwendung fanden. |
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| Nackt |
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Mike Leighs Film Nackt zeichnet das Portrait eines Menschen, der in der Großstadt London verloren ist, ein Taugenichts, der durch die Straßen wandelt und keine Ziele oder Pläne hat. Dementsprechend ist die Handlung mehr eine Collage aus Einzelszenen, die teilweise eine dichte Atmosphäre aufweisen und interessant sind, einige Male aber auch wenig fesseln. Großartig ist das Spiel von Hauptdarsteller David Thewlis, der den seltsamen Tramp hervorragend und authentisch verkörpert und den gesamten Film entscheidend prägt. Nackt ist unkonventionell, es fehlt aber ein Aufbau, der den 120 Minuten eine Richtung gibt, Nackt wirkt zwischenzeitlich immer mal wieder etwas zusammenhanglos.
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| Nackt und zerfleischt - Cannibal Holocaust |
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Der reißerische Titel deutet es bereits an - Nackt und zerfleischt ist Exploitationkino der harten Sorte. Wegen der fragwürdigen Brutalität, den verurteilenswerten realen Tiertötungen und der platten Charakterzeichnung sorgt der Film auch heute noch für Kontroversen. Sehr gelungen ist allerdings die Inszenierung: die dokuhaften Szenen werden als echt verkauft - diese Methode wurde der breiten Masse erst 20 Jahre später durch Blair Witch Project bekannt. Die bösartigen Szenen gehen an die Nieren und wirken realistisch, Nackt und zerfleischt ist unheimlich atmosphärisch, man sollte aber wissen auf was man sich einlässt. |
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| Naked Lunch |
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Nach der als unverfilmbar geltenden Romanvorlage von William S. Burroughs schuf David Cronenberg seine eigene Version der Geschichte, hüllt die fragentarische Geschichte in eine passende Optik, die aus dem konventionellen Anfang einen irren Trip hervorsprießen lässt. Die subjektiven Wirren des Protagonisten werden ordentlich eingefangen, doch das Erzähltempo ist sehr gering, der Handlungsfluss sehr unstet, sodass Naked Lunch viel Geduld voraussetzt, den Zuschauer dafür jedoch nie belohnt und somit insgesamt recht unbefriedigend ausfällt. |
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Nanuk, der Eskimo
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Robert J. Flahertys Nanuk, der Eskimo gilt mit seinen 79 Minuten als erster langer Dokumentarfilm. Die unter widrigen Umständen gefilmten Aufnahmen sind ein interessantes Zeitdokument, allerdings von Flaherty nicht nur dokumentiert, sondern auch inszeniert worden. Der Regisseur ließ die Eskimos angewiesene Dinge tun und filmte dann mit, auch änderte er für zu modern befundene Elemente des Eskimolebens. Trotzdem ist Nanuk, der Eskimo ein interessantes Stück Film, das heutzutage jedoch nur noch kulturellen Charme hat und nicht zu unterhalten weiß. |
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Near Dark
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Kathryn Bigelows Debütfilm ist zwar ein Vampirfilm, behandelt im Grunde aber universelle Themen wie Liebe, Selbstfindung und Freundschaft. Daher geht es weniger um Kreuze und Weihwasser, sondern um die Entwicklung der Charaktere innerhalb der Grenzen ihrer Welt. Dieser untypische Umgang mit seinem Thema gefällt, die Handlung ist aber weder sonderlich spannend noch interessant, Near Dark hat keine Story zu erzählen, sondern fügt er viele kleine Momente zusammen, sodass ein Bild der Umstände der Protagonisten entsteht, aber keine Geschichte. |
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| Needful Things |
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Eines der besten Bücher von Stephen King wurde solide verfilmt: die grundlegende Handlung wurde erfreulicherweise recht behutsam gekürzt, die vielen Nebencharaktere zumindest recht brauchbar charakterisiert. Auch die Darsteller gefallen, insbesondere Max von Sydow glänzt mit diabolischem Charme, gegen den Ed Harris nicht anzuspielen vermag. Leider ist die Inszenierung zwar routiniert, aber erzeugt überhaupt keine Spannung, kann nicht fesseln und lässt das Potenzial der fesselnden Vorlage ungenutzt. |
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| Network |
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Es ist wirklich erstaunlich wie weitsichtig Network sein Sujet behandelt, denn auch nach über 30 Jahren hat der Film noch nichts von seiner Aktualität verloren, die Medienkritik greift noch immer (oder mehr denn je). Lumets Inszenierung gestaltet sich jedoch reichlich behäbig, sodass Network zu keinem Zeitpunkt die Dynamik seines Sujets vermittelt und folgerichtig gerade in der zweiten Hälfte Längen entstehen, die von den sehr guten Darstellern und den teilweise bissigen Dialogen nicht durchgängig überspielt werden können. So ist die Intention von Network zwar lobenswert, die Umsetzung hingegen zu dröge geraten. |
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| Next Door |
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Next Door orientiert sich sehr stark an den Filmen von David Lynch und Roman Polanski, kann aber zu keinem Zeitpunkt mit den Vorlagen mithalten. Die Handlung wirkt unausgegoren und ist zudem, bei entsprechender Vorkenntnis der Vorbilder, recht vorhersehbar. Die Inszenierung ist ebenfalls eine schwache Kopie und hat nie ein Gefühl für Bilder und Emotionen. Diese Mankos sollen scheinbar durch die recht expliziten Darstellungen von Sex und Gewalt wett gemacht werden, dieser platte Versuch scheitert aber. Trotz der kurzen Laufzeit ist Next Door eher nervig als fesselnd und schnell wieder vergessen. |
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| Niagara |
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Der späte Film Noir von Henry Hathaway wirkt zunächst seltsam anachronistisch durch die bunten, untypischen Technicolorfarben, die dem Film retrospektiv einen leicht angestaubten Look verleihen. Dass die Exposition eher schleppend verläuft bestätigt diesen Eindruck zunächst. Doch hinter der bunten Glasur versteckt sich ein neurotischer Thriller, der von Hitchcock und Clouzot geprägt ist, im Mittelteil schlagartig interessant wird und auch handwerklich einiges zu bieten hat; Höhepunkt des Films ist eine eindrucksvoll inszenierte Mordszene, die im Gedächtnis bleibt. Auch die Besetzung mit Monroe und Cotten kann sich sehen lassen, obgleich die Figurenzeichnung immer dicht am Klischee verläuft. Leider ist das letzte Viertel enttäuschend gestaltet und kein bisschen spannend. Niagara ist für Film Noir-Fans aufgrund seiner unkonventionellen Art sehenswert und unterhaltsam, besitzt jedoch auch klare Schwächen. |
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| Nightmare On Elm Street - Mörderische Träume |
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Freddy Krügers erster Auftritt ist als Auftakt der langlebigen Serie Kult, kann jedoch nicht überzeugen. Zwar gibt die Figur des Antagonisten einiges her, doch gerade hier wird viel Potenzial verschenkt. Von Krüger abgesehen hat Nightmare On Elm Street nichts zu bieten, besitzt keine Spannung, kann nicht gruseln und ist insgesamt viel zu ideenlos gestaltet. |
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| Nikita |
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Dass Nikita ein gelungener Thriller geworden ist liegt vor allem daran, dass das Hauptaugenmerk des Drehbuchs nicht auf der Geschichte, sondern auf den empathisch geschilderten Charakteren liegt. Auch die Schauspieler sind überzeugend: Anne Parillaud gefällt in der Hauptrolle, doch insbesondere Tchéky Karyo hinterlässt mit seiner eiskalten Aura einen bleibenden Eindruck. Die wohldosierten Actionsequenzen sind mitreißend in Szene gesetzt, mit Hochspannung kann Bessons Werk allerdings nicht glänzen, zudem fallen einige Plausibilitätsschwächen auf. Die memorable, tragische Schlussszene und die düstere Grundstimmung helfen über die kleinen Schwächen hinweg. |
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| Ninotschka |
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Dass Billy Wilder am Drehbuch schrieb ist schnell erkennbar, die Dialoge sind spitz und treffsicher, das Tempo der Handlung recht hoch. Die Gegenüberstellung vom Kapitalismus und Kommunismus, zusammengeführt von der Liebe, bietet reichlich Gagpotenzial, dass durchaus genutzt wird. Greta Garbo zieht den Zuschauer mit ihrer Ausstrahlung in den Bann, ihre Figur ist bei weitem die interessanteste. Regisseur Lubitsch ließ ihr den nötigen Freiraum, trotzdem ist Ninotschka straff inszeniert und in jedem Augenblick unterhaltsam und gefällt trotz der Vorhersehbarkeit. |
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| No Man's Land |
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Die Idee ist wunderbar, der Bosnienkonflikt wird direkt den beiden Protagonisten aufgeladen, die Sinnlosigkeit des Krieges wird so offensichtlich und greifbar gemacht. Viele kleine humoristische Seitenhiebe untermalen dies und sorgen für etwas Kurzweil. Insgesamt ist No Man's Land aber leider zu brav geraten, die letzte Konsequenz lässt der Film vermissen, wirklich unbequem wird das Sujet nicht behandelt. Der Humor findet auch nur punktuell statt. Überzeugend sind die natürlich wirkenden Darsteller und die unterhaltsamen Dialoge. |
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| Nobody Knows |
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Die Geschichte ist erschreckend, der Zuschauer muss mitansehen, wie das Leben der Charaktere bergab geht. Das könnte spannend sein, traurig oder wütend machen, doch genau das schafft Nobody Knows nicht, obwohl die Kinderdarsteller sehr überzeugend sind und die dokumentarähnliche Inszenierung den Zuschauer direkt an die Charaktere lässt. Dies geschieht allerdings aus einer sezierenden Perspektive, emotional bleibt der Film recht kühl. Aufgrund der Laufzeit von 140 Minuten ist der Einstieg sehr lang ausgefallen, leider vermag es Nobody Knows nicht, über eine bloße Zustandsbeschreibung hinaus zu gehen. |
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| Noch Zimmer frei |
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Noch Zimmer frei ist eine Kombination aus Screwballkomödie und Krimi, wirkt aber nicht stimmig zusammengesetzt. Aufgrund der humoristischen Elemente ist die spät und etwas plötzlich einsetzende Krimihandlung nicht ernstzunehmen, gleichzeitig ist die plumpe Komik nur szenenweise lustig, weshalb der Film insgesamt nur durchschnittlich ist. Im Gegensatz zur eindimensionalen Figurenzeichnung und dem formlosen Plot wissen die Darsteller zu überzeugen. Lemmons körperbetontes Spiel wertet den Humor auf, Fred Astaire beweist sein Charisma in einer Nebenrolle. |
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| Noises Off! Der nackte Wahnsinn |
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Noises Off! gefällt vor allem durch den cleveren Aufbau der Geschichte: Da der Film komplett auf und hinter einer Theaterbühne spielt, bauen die Akte aufeinander auf und entfalten ihre Komik durch die Antizipation des Zuschauers. Wird im ersten Akt noch das (für sich schon amüsante) Theaterstück selbst vorgestellt, erlebt das Publikum im zweiten Akt die brüllend komischen Pannen hinter der Bühne, was im finalen Drittel letztlich völlig auf die Spitze getrieben wird. Zwar läuft der Schluss etwas aus dem Ruder und wirkt nicht immer pointiert, davor bietet Noises Off! jedoch eine enorme Fülle von Gags, die perfekt getimt stakkatoartig auf das Publikum niederprasseln und stetig ins Ziel treffen, dabei Dialogkomik, Wortwitz, Slapstick- und Screwballelemente zu einem insgesamt absolut famosen Film vereinen, der von Anfang bis Ende äußerst komisch ist. |
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| Nosferatu, eine Symphonie des Grauens |
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Mehr als 85 Jahre ist Murnaus Stummfilmklassiker schon alt und die Zeit ist nicht spurlos vorrübergegangen. Zwar gefallen die Sets und Kulissen und Max Schrecks zeitlos-zurückhaltendes Spiel ist auch heute noch effektvoll, die langsame Inszenierung erfordert jedoch Geduld. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass Stokers Geschichte von Dracula unzählige Male verfilmt worden ist und so nicht überraschen kann. Atmosphärisch kann Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens auch heute noch überzeugen, die schöne Bildgestaltung und das niedrige Tempo kommen der bleiernen Grundstimmung zugute. Auch das Finale weiß zu gefallen. |
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| Nosferatu - Phantom der Nacht |
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Das Remake von Murnaus expressionistischen Klassiker orierentiert sich stark an der Vorlage, kann dessen Bilder aber nur in sehr biederer Aufmachung kopieren. Überhaupt fehlt es Herzogs Film an Schwung, die trockene Inszenierung lässt keine Gruselstimmung aufkommen. Besser ist da das Spiel von Kinski, das zwar nicht an die expressiven anderen Darstellungen, wie etwa in Fitzcarraldo, heranreicht, aber durch die charismatische Zurückhaltung zu gefallen weiß. Das im Vergleich zum Original angeänderte Ende ist ebenfalls gut, kann den biederen Eindruck aber nicht maßgeblich ändern. |
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| Nothing |
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Nach Cube und Cypher widmete sich Vincenzo Natali Nothing, der wieder, typisch für den Regisseur, interessante Bilder und eine etwas andere Story aufweist. Der Stil ist comichaft, die Handlung entwickelt sich schnell und hebt sich von Anfang an von anderen Filmen ab. Was aber nach kurzer Zeit bleibt sind zwei Protagonisten, die, nachdem sie die ganze Welt weggewünscht haben, alleine sind in einem unendlich weiten, weißen Raum. Doch dann weiß Natali eine Stunde lang nichts zu erzählen, langweilt mit öden, nerdigen Gags und beschränkt sich auf gute Kameraarbeit. |
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| Nostalghia |
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Nostalghia ist vielleicht der sperrigste Film von Regisseur Andrei Tarkowski, bietet aber großartige Bilder, die szenenweise an Tarkowskis Meisterwerk Stalker erinnern. Das niedrige, meditative Tempo des Films erfordert in Verbindung mit der Handlungsarmut höchste Geduld des Zuschauers. Die Crux des Werkes ist es, dass die ausgeprägte Symbolik, die Metaphern und autobiographische Einflüsse ohne Detailwissen um den Filmemacher kaum zu entwirren sind und Nostalghia folglich langatmig und unbefriedigend erscheint, obwohl der Film formal außerordentlich präzise und konsequent gehalten ist. |
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| Nuit Noire - Die schwarze Nacht |
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Der belgische Film Nuit Noire ist klar von Kafka und Lynch beeinflusst, scheitert allerdings kläglichst bei dem Versuch, ähnlich surreale-beklemmende Alptraumwelten zu schaffen. Der Film übertreibt es munter mit unzähligen Symboliken und inhaltslosen, dafür willkürlich inszeniert wirkenden Szenen, die bereits nach kurzer Zeit erkennen lassen, dass Lynchs narrative Konstrukte nicht kopiert werden können. Trotz des soliden Handwerks ist Nuit Noire ein lahmes, pseudo-gehaltvolles Machwerk, das außer vermeintlich bedeutungsschwangeren Bildern und etwas plakativer nackter Haut nichts zu bieten hat. |
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| Nur die Sonne war Zeuge |
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Das Original zu Der talentierte Mr. Ripley war die erste Verfilmung der Romane von Patricia Highsmith. Der Film startet ohne Einleitung, weshalb der Zuschauer einige Eingewöhnungszeit benötigt. Die Darsteller sind gut, Alain Delon strahlt in der für ihn typischen Rolle einige Coolness aus. Im Gegensatz zum Remake hält sich Nur die Sonne war Zeuge nicht ganz und gar an die Buchvorlage, die Schlusspointe gefällt aber trotzdem. Die eine oder andere Länge ist enthalten, die Inszenierung wirkt nicht immer optimal, die Atmosphäre ist aber sehr gelungen und hilft ein wenig darüber hinweg. |
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| Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss |
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Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss ist eine beißende Kritik an Sensationslust und Entertainment und somit auch heute noch höchst aktuell. Schnell greift die Atmosphäre auf den Zuschauer über, zu Beginn des Tanzmarathons ist eben auch das Filmpublikum erwartungsfreudig, im Laufe des Films tritt die Unmenschlichkeit zutage und gibt Stoff zum Nachdenken, das Finale ist überraschend und hart. Auch wenn das letzte Drittel einige Längen aufweist -angesichts der Handlung vielleicht nötig- ist der Film sehenswert und bietet aufopferungsvoll spielende Darsteller und viel Dramatik, gehört zu den besten Vertretern des New Hollywood. |
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