| Paisà |
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Der Mittelteil von Roberto Rossellinis neorealistischer Weltkriegstrilogie ist ein recht typischer Vertreter seiner Filmströmung, wurde vollständig an Originalschauplätzen gedreht, zudem ohne künstliche Beleuchtung und mit vielen Laiendarstellern. Dies verleiht Paisà einen stark dokumentarischen Anstrich und sorgt retrospektiv dafür, dass der Film ein (film)historisches Dokument seiner Zeit darstellt und das Leben im Nachkriegsitalien auch für heutige Generationen nachfühlbar schildert. Von diesem Anspruch abgesehen gefällt Paisà vor allem inhaltlich weniger: die sechs unzusammenhängenden Episoden lassen den Film fragmentarisch wirken, die einzelnen Geschichten sind teilweise zu klischeehaft und wenig interessant. Bedingt durch die zweistündige Laufzeit entstehen so einige Längen. |
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Panic Room
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Panic Room ist ein grundsolider Thriller, angesichts des exzellenten Regisseurs ist dies aber sehr enttäuschend. Handwerklich ist Panic Room recht gut, die Kameraarbeit und die Bilder sind gelungen, zeitweilig ist der Film recht atmosphärisch und die Darsteller mühen sich. Die Handlung ist allerdings enttäuschend und uninspiriert, die Charaktere bleiben flach, Spannung kommt kaum auf und das Finale ist vorhersehbar und schlicht langweilig. Panic Room ist Finchers schlechtester Film, der dank des manchmal aufblitzenden Könnens der Beteiligten insgesamt durchschnittlich ist. |
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| Panzerkreuzer Potemkin |
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Sergej Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin ist ohne Zweifel ein wegweisender Klassiker der Filmgeschichte. Die schlichte, leninistisch-gefärbte Handlung ist bemerkenswert in ihrer Figurenzeichnung ohne Hauptdarsteller, eine ganze Menschenmasse nimmt die Hauptrolle für sich in Anspruch. Durch kurzzeitig hervorgehobene Einzelschicksale (u.a. die berühmte Szene des Kinderwagens auf der Treppe von Odessa) wird die Dramaturgie generiert. Auch handwerklich setzte der Film Maßstäbe, sowohl Kamera, als auch die gute Schnitt- und Montagetechnik sind beachtlich, Panzerkreuzer Potemkin ist wohl einer der dynamischten Stummfilme, kann inhaltlich aber nicht überzeugen. |
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| Papillon |
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Einige Makel hat Papillon durchaus: Im Versuch, den Film episch zu gestalten blieb nach dem Schnitt eine Lauflänge von 2,5 Stunden, die der Film gerade im Mittelteil nicht immer unterhaltsam ausfüllen kann, auch das Pathetische ist szenenweise zu dick aufgetragen. Dennoch ist Papillon ein sehenswerter Film, der klassische Themen wie Freiheitdrang behandelt, aber spätestens am Ende berührt. Großartig sind die beiden völlig unterschiedlichen Hauptdarsteller McQueen und Hoffman, auch die dreckigen Bilder gefallen, auch die Dialoge sind wunderbar und bleiben in Erinnerung. |
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| Paranoid Park |
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Gus Van Sants Paranoid Park ist eine logische Fortsetzung seiner Triologie des Todes und sprengt mal wieder narrative und inszenatorische Muster. Der Zuschauer wird in das Leben des Protagonisten hineingeworfen, ohne Vorkenntnis, beobachtet den Alltag des Jugendlichen und merkt schnell dass etwas nicht stimmt. Van Sant führte seine Regie sehr gekonnt, lässt den Zuschauer lange im Unklaren und ändert das Muster seiner Erzählweise unangekündigt, lässt die finale Entwicklung einfach weg und fällt dem Zuschauer mit der eigentlichen Erklärung in den Rücken. Das ist klasse gemacht, dazu gefällt Paranoid Park auch mit der tollen Kameraführung, dem gelungenen Score und der ausgeglichenen Inszenierung. Die Dialoge wirken realistisch, die Charaktere ebenso, die jungen Darsteller machen ihre Sache gut. |
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| Paris, je t'aime |
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Paris, je t'aime besteht aus 18 Kurzfilmen, die alle in Paris spielen und unter Mitarbeit von einigen namenhaften Regisseuren entstanden sind. Interessant sind die vielen unterschiedlichen Genres: Es gibt eine Vampirgeschichte, schwarzen Humor, Alltägliches, natürlich Geschichten von der Liebe und auch Fantastisches. Bei der Masse an Beiträgen sind Qualitätsschwankungen unvermeidbar und unterliegen oftmals dem persönlichen Geschmack. So ist Paris, je t'aime ein Film mit Höhen und Tiefen, in den zwei Stunden sind aber einige Durchhänger zuviel vorhanden; weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.
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| Passwort: Swordfish |
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Die Eröffnungszene ist grandios gefilmt und gibt dem Zuschauer sofort einen Zugang zu Handlung und Charakteren. Die Darsteller mühen sich, die Figuren sind allerdings etwas zu einfach gehalten. Das große Manko ist die Handlung, vor allem wenn die realitätsfremden Hackeraktivitäten visualisiert werden verliert Passwort: Swordfish seine Glaubwürdigkeit. Auch Spannung kommt kaum auf, das Ende ist ein solider Abschluss, insgesamt fehlt dem Film eine gute Handlung, ebenso wie Charaktere und Spannung, das ist zu wenig für einen Thriller. |
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| Patton - Rebell in Uniform |
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Patton erzählt eine amerikanische Erfolgsgeschichte, zeichnet das Portrait eines exzentrischen Unangepassten, der zwischen Genie und Wahnsinn wandelte. Satte drei Stunden nimmt sich Regisseur Schaffner Zeit, doch dass der Film nie wirklich langatmig wird und dass der Patriotismus kaum stört liegt an der humorvollen Art, mit der der Film den Krieg und seine Hauptfigur präsentiert. Das Drehbuch hat unzählige amüsante Dialoge parat und auch etwas Situationskomik, gleitet dabei aber niemals in platte Albernheiten ab, sondern schaffft es viel mehr, gerade in der zweiten Hälfte über den Humor hinweg ins Innere der Hauptfigur zu sehen. Diese wird von George C. Scott in der Rolle seines Lebens großartig und sehr charismatisch verkörpert. |
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| Paul - Ein Alien auf der Flucht |
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Die Grundidee ist nett und das Tempo derart hoch, dass Paul - Ein Alien auf der Flucht ein kurzweiliger Film geworden ist, trotzdem ist Mottolas Werk bestenfalls solide. Der Grund ist einfach: Paul ist einfach nicht lustig genug, wirklich gute Gags bleiben Mangelware, stattdessen hält das Drehbuch die üblichen, flachen Nerd- und Kifferwitze und viel Gefluche bereit. Fans des Sci-Fi-Genres werden sich über die unzähligen Verweise auf E.T., Star Trek und weitere Klassiker freuen. Die Animation der Hauptfigur ist gelungen, die deutsche Synchronisation durch Bela B. dagegen weniger, da dieser jegliche Selbstironie vermissen lässt und sehr eindimensional klingt. |
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Payback - Zahltag
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Auf dem sehenswerten Point Blank mit Lee Marvin basierend schuf Regisseur und Drehbuchautor Brian Helgeland einen sehenswerten Neo Noir. Mel Gibson erweist sich als Idealbesetzung und gibt den eiskalten, zynischen Protagonisten erstaunlich charismatisch, das konsequente Drehbuch ist genauso überzeugend wie die urbane Bildgestaltung. Payback hat zwar dramaturgische Schwächen, gefällt aber in seiner Geradlinigkeit, seinen hard-boiled Dialogen und die sparsam dosierte Action. Der düstere Grundcharakter des Film bewog die Produzenten, den Film an den Massengeschmack anzupassen, Regisseur Helgeland wurde entlassen. Sein konsequenter Directors Cut ist der etwas bombastischeren Kinofassung vorzuziehen, schlecht ist diese aber auch nicht. |
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| Paycheck |
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Auf einer Vorlage von Philip K. Dick beruhend, schneidet Paycheck einige interessante Ideen an, bleibt allerdings in jedem Moment oberflächlich, was insbesondere bei der Figurenzeichnung negativ auffällt. Mit Spannung kann Paycheck auch nicht glänzen. Überraschend ist die schlichte Inszenierung: Dass John Woo hier tätig war merkt man nur in den Momenten, in denen der Filmemacher sich selbstzweckhaft selbst zitiert. Aus der anfänglich kurzweiligen Schnitzeljagd entwickelt sich schnell ein Standardthriller auf solidem Niveau, aber ohne besonders positive Merkmale. Die namenhaften Darsteller spielen routiniert, aber ohne Charisma. |
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| Perdita Durango |
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Perdita Durango ist ein Beispiel für die Reihe von Filmen, die beim Versuch, Tarantino zu kopieren, gnadenlos scheitern. Um die fehlende Klasse zu kaschieren wurde die Gewalt gesteigert, Perdita Durango überschreitet dabei völlig die Grenzen des guten Geschmacks. Mord und Vergewaltigung wird sehr unreflektiert als cool und hip inszeniert, moralisch äußerst fragwürdig und schlicht inakzeptabel. Der Film ist überdreht und gehaltlos, gewollt schräg, lässt aber unzählige Qualitäten vermissen, die gute Filme ausmachen. Perdita Durango ist Kino der schlechtesten Sorte und sollte dringend gemieden werden. |
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| Performance |
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Filmgrammatisch ist Nicolas Roeg ein außerordentliches, ganz interessantes Werk geglückt, mit messerscharfem und suggestivem Schnitt, bizarrem Set-design, von allen Konventionen losgelöster Montage und hypnotischen Bildern. Roegs Stilwillen prägt jede Szene, doch inhaltlich lässt Performance etwas ratlos zurück, bieten unzählige Dopplungen, Schleifen und Ellipsen, die die Charaktere unerreichbar für den Zuschauer machen. Selbiges gilt für die Darsteller, die sich mühen, mit ihren Auftritten aber jenseits von gut und böse agieren. Performance ist ein anspruchsvoller, fordernder Film mit handwerklichem Reiz, lässt sich aber nur schwer entschlüsseln und ist daher recht unbefriedigend. |
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| Persona |
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Handwerklich ist Persona ohne Zweifel einer der interessantesten Filme Bergmans. Nicht nur die unkonventionelle Montage, auch die Kameraarbeit von Sven Nykvist ist grandios. Inhaltlich versperrt sich Persona dem Publikum hingegen von Anfang bis Ende, bietet unzählige Symbole, Metaphern und Eigenheiten, ohne auch nur entfernt ein großes Ganzes zu ergeben. Die Rätselhaftigkeit mag den besonderen Reiz des Films ausmachen und zahlreiche Filmemacher inspiriert haben, lässt den Zuschauer aber völlig außen vor und wirkt immer mal wieder recht selbstzweckhaft. |
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| Peter's Friends |
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Peter's Friends ist einer dieser seltenen Filme, die in ihrem Verlauf höchst unterschiedlichste Emotionen auslösen. Dem charmanten Anfang weichen spannende Dialoge und eine interessante Handlung, die Charaktere entwickeln sich fortwährend und geben nach und nach einen Blick hinter ihre Fassaden preis. Bis dahin gibt es so einige Lacher, im letzten Drittel überwiegen dann die ernsten Töne, das Finale setzt dann noch einen oben drauf. Nicht nur die Darsteller sind famos, auch das Drehbuch schafft den Spagat zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit. Peter's Friends ist ein imponierender Film, da er den Zuschauer dasselbe durchleben lässt wie seine Protagonisten und definitiv zum Nachdenken anregt über die wichtigen Dinge des Lebens. |
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| Pforten der Nacht |
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Drei Jahre nach Marcel Carnés Meisterwerk Kinder des Olymp schuf der Regisseur mit Pforten der Nacht ein Melodram, das noch klar vom poetischen Realismus geprägt ist, aber bodenständiger und realistischer daherkommt. Die Handlung ist recht schlicht geraten und nicht besonders spannend, das interessanteste Element ist das personifizierte Schicksal, das als überhöhte und scheinbar allwissende Figur das Geschehen kommentiert. Die Handlungsstränge fügen sich am Ende passend zusammen, es fehlt aber an Spannung und interessanten Dialogen. |
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| Phantom Kommando |
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Schwarzeneggers Frühwerk besitzt einiges Trashpotenzial. Der gesamte Film ist auf den Hauptdarsteller zugeschnitten, Tiefgang ist von Anfang an nicht zu erwarten. Zudem sind unzählige Anschlussfehler vorhanden, lächerliche Dialoge und einiges an nicht ernstzunehmender Action. Wer sich daran nicht stört wird bestens unterhalten, wer handwerklich oder inhaltlich gute Actionfilme bevorzugt sollte um Phantom Kommando angesichts seiner vielen Schwächen einen Bogen machen. |
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| PI |
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Darren Aronofskys Regiedebüt ist beeindruckend sicher inszeniert. Der Regisseur versetzt sein Publikum in eine unergründliche Welt und vermag es gleichzeitig, ihm den sonderbaren Protagonisten nachvollziehbar vorzustellen. Nach der Exposition greift Aronofsky den Zuschauer konsequent an, der nervenzerfetzende Score und die bizarren, in kontrastreichem Schwarz-Weiß gehaltenen Bilder beweisen viel inszenatorisches Geschick. Dramaturgisch ist PI ausbaufähig, eine nachhaltige Erfahrung stelt der Film aber aufgrund seiner Qualitäten trotzdem dar. Gelungen ist das Finale, das herkömmliche Lösungen umgeht. |
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| Picknick am Valentinstag |
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Der Score mit klassischer Musik und Panflötenspiel erzeugt zusammen mit den ausschweifenden, teils gemäldereifen Bildern eine traumartige Atmosphäre, die sich allerdings nicht lange halten kann, wenn man über den Inhalt nachzudenken beginnt. Picknick am Valentinstag bietet in diesem Punkt nämlich, abgesehen von symbolhaften Bildern und biblischen Verweisen, absolut gar nichts, ist ein Film zum Fühlen. Wer dem nichts abgewinnen kann wird sich aufgrund der losen Struktur und der spärlichen Dialoge stark langweilen. |
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| Pickpocket |
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Während seine Regiekollegen die Nouvelle Vague etablierten, widmete sich Robert Bresson seinem eigenem Stil, Pickpocket ist einer seiner bedeutensten und besten Filme. Angelehnt an Dostojewskis Schuld und Sühne ist die Geschichte des Taschendiebs Michel trotz der kurzen Laufzeit bewegend. Die Laiendarsteller unterstützen den dokumentarischen Charakter des Films, in dem dem waghalsigen Diebstähle ungeheuer fesselnd sind und die Pointe der Handlung rührend ist. Pickpocket ist ein zu unrecht unbekannter Klassiker des französischen Kinos. |
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| Pigs And Battleships |
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Mit Pigs And Battleships zeichnet Regisseur Shohei Imamura ein düsteres Bild des Nachkriegsjapans, das sich, besiegt und entkräftet, in einem chaotischen Zustand befindet. Trotz dieser kritischen Betrachtungsweise verfügt Pigs And Battleships über einige Ironie, was dem der japanischen neuen Welle zugehörigen Film trotz seiner negativen Grundhaltung eine bisweilen fast lockere Atmosphäre verleiht. Der Nachteil dieser dem Unterhaltungswert zuträglichen Kontrastierung ist, dass die tatsächlichen Befindlichkeiten der japanischen Nachkriegsgesellschaft kaum nachfühlbar gemacht werden. Imamuras Message lässt zwar keine Zweifel daran, dass die Japaner im Vergleich zu den ausländischen Siegermächten lediglich im Unrat lebende Schweine darstellen, doch entwickelt sich daraus keine Betroffenheit oder Tragik.
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| Pitfall |
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In Pitfall vermischt Regisseur Hiroshi Teshigahara Kriminalstück, Gesellschaftskritik und Geistergeschichte zu einem unkonventionellen Ganzen. Die Geschichte um einen Mann, der nach seiner Emordung als Geist aufersteht, um den Grund für die willkürlich erscheinende Tat zu ergründen, gefällt durch subtile Lakonie und das zu lüftende Mysterium. Letzeres besitzt einigen Interpretationsspielraum, lässt politische Lesearten ebenso zu wie übernatürliche und ist hervorragend in Szene gesetzt. Die Kameraarbeit ist wunderbar und verleiht den Bildern etwas Überhöhtes, Märchenhaftes. Dies erzeugt allerdings auch eine gewisse Distanz, sodass das dem Publikum entrückte Geschehen emotional wenig fesselt, obwohl der Film in jedem Moment interessant bleibt. |
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| Pixote - Asphalt-Haie |
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Bereits zwanzig Jahre vor City Of God realisierte Regisseur Hector Babenco ein Jugenddrama, in dem die Problematik der Millionen Jugendlichen in den brasilianischen Armutsvierteln behandelt wird. Von Anfang an wird eine hoffnungslose Grundstimmung erzeugt, die teils drastischen Bilder sind wirkungsvoll, die realistische Aufmachung ist gelungen. Der ersten Hälfte folgt eine schwächere zweite, die sowohl in Inszenierung als auch inhaltlich nicht die Dichte des Anfangs halten kann und zum Ende hin etwas verpufft, anstatt mit einem Höhepunkt zu enden. Für Fans von ungeschminktem Sozialkino dennoch zu empfehlen. |
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| Plan 9 aus dem Weltall |
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Ed Woods Plan 9 aus dem Weltall ist ein Kultfilm, weil er so schlecht und unfreiwillig komisch ist. Es gibt alle Arten von Filmfehlern: Tag und Nacht wechseln ständig, Gegenstände verändern ihre Plätze, Requisiten wackeln oder kippen um. Die Dialoge sind haarsträubend, die Leistungen der Darsteller sind grottig, der Plot steht dem in nichts nach. Das ist anfangs recht amüsant, doch im Grunde nicht so kurzweilig, dass der Zuschauer wirklich unterhalten wird, nach dem ersten Drittel langweilt der Film schlicht - ein schlechter Film bleibt eben ein schlechter Film. |
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| Planet der Affen ('68) |
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Die Idee, der Planet der Affen zu Grunde liegt ist genial, hat man die sehr langatmigen und überflüssigen ersten zwanzig Minuten überwunden wird man schnell gezwungen, über menschliche Verhaltensweisen nachzudenken. Diese Selbstreflexion lässt den Zuschauer den gesamten Film über nicht mehr los. Planet der Affen ist spannend und interessant, die Handlung nie vorhersehbar. Das Ende ist dann allerdings etwas abrupt und lässt den Film unfertig wirken. Die Botschaft ist bis dahin selbstverständlich angekommen, das Ende der Geschichte wurde aber einfach nicht erzählt. |
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| Planet Terror |
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Die Grindhousekino-Hommage von Robert Rodriguez generiert das Trashflair seiner Vorbilder mit den Möglichkeiten aktuellster Technik, großem Budget und gelungenen Effekten. Dennoch wirkt Planet Terror wunderbar altmodisch und bietet in allen Belangen konsequentes Genrekino für Fans. So bietet das Drehbuch viele Nebenfiguren, einen grob zusammen geschusterten Plot, markige Dialoge und so einige skurrile Einfälle. Rodriguez' Film verläuft von Anfang bis Ende rasant, ist für Genrefreunde enorm unterhaltsam und gefällt durch die vielen bekannten Darsteller. Sofern die Ströme von Blut nicht abschrecken, bietet Planet Terror kurzweilige Unterhaltung auch technisch hohen Niveau, mit Humor und satter Action. |
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| Platoon |
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Oliver Stones Antikriegsfilm beweist seine große Stärke in der eindringlichen Charakterzeichnung. Das Script vermag es, auch den vielen Nebenfiguren Profil zu verleihen, weil ihnen Raum gegeben wird, sich zu entfalten. So hat Platoon unypisch viele "kleine" Szenen, die aber erst für dich dichte Atmosphäre sorgen. Der Cast der jungen Wilden ist beachtlich, gerade Hauptdarsteller Charlie Sheen hat aber einige Probleme, sich gegen die guten Nebendarsteller zu behaupten. Aufgrund der vielen Pluspunkte von Platoon sind das etwas ideenlose Setdesign und der kleine Schuss Pathos zu verschmerzen, Platoon ist aufgrund seiner universellen Thematik zeitlos und funktioniert bei jeder Sichtung hervorragend. |
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| Point Blank ('67) |
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Point Blank ist ein straighter Thriller mit einem wunderbar kalten Lee Marvin in der Hauptrolle. Die Handlung ist schlicht und konzentriert sich auf das Understatement, die Dialoge sind gelungen und die Action unterhält bis zum Finale. Der stoische Protagonist ist Sympathieträger, Point Blank wird nie langweilig und ist auch handwerklich gelungen. Regisseur Boormans Montagetechnik und die Inszenierung erinnern eher an europäisches denn an amerikanisches Kino. Somit ist Point Blank (dessen Remake Payback ebenfalls sehenswert ist) ein schöner, cool reduzierter Genrefilm. |
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| Polizei greift ein |
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Polizei greift ein ist ein Film Noir, der von Regisseur Samuel Fuller unkonventionell in Szene gesetzt worden ist und einigen Einfluss auf die französische Nouvelle Vague ausübte: Bresson nutzte die Inszenierung des Taschendiebstahls für seinen Film Pickpocket, Godard zitiert einige Szenen in Außer Atem. Die Handlung ist jederzeit interessant, was vor allem an der gelungenen Figurenzeichnung, den guten Dialogen und den Darstellern liegt. Insbesondere Richard Widmark gefällt in der Hauptrolle. Zwar glänzt Polizei greift ein nicht durch besonders große Spannung und ist auch nicht so düster wie manch andere Noirs, insgesamt ist Fullers Film dennoch ein sehenswerter Beitrag zum Genre.
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| Polizeirevier 21 |
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William Wylers Kammerspiel wandelt sich nach und nach zu einem Melodram, dies funktioniert vor allem dank Kirk Douglas, der mit einem breiten Spektrum an Emotionen glänzen kann, immer überzeugend spielt. Die Handlung besteht aus mehreren kleinen Erzählsträngen, die nebeneinander und ineinander laufen, zwar fehlt es an Spannung, für Kurzweil ist dank der Darsteller und einem Augenzwinkern zwischendurch aber gesorgt. Nur die Motive der Charaktere sind nicht immer ganz nachvollziehbar, zudem bleiben einige lose Handlungsfäden zurück. |
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| Poltergeist |
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Obwohl Tobe Hopper als Regisseur genannt wird ist anzunehmen, dass Steven Spielberg maßgeblicher an dem Film beteiligt war: Er schrieb das Drehbuch und war Produzent, außerdem leitete er die Postproduktion, weshalb Poltergeist einige Stilmerkmale von Spielberg innewohnen. Die Dramaturgie ist gelungen, langsam aber stetig steigert sich Spannung und Tempo des Films und kann dabei einige Male überraschen, das effektgeladene Finale fällt dagegen etwas ab, alles in allem ist Poltergeist solide Unterhaltung der Marke Spielberg, einige Bilder bleiben aber in Erinnerung. |
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| Pontypool - Radio Zombie |
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Der kanadische Film Pontypool bedient sich des Zombiesujets, geht aber andere Wege als die üblichen Genrevertreter. Statt Action und Blut gibt es die atmosphärische Zurückhaltung eines Kammerspiels, das sich vor allem mit der Verarbeitung der Medien beschäftigt. Dass das, was wir tagtäglich hören und sehen nicht unbedingt verifizierbar ist, geschweige denn Wahrheit, ist wohl die Kernbotschaft des Films, der zum Ende hin etwas zu abgedreht ist um ernstgenommen zu werden. Durch den kritischen Unterbau, seine guten Darsteller und die in der ersten Hälfte aufgebauten Düsternis ist Pontypool aber recht unterhaltsam. |
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| Possession |
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Sam Neill und Isabelle Adjani glänzen mit ihren an fiebrigen Wahnsinn erinnernden Leistungen und passen sich damit der Atmosphäre an, die den Zuschauer sofort überollt und erst beim Abspann wieder ausspuckt. Auch die Nebendarsteller sind grandios, die Handlung dagegen erfordert einiges an Interpretationsvermögen und -willen, lässt sich nur partiell erschließen, es geht mehr um das Fühlen als um Verstehen. Ähnlich wie Cronenberg nutzt Zulawski körperliches Grauen, um den Horror im Kopf darzustellen. Possession ist ein schweres, aber magisches Werk. |


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| Predator |
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Ein Kultfilm von John McTiernan der durchgehend Action bietet. Die damals bahnbrechenden Effekte sind auch heute noch recht ansehnlich, die Charaktere einfach aber sympathisch, das Ende spannend. Schwarzenegger macht was er am Besten kann, die anderen Darsteller sind ok. Predator will keine große Story erzählen, die Action steht im Vordergrund und ist überzeugend.
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| Prestige - Die Meister der Magie |
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Prestige bietet alles was das Medium zu zeigen hat und ist nebenbei auch noch ein Zaubertrick. Die Darsteller sind bis in die Nebenrolle stark besetzt, die Handlung ist tiefgehend, die Charaktere und die Dialoge sind hervoragend geschrieben, die Bilder sind wunderbar, atmosphärisch ist Prestige dank der tollen Sets und Kostüme auch. Ein wahrlich zauberhafter Film. |
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| Primer |
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Der Low-Budget-Film Primer stellt den Zuschauer vor eine kolossale Herausforderung und erzählt auf neun verschiedenen Zeitebenen eine in sich geschlossene Geschichte. Die dokumentarisch anmutenden Szenen wirken zunächst chronologisch, entpuppen sich aber nach geraumer Zeit als alles andere als das. Zu diesem Zeitpunkt ist das Publikum aber längst verloren und dürfte Probleme haben, auch nur wenige Ebenen auseinander zu halten, geschweige denn überhaupt alle Zeitstrahlen zu erkennen. Primer ist ein sehr faszinierender Film zum immer wieder sehen, aber eben auch anstrengend und unbefriedigend, da wohl kaum jemand durch ein Begreifen belohnt werden wird. |
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| Psycho |
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In Hitchcocks oft zitiertem Horror-Klassiker glänzt vor allem Anthony Perkins, der den Norman Bates perfekt mimt. Die Inszenierung von Hitchcock ist gewohnt gut, ohne Makel. Psycho strotzt nur so vor Atmosphäre, wirkt unheimlich, die Dialoge sind sehr gut geschrieben. Nachteillig ist jedoch, dass der gesamte Film auf den Twist ausgelegt ist, zudem gibt es zu wenig Situationsspannung. Sehenswert ist Psycho aber allemal. |
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| Psycho II |
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Psycho II ist einer der besten zweiten Teile aller Zeiten und übertrifft selbst seinen Vorgänger. Dies liegt vor allem daran, dass der Nachfolger nicht wie Teil I einzig auf zwei Twists abzielt, sondern im Gegenteil hervoragend und intelligent mit dem Vorwissen des Zuschauer spielt, die Erwartungen jedoch immer wieder unterläuft. Die wendungsreiche Geschichte ist hochgradig spannend und dramaturgisch nahe an der Perfektion, bietet mehr Suspense als der Vorgänger und profitiert erneut vom Spiel von Anthony Perkins, der ambivalenter agieren kann als in Hitchcocks Werk. Zusammen mit dem Score und den bewährten Kulissen erzeugt Psycho II eine packende Atmosphäre und gefällt mit allem, was das Thrillergenre zu bieten hat - meisterhaft. |
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| Psycho III |
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Nachdem Psycho II seinen Vorgänger sogar noch übertrumpfen konnte folgte rasch ein dritter Teil, für den Hauptdarsteller Anthony Perkins im Regiestuhl Platz nahm. Dies könnte die Begründung für das Scheitern sein, denn Psycho III ist äußerst miserabel inszeniert. Die ersten Teile boten ein breites Spektrum an Ansätzen, Perkins nutzt davon nichts und ließ den dritten Teil zu einem lahmen Standardslasher mutieren, der nichts mehr mit den Vorgängern gemein hat. Spannung und Handlung sind kaum vorhanden, einzig der vertraute Charakter von Norman Bates ist ein Pluspunkt. |
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| Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt |
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Teil I der Biographie über Frankreichs bekannten Verbrecher Jacques Mesrine beginnt recht verhalten, das erste Drittel wirkt überflüssig. Dann gewinnt Mordinstinkt an Fahrt, die Charaktere werden besser beschrieben und die Schauspieler bekommen Gelegenheiten, ihr Können zu beweisen. Einmal mehr spielt der charismatische Vincent Cassel hervorragend, Depardieu gefällt in seiner Nebenrolle. Schön sind auch die realistisch gestalteten Schusswechsel, eine Seltenheit in heutigen Filmen. Situationsspannung ist vorhanden, der Plot ist allerdings bestenfalls solide, Überraschungen bleiben aus. |
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| Public Enemy No. 1 - Todestrieb |
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Todestrieb ist der zweite Teil von Public Enemy No. 1, bei dem sich Regisseur Richet nicht mehr auf die Vorgeschichte konzentrieren muss, sondern Mesrine auf dem Höhepunkt seines Wirkens zeigt. So kommt der Film wesentlich action- und temporeicher daher als der Vorgänger, was allerdings dabei völlig abhanden kommt ist die Dramaturgie: Todestrieb besitzt weder Höhen noch Tiefen, die Figuren werden nur noch über ihre Funktion beschrieben, aber nicht weiter charakterisiert. Teil II ist also kurzweiliger als sein Vorgänger, aber trotzdem eine Nuance schlechter. |
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| Public Enemies |
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Anfangs kommt Manns Stil nicht sonderlich schwerwiegend zum Tragen, nach einer Stunde beginnt Public Enemies dann aber dank Digitalvideooptik stellenweise auszusehen wie ein Rohschnitt, wirkt unpersönlich und unwirklich, schlicht nicht filmisch. Auch die Schauspieler können nicht überzeugen: Ist das Spiel von Johnny Depp zumindest souverän, kann Christian Bale sein Potenzial aufgrund seiner undankbaren Rolle überhaupt nicht nutzen, doch wenigstens die Nebendarsteller gefallen. Inszenatorisch ist Public Enemies nichts vorzuwerfen, historisch ist der Film völlig inkorrekt, ingesamt in guten Momenten unterhaltend, aber schnell wieder vergessen. |
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| Pulp Fiction |
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Vor allem die erste Hälfte ist wahrhaft grandios mit ihren Figuren, die allesamt cool sind, ohne dass es aufgesetzt wirkt, weil jede ihren Platz hat in dem Drehbuch, das mit unzähligen fesselnden Dialogen aufwartet. Im zweiten Teil sinkt die Grundspannung etwas und auch das Tempo lässt nach, doch die prägenden Charaktere überspielen die winzigen Längen und machen Pulp Fiction zu einem Werk, das die Atmosphäre der neunziger Jahre konserviert zu haben scheint und durch die clevere Montage der einzelnen Erzählstränge sowie die mit viel Stilwillen vorgetragene Erzählung ein rundum gelungendes Filmerlebnis bietet. |
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| Purple Rose Of Cairo |
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Woody Allens Purple Rose Of Cairo ist vor allem eine Hommage an die Liebe zum Kino. Darüber hinaus ist der Film jedoch nicht überzeugend. Die Geschichte verfügt zwar über eine witzige Grundidee, nährt daraus aber zu keinem Zeitpunkt eine tiefergehende Handlung, sondern übt sich in belanglosen Dialogen, die jeglichen Humor vermissen lassen und der schönen Konstellation nichts hinzufügen können. Auch die ernsteren Motive der Tragikomödie können nicht wirklich gefallen, sodass Purple Rose Of Cairo nur durch die sich mühenden Darsteller ein insgesamt gerade so solider Film geworden ist. |
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| Pusher |
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Teil I der Trilogie bietet gute Darsteller (Mikkelsen, Bodnia) und ist von Nicolas Winding Refn durchgehend realistisch inszeniert worden. Trotzdem ist die Handlund stets spannend und navigiert errichtet schnell eine bedrohliche Situation, gepaart mit zynischem Humor. Das Ende ist gelungen und bleibt der Linie des Films treu. Pusher ist eine gelungene Milieuzeichnung und zieht den Zuschauer durch die passenden Dialoge und die realistische Aufmachung schnell in seinen Bann. |
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| Pusher II |
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Pusher II bleibt den Elemten von Teil I treu und spinnt die Handlung weiter. Die übernommenen Charaktere machen die Identifikation leicht und geben dem Film Tiefe. Wie schon in Pusher ist das Milieu Kopenhagens gut gezeichnet, Mikkelsen trägt die Hauptrolle gut. Was fehlt ist aber die Story, im Gegensatz zu Pusher herrscht hier häufig Leerlauf, es fehlt die Spannung des ersten Teils. |
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| Pusher III |
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Teil III knüpft weiter an die Handlung der ersten beiden Teile an, die Hauptfigur Milo ist aber schwächer als seine Pendants in den Vorgängern. Die Handlung hat auch hier die eine oder andere Lücke, die Dynamik der ersten Teile fehlt. Am Ende driftet Pusher III dann noch sehr ab, das blutige Ende ist unnötig. Positiv anzumerken sind die Charaktere, die durch die Vorgänger profiliert sind und Tiefe haben. |
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Queimada - Insel des Schreckens
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Wie schon in Schlacht um Algier zeigen Regisseur Pontecorvo den Kampf zwischen überlegener Kolonialmacht gegen Einheimische, allerdings mit etwas naiver, deutlich marxistischer Weltsicht und offensichtlichen Bezügen zum Vietnamkrieg, der während der Dreharbeiten aktuell war. Dabei ist die Darstellung des politschen Kreislaufs und der einander bedingenden Machtverhältnisse gelungen, die Geschichte wirkt wie aus einem Guss. Das letzte Drittel ist allerdings sehr langatmig geraten und verfestigt den Eindruck, dass Queimada nicht gut gealtert ist. Marlon Brando trägt den Film recht ordentlich, hat aber nicht die Ausstrahlung anderer Rollen. |
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| Quiz Show |
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Neben den sehr guten Schauspielern überzeugt Quiz Show mit seiner Atmosphäre, die Darstellung der 50er Jahre ist überzeugend. Der kritische Blick hinter die Kulissen der Fernsehshows hat an Aktualität nichts verloren und regt zum Hinterfragen der heutigen Formate an. Obwohl Quiz Show nie ganz langweilig gerät lahmt er im letzten Drittel etwas, die Handlung entwickelt sich gemäß den Erwartungen des Zuschauers, Überraschungen bleiben aus, was wohl auch der beachtenswerten Tatsache geschuldet ist, dass Quiz Show nach einer wahren Begebenheit erzählt ist. |
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