| Sabotage |
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Sabotage gehört zu Hitchcocks erster Schaffensperiode und bietet viele typischen Elemente des Regisseurs. Der Krimiplot ist zwar nicht besonders spannend, aber ordentlich inszeniert und nicht vorhersehbar. Nach zwei Dritteln der Spielzeit sorgt die Konsequenz des Drehbuchs nicht nur für eine Überraschung, sondern bietet auch die Grundlage für einen mustergültigen Aufbau von Suspense. Weniger gelungen ist die Figurenzeichnung, da die Charaktere zu oberflächlich bleiben. Insgesamt ist Sabotage somit ein solider Film, aber kein Highlight in Hitchcocks Gesamtwerk. |
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| Sacramento |
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Bereits Peckinpahs zweiter Western beinhaltet die typischen inhaltlichen Merkmale des Regisseurs. Die Geschichte um zwei alternde Helden, die sich in Denken und Handeln stark von ihrer sich längst weiterentwickelten Umwelt unterscheiden, gefällt vor allem in eben jenen Momenten, wo dies offenkundig wird. Die Handlung selbst ist dagegen eher simpel und wird ohne große Höhepunkte erzählt, dramaturgisch verpasst es Sacramento, sein Potenzial zu nutzen, weshalb kaum Spannung aufkommt. Wunderbar sind aber die beiden alten Haudegen Randolph Scott und Joel McCrea in den Hauptrollen. |
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Samurai Fiction
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Samurai Fiction hat vielfältige Probleme: die Charaktere sind allesamt schablonenhafte Trottel, die von den völlig overactenden Schauspielern lächerlich und künstlich verkörpert werden. Das Drehbuch ist uninspiriert und wirkt unfertig, die Handlung ist uninteressant und verfügt zu keinem Zeitpunkt über Esprit. So entsteht schnell Langeweile, die nicht ein einziges Mal unterbrochen wird, die zwei Stunden Laufzeit zu einer gefühlten Ewigkeit werden lässt. Die rockige Musik ist völlig unpassend, stört aber noch nicht ganz so stark wie die ganz schwachen Dialoge. |
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| Samurai Rebellion |
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Der Samuraifilm von Masaki Kobayashi ist wie auch schon das gelungene, einige Jahre zuvor entstandene Werk Harakiri nicht auf Actionszenen hin angelegt, sondern beschäftigt sich mehr mit den feudalen Machtsystemen und -verältnissen. Die Exposition gestaltet sich ruhig und nimmt reichlich Zeit, während die zweite Hälfte dann die Kaltherzigkeit der herrschenden Klasse anprangert. Dies geschieht weniger eindrucksvoll als in Harakiri, ist auch längst nicht so spannend, aber durchgänig gut von den Darsteller gespieltn und ordentlich inszeniert. Insbesondere die mise en scène ist sehenswert. |
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| Sanjuro |
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Das Sequel zu Kurosawas Yojimbo legt mehr Wert auf die Figurenzeichnung als sein Vorgänger. Sanjuro ist kein unnahbarer, gewissenloser Antiheld, sondern setzt sich für eine Gruppe junger Samurai ein, die reichlich unbeholfen gegen eine Intrige vorgehen. So der zweite Teil in spe zwar ähnliche Motive, ist aber weitaus humorvoller und lockerer erzählt und stets mit einem ironischen Augenzwinkern versehen, dass erst durch den ernsten Schluss gebrochen wird. Trotz seiner Vorhersehbarkeit ist Sanjuro ein unterhaltsamer Film, der sehr von der Ausstrahlung von Toshirô Mifune lebt. |
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| Santa Sangre |
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Mehr denn je setzt Jodorowsky auf seine Bildsprache und wandelt direkt auf Bunuels Pfaden. Das Spiel mit Sein und Schein funktioniert, ohne dass der Zuschauer irritiert wird. Die Bilder wirken teilweise operettenhaft, die Spannung steigt allerdings nicht, was auch an der nur langsam fortschreitenden Handlung liegt. Nichtsdestotrotz ein sehenswerter, unkonventioneller Film, der dem Zuschauer Ruhe abverlangt.
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| Sasori - Scorpion |
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Der Auftakt der japanischen Sexploitationreihe nutzt seinen Handlungsort, um die üblichen Frauenknastklischees auszuschlachten, Dusch- und Quälszenen wechseln sich ab, bis es zum Häftlingsaufstand kommt und schwach in Szene gesetzte Gewalt die zweite Hälfte des Films ausfüllt. Dabei erreicht Sasori - Scorpion jedoch zu keinem Zeitpunkt die gestalterische Qualität von Vorreitern wie etwa Norifumi Suzukis Sex & Fury. Der erste Teil der Sasori-Serie reiht schlicht auf billige Art und Weise nackte Haut und trashige Gewaltszenen aneinander. Dabei vollbringt der Film das Kunststück, kein bisschen kurzweilig zu sein. |
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| Save The Green Planet! |
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Die Handlung klingt spannend, doch schon nach wenigen Minuten wird dem Zuschauer klar, dass Save The Green Planet! ein überdrehter, in besseren Momenten skurriler Film ist und der Plot dabei wohl eher Mittel zum Zweck. Auffallend ist, wie schnell und grob der Film zwischen verschiedensten Genres hin- und herspringt, es ist gewöhnungsbedürftig, der Zuschauer muss sich ständig neu orientieren. So ist Save The Green Planet zwar etwas anders, aber zu disziplin- und konzeptlos umgesetzt, ausschließlich Fans von völlig abgedrehten Filmen dürfen einen Blick riskieren. |
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| SAW II |
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Teil II erreicht erwartungsgemäß in keiner Weise das Niveau des ersten Teils. Die Darsteller sind ok, die Ausgangssituation ist interessant, Jigsaws Spiel macht neugierig. Allerdings bietet SAW II zuviel aus den üblichen Teenie-Horrorfilmen, die Spannung sinkt. Das Ende ist mit seinem Twist dagegen wieder sehr gut inszeniert und überrascht den Zuschauer. |
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| SAW III |
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SAW III legt in Punkto Blutgehalt weiter zu, die Spannung dagegen ist beständig gering. Die Charaktere, mit Ausnahme Jigsaws, sind unpersönliche Platzhalter und deren Schicksale daher belanglos. Hinzu kommt, dass der Sinn der Fallen verloren gegangen ist. Positiv ist, dass der Zuschauer mehr über die Hintergründe der ersten beiden Teile erfährt, ein Schlusstwist ist auch wieder vorhanden, wenn dieser auch nicht mehr besonders effektvoll ist. |
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| SAW IV |
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Teil IV ist einmal mehr ein Aufguß der vorherigen Filme der Reihe. Brutal wie eh und je, hofft man als Zuschauer auf Hintergründe und mehr Story, wird aber einmal mehr mit geschmacklosen Morden bombadiert. Dabei hat SAW IV das gar nicht nötig, ist doch die Pointe das ganzen fast schon nach Maßstäben eines David Fincher herbeigeführt worden, wenn auch sehr verworren und inkohärent. So bleibt SAW IV seine Daseinsberechtigung schuldig, Potenzial verschenkt. |
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Scarface - Narbengesicht
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Howard Hawks' Scarface ist eine der frühen Referenzen des Genres und eine klassische Vorlage für heutige Gangsterfilme. Angesichts des Alters ist besonders das Tempo des Films erstaunlich, Aufstieg und Fall der Hauptfigur, die sich an Al Capone anlehnt, wird rasant inszeniert und beeinhaltet keinelei Längen. Wunderbar sind die Darsteller: neben dem wie so oft grandiosen Paul Muni überzeugt auch George Raft in einer Nebenrolle. Hawks' Klassiker ist ein runder Film.
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| Scarface ('83) |
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Aufstieg und Fall eines Gangsters erzählt Brian De Palma in diesem Remake von Howard Hawks' Klassiker mit einer Figurenzeichnung, die bisweilen beinah opernhaft ist und gleichzeitig an die tragischen Figuren Shakespeares erinnert. Die wenigen, aber drastischen Gewaltszenen untermalen dies ebenso wie die Laufzeit von 160 Minuten. Al Pacino agiert in der Hauptrolle passend exaltiert und sehr charismatisch. So zählt De Palmas Remake, das einige Elemente des Originals geschickt nutzt, insgesamt zu den besten Gangsterfilmen. |
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| Scharfe Täuschung |
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Für ein gesprächreiches Kammerspiel eignet sich das Setting in eines Verhöres ausgezeichnet. Allerdings sind die Dialoge überraschend schwach, in einigen Szenen fast lachhaft, die Charaktere kommen frisch aus der Klitscheekiste und die gesamte Handlung wirkt unfertig und grob zusammengeschustert. Die Regie ist ebenfalls unpointiert, Spannung und Atmosphäre kommen überhaupt nicht auf. Wenigstens die Darsteller überzeugen in einigen Szenen, die schlechte Figurenzeichnung ist ihnen dabei aber sehr hinderlich. |
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| Schatten der Vergangenheit |
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Schatten der Vergangenheit ist einer jener Thriller, die vollkommen auf die reine Funktion ihrer Elemente aufbauen und dabei auch gut funktionieren, sofern man bereit ist, dass die Einzelteile im Nachhinein kein stimmiges Ganzes ergeben. Die Inszenierung ist effektvoll gestaltet, setzt auf mysteriöse Begebenheiten und überraschende Twists und stellt eine schöne Stilübung im Sinne Hitchcocks dar, wobei die Handlung schon recht konstruiert daherkommt, weil sie eben auf den Effekt, auf Suspense ausgerichtet ist. Unterhaltsam ist Kenneth Branaghs Film definitv, zudem gut besetzt, und somit insgesamt durchaus eine Sichtung wert, aber eben mit Schwächen. |
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| Schatten und Nebel |
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Schatten und Nebel ist eine nette Stilübung von Woody Allen, der hier Hitchcocks Stummfilm Der Mieter, deutschen Expressionismus a la Murnau und Lang sowie einen ordentlichen Anteil wahnwitzigen Kafka zu einem Ganzen vermengt und dabei noch eigene Elemente verarbeitet. Als reine Hommage gefällt der Film vor allem optisch, das Spiel mit Licht, Schatten, Silhouetten ist szenenweise launig und gefällt vor allem in Verbindung mit den typisch allen'schen Dialogen, die sich einmal mehr um Frauen, Männer, Sex drehen und neben der grundlegenden Kriminalgeschichte den zweiten Pol der Geschichte bildet. Allens Körpereinsatz in der Hauptrolle sowie einige spitzzüngige Dialoge sorgen für Kurzweil, insgesamt bleibt Schatten und Nebel jedoch zu spannungs- und überraschungsarm, es fehlt etwas die Eigenständigkeit, sodass Allens Werk gerade in der zweiten Hälfte nicht wirklich kurzweilig daherkommt. |
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| Scheidung auf italienisch |
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Scheidung auf italienisch ist eine charmante Komödie, die vor allem durch Hauptdarsteller Marcello Mastroianni gefällt. Mastroiannis zerstreut-dandyhafte Darstellung der für ihn typischen Figur trägt im Grunde den gesamten Film und ist mit den unzähligen kleinen Eigenheiten erinnerungswürdig. Dem Plot dagegen fehlt der Biss, er ist nicht bösartig oder grotesk genug, zudem sorgt Scheidung auf italienisch kaum für gute Lacher, weder Dialoge noch Situationskomik können wirklich erheitern. Gelungen sind dagegen der Score sowie Sets und Kulissen, die südländisches Flair erzeugen. |
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| Schießen Sie auf den Pianisten |
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Regisseur Truffaut drehte mit Schießen Sie auf den Pianisten eine Hommage an den amerikanischen Gangsterfilm - als Tragikomödie. Trotz der kurzen Laufzeit vermag der Film allerdings nicht zu fesseln, dies liegt aber nicht an den guten Darstellern, sondern daran dass es nur wenige reflektorische Momente gibt, die die Vorlagen würdigen. Die Handlung ist weder einfallsreich noch wirklich interessant, die Charaktere entwickeln sich nicht weiter und lassen den Zuschauer folgerichtig kalt. Schießen Sie auf den Pianisten nimmt sich zu ernst und scheitert daran, dass der Zuschauer dies nicht tut. |
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| Schindlers Liste |
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Hollywood und Holocaust passen nicht zusammen: Schindlers Liste ist produktionstechnisch durchaus ansprechend und von Spielberg visuell ordentlich in Szene gesetzt, zudem wird der immense Aufwand bei den Massenszenen und Kulissen deutlich, doch wirklich gelungen ist Schindlers Liste dennoch nicht. Die Handlung ist schwach strukturiert, wird zwar trotz drei Stunden Laufzeit nicht sonderlich langatmig, im zunehmenden Verlauf jedoch immer pathetischer, was in einem unausstehlichen Finale kulminiert und von den guten Darstellern nicht ausgeglichen werden kann. Schindlers Liste ist viel zu aufgebauscht und bemüht.
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| Schlacht um Algier |
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Schlacht um Algier dokumentiert eindrucksvoll die Verhältnisse in Algier während des Unabhängigkeitskrieges. Durch den Look der mit 35mm-Kameras gedrehten Bilder und die beiderseitig gezeigten Untaten entzieht der Film sich geschickt der Grundlagen von Schwarz-Weiß-Malereien, durch die erhöhte Perspektive leidet aber die Figurentiefe etwas. Da der Plot nicht klassisch erzählt wird, bezieht der Film seine Spannung aus der realistischen Aufmachung und der dichten Atmosphäre, sodass Schlacht um Algier über die volle Spielzeit fesselt und durch das konsequente Finale auch darüber hinaus zum Nachdenken anregt. |
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| Schlachtnacht |
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Entgegen des brachialen Titels beginnt Schlachtnacht eher verhalten. Die Charaktere werden eingeführt, allerdings recht flach und ohne Identifikationspotenzial. Die Handlung beginnt sich zu entfalten, die Plotpoints sind aber recht offensichtlich, das Zuschauerinteresse wird nicht sonderlich gefördert. Wenn der Film dann endlich ins Rollen kommt passiert dies nach den üblichen Mustern des Genres, nach und nach werden die Protagonisten das Opfer böser Kräfte, ohne Spannung, geschweige denn Grusel, dafür aber mit schlechten Effekten und einiger Langeweile. |
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| Schnappt Shorty |
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Schnappt Shorty gefällt durch seine nicht aufgesetzt wirkende Coolness, seine Lockerheit, mit der die Geschichte erzählt wird. Die Charaktere bieten viel Potenzial zur Identifikation, den Darstellern machten ihre Rollen sichtlich Spaß, insbesondere Travolta darf seine stets leicht ironische, leicht übertriebene Art vollends ausspielen, doch auch die Nebendarsteller überzeugen. Über weite Strecken kommt Schnappt Shorty unterhaltsam daher, erst im letzten Drittel geht dem Script etwas die Puste aus, der Film verliert an Drive und hat einige Längen, ist insgesamt jedoch trotzdem sehenswert. |
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| Schneller als der Tod |
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Mit Schneller als der Tod inszenierte Sam Raimi einen Popcornwestern, der sich kein bisschen ernst nimmt, platten Humor jedoch vermeidet und somit schlicht ein Heidenspaß ist. Die Geschichte gewinnt keinen Innovationspreis, hat aber einige undurchsichtige Charaktere in petto und launige Dialoge. Toll ist die Starbesetzung: Aufgrund der vielen bekannten Gesichter (Stone, DiCaprio, Hackman, Crowe, Sinise, Henriksen) gestaltet sich das Schießturnier unvorhersehbar, zumal die Duelle spannend in Szene gesetzt sind. Schneller als der Tod ist durchweg kurzweilig und mit einigen unkonventionellen Einfällen ausgestattet, eine gelungene, leicht trashige Hommage an das Genre. |
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| Schock-Korridor |
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Die Grundhandlung ist bereits sehr spannend, aber der zusätzliche Subtext wertet Schock-Korridor nochmals auf: Samuel Fuller zeichnete die Nebencharaktere als Opfer amerikanischer Neurosen, zugleich sind sie die Leidtragenden vom zynischen Humor des Regisseurs. Hauptdarsteller Peter Breck vollbringt eine hervorragende Leistung, auch die Nebendarsteller sind sehr gut. Schade ist, dass die Handlung etwas vorhersehbar ist und die anfängliche Spannung nicht über die 101 Minuten gehalten werden kann. Abgesehen davon ist Schock-Korridor ein in vielen Belangen gelungener Film. |


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| Schräger als Fiktion |
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Die Grundidee ist grandios und so von Anfang an für Interesse des Zuschauers. Auch die Darsteller spielen gut, der Humor ist ebenfalls gelungen. Doch bereits nach einer halben Stunde schleichen sich Längen ein, die gelungenen Gags lassen nach, überflüssige Szenen nehmen zu und Schräger als Fiktion gerät mehr und mehr zu einer lahmen Komödie, wirkt unfertig. Erst am Ende besinnt sich der Film auf seine Stärken, wird wieder lustig und baut Spannung auf. |
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| Schuhputzer |
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Sind die Protagonisten in Filmen des italienischen Neorealismus meist Arbeitslose, Diebe, Zuhälter oder ihre Dirnen, konzentriert sich Vittorio De Sica hier auf das Schicksal der Kinder in der Nachkriegszeit. Die Laiendarsteller überzeugen durch ihr natürliches Spiel und auch die Originalschauplätze lassen den Film realistisch wirken. De Sica zeigt schnell die Chancenlosigkeit der Kinder und Jugendlichen und führt seine Geschichte konsequent zu Ende, durch den dokumentarischen, unaufgeregten Stil geht aber jegliche Dramatik verloren, sodass das Publikum wenig Anteil nimmt. |
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| Schussangst |
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Deutscher Film, der mit Anleihen aus Taxi Driver gespickt, trotzdem seine eigene Geschichte erzählt. Diese ist interessant und ohne Längen, allerdings fühlt der Zuschauer nicht mit, die Distanz zu den Figuren ist zu groß. Schussangst spielt mit der Moral seiner Protagonisten und somit auch des Zuschauers, unbequem wird der Film aber trotz seiner sehr ernsten Motive nie. Was bleibt ist interessante, schlichte Unterhaltung, die vorhandenes Potenzial nicht nutzt und es verpasst, das gute Drehbuch zu einem guten Film zu konvertieren. |
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| Schwarze Schafe |
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Die Episodenkomödie setzt ganz auf seine FSK 18-Einstufung und ist für deutsche Verhältnisse manchmal sogar gewagt, allerdings viel zu kalkuliert dabei. Die Darsteller mühen sich, das Script vermag allerdings viel zu selten zu amüsieren. Schön sind die kurzen Überschneidungen der Episoden, relevant sind diese aber nicht. Die an sich selbst gestellten hohen Erwartungen als eine kurzweilige Komödie die sich was traut wird zu keinem Zeitpunkt erfüllt, Schwarze Schafe ist eine der vielen nicht nennenswerten deutschen Komödien. |
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| Schwarzer Engel ('46) |
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Im Film-Noir-Glanzjahr 1946 erschienen, konnte Schwarzer Engel nie den Status des großen Klassikers erreichen, wohl auch, weil die bekannten Namen fehlten. Trotzdem ist der Film für Fans der schwarzen Serie einen Blick wert, da Kameraarbeit und Inszenierung gelungen und die Geschichte jederzeit interessant ist und seine Spannungskurve konstant hält. Die unbekannten Schauspieler sind solide, Peter Lorre glänzt in einer Nebenrolle. Abstriche sind bei der Atmosphäre zu verzeichnen, wirklich düster ist der Film nicht, gerade die Musik- und Gesangsszenen wirken fehl am Platz. |
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| Schwarzer Regen |
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Die Schwarz-Weiß-Bilder verschleiern das Alter des Films immens und lassen ihn zeitlos erscheinen. Inhaltlich ist das Bild, das Schwarzer Regen von den Spätfolgen von Hiroshima zeichnet, äußerst bedrückend, die melodramatischen Elemente des Werkes von Shohei Imamura sind über zwei Stunden Laufzeit aber etwas zu viel des Guten, sodass sich immer mal wieder Längen einschleichen. Das mehr oder weniger offene Ende gefällt hingegen. Es ist vor allem die latent bedrohliche Atmosphäre, die das Publikum bei der Stange hält, auch wenn die zunehmend stärker werdende Schwermütigkeit nicht jedem zusagen wird. |
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Schweigegeld für Liebesbriefe
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Mit James Mason und Joan Bennett ist Schweigegeld für Liebesbriefe ordentlich besetzt, das Drehbuch gefällt dagegen weniger, denn seine Geschichte ist irgendwo zwischen Kriminalplot und Melodram platziert, während die Inszenierung szenenweise die eines Film Noir ist. Die einzelnen Elemente funktionieren zwar, sind aber nicht rund aufeinander abgestimmt. Die Charakterzeichnung ist akzeptabel, der Handlung fehlt es hingegen an Spannung und somit auch an Höhepunkten, Schweigegeld für Liebesbriefe bietet dahingehend lediglich solide Standardkost, die nicht lange im Gedächtnis bleibt. |
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| Scream |
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Wes Craven schuf mit Scream eine nicht ganz ernstgemeinte Quintessenz des Horrorgenres, das sowohl als Horrorfilm als auch als Verweis auf eben diese Art des Film funktioniert, allerdings in keinem Bereich wirklich überzeugen kann. Verweise auf Klassiker, Klitschees und Mechanismen des Horrorgenres fallen zuhauf, darüber hinaus bietet Scream so einigen Humor, dieser täuscht aber nicht über die lahme Grundhandlung hinweg, die nie mehr ist als ein uninspiriertes Vehikel, weshalb Scream eher platte Komik anstatt von spannendem Thrill bietet. |
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| Sein Mädchen für besondere Fälle |
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Howard Hawks' Screwballkomödie Sein Mädchen für besondere Fälle ist vollkommen auf das für seine Entstehungszeit wahnwitzige Tempo ausgelegt - die Dialoge kommen in stakkatoartigen Salven, die überdrehten Charaktere sind immer auf dem Sprung und die Situationskomik sorgt für einige Lacher. So kommt der Zuschauer kaum zum Luftholen, der Charme des Films kann sich ohne Verschnaufpausen jedoch nicht festsetzen, sodass Sein Mädchen für besondere Fälle zwar kurzweilige Unterhaltung bietet, aber kaum lange im Gedächtnis verbleiben kann, weil echte Höhepunkte fehlen. |
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Sein oder Nichtsein ('42)
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Die für die Filme von Ernst Lubitsch so typische Heiterkeit ist in Sein oder Nichtsein einem teilweise deftigen Sarkasmus gewichen, doch trotzdem ist Lubitschs Werk enorm amüsant und zudem noch gewohnt dynamisch inszeniert. Die Spielarten des Humors sind dabei vielfältig, Sein oder Nichtsein ist gleichzeitig SS-Satire wie Screwballkomödie, besitzt viel Wortwitz und einige Situationskomik. Die Grundlage für die Späße wird durch die Geschichte polnischer Widerstandskämpfer gelegt, die dem Film so einige Spannung gibt und trotz der Überzeichnung gelungen ist. |
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| Seom - Die Insel |
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Seom lässt den Zuschauer den Moment erleben: Leere, Einsamkeit, Schmerz. Ein Kommen und Gehen der Gefühle und Momente, der Zuschauer ist hilfloser Beobachter. Die Protagonisten scheinen auch nie Herr ihrer Lage zu sein, Seom ist ein Potrait von Auswegslosigkeit, dass das Statement am Ende auslässt und mit einer finalen Metapher das Publikum zu eigenen Gedanken anregt.
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| Series 7 |
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Wir sehen Reality-TV in seiner reinsten Form. Da sind Kandidaten, manche nervig, manche sympathisch. Da ist ein Konzept, auf das sie sich einlassen. Da ist eine Fokussierung der Regie, die rührselige Momente aufbauscht und mit kitschiger Musik unterlegt. Dies alles dient der reinen Sensationslust, dem Mitfiebern, dem Polarisieren. Im Grunde ist Series 7 eine Mockumentary, die Reality-TV satirisch kommentiert, indem sie es leicht überhöht kopiert. David Minahan ist ein schlauer Film geglückt, der zum Nachdenken auffordert und die Mittel diverser Formate wunderbar nutzt, um eben jene anzuprangern. Dabei ist der Film kein plumpes Moralstück, sondern auch sehr unterhaltsam und kurzweilig - ein sehenswertes Kleinod, dem mit beschränkten Mitteln viel gelingt. |
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| Serpico |
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Auf einer wahren Geschichte beruhend entwickelt Regie-Altmeister Sidney Lumet auf dem Rücken eines überzeugenden Al Pacino, der den gesamten Film trägt, einen in allen Belangen soliden Film ohne große Makel. Die Hauptfigur wird nach und nach vorgestellt und ihr Denken und Handeln nachvollziehbar gemacht, auch die Situation, in der der Protagonist agiert, ist ordentlich geschildert. So hat Lumet stets alles im Griff, dennoch geht dem Drama der Drive ab, die Spannungskurve entwickelt sich kaum und Atmosphäre kommt nur szenenweise auf. |
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| Session 9 |
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Dass Brad Andersons Filme meist über die Atmosphäre funktionieren, ist nicht erst seit The Machinist oder Transsiberian zu erkennen, sondern auch schon bei seiner zweiten Regiearbeit Session 9. Der Plot ist von Anfang an interessant und unverbraucht, die realistische und figurennahe Inszenierung gefällt ebenfalls. Die Sets sind wunderbar ausgesucht und sorgen für subtilen Grusel, auch die Darsteller spielen ihre Rollen glaubwürdig. Leider verliert sich das Finale im vieldeutigem Nichts, die Geschichte wird schlicht abgebrochen und lässt das Publikum höchst unbefriedigt zurück. |
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| Severance |
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Die Horrorpersiflage spielt herrlich mit den gängigen Klitschees des Genres, bietet dazu amüsante Dialoge sowie einige schwarzhumorige Gags. Dazwischen herrscht jedoch immer wieder etwas Leerlauf, das Drehbuch vermag es nicht, die Gags miteinander zu verbinden, weshalb einige Einzelszenen gelungen sind, Severance jedoch gerade in der zweiten Hälfte nicht durchgängig kurzweilig ist |
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| Sex & Fury |
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Sex & Fury gibt bereits im Titel die Inhalte des Films wieder - der japanische Sexploitation-Film geht dabei noch ein ganzes Stück weiter als beispielsweise Lady Snowblood, beinhaltet drastischere Gewaltszenen und eben auch einiges an bisweilen recht plakativ eingesetzter nackter Haut. Genrefreunde kommen auf ihre Kosten, weil auch die Inszenierung unkonventionell ist und von sehenswerten Bildern unterstützt wird. Im weiteren Verlauf gehen dem Film jedoch mehr und mehr die Ideen aus, sodass die zweite Hälfte nicht besonders fesselt. Insgesamt ist Sex & Fury ein deftiger Reißer für Genrefreunde.
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| Shadow Of The Vampire |
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Die Grundidee ist so amüsant wie genial: Der Hauptdarsteller des Stummfilmklassikers Nosferatu war wirklich ein Vampir! Leider wird aus diesem Szenario zu wenig gemacht, weder Humor noch Grusel wird entschieden bedient, sodass Shadow Of The Vampire weder Fisch noch Fleisch ist. Die Darstellungen des Filmemachens sind da liebevoller und interessanter, insbesondere wenn dem Zuschauer Nosferatu bekannt ist. Gänzlich unschuldig am verschenkten Potenzial sind die Schauspieler: Dafoe und Malkovich spielen hingebungsvoll und überzeugend. |
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| Shaft |
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Das Remake des Blaxploitation-Kultfilms der 70er versucht, die Atmosphäre des Originals wiederzubeleben, schietert aber gänzlich. Es gibt nur wenige positive Punkte: Die Musik ist gelungen, wirkt aber etwas fehl am Platze. Jackson und Bale bemühten sich redlich, den ganz schlecht geschriebenen, eindimensionalen Figuren Leben einzuhauchen, was manchmal sogar gelingt. Allerdings ist auch der Plot ganz schwach, ohne Spannung, ohne Gefühl für eine richtige Geschichte. Die Dialoge sind ebenfalls schlecht, die Action ohne nennenswerte Dramatik und am allerübelsten stößt der penetrante Rassismus auf, der sich stetig gegen Weiße richtet, die allesamt als Rassisten abgestempelt werden. |
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| Shaun Of The Dead |
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Shaun Of The Dead gefällt vor allem mit seiner Situationskomik und ist durchgängig unterhaltsam geraten, auch die Darsteller sind sympathisch, doch im weiteren Verlauf kann der Film seine anfängliche Gagrate nicht mehr halten, die Geschichte verflacht mehr und mehr. So ist Shaun Of The Dead letztlich ein ordentlicher Zombiefilm, lässt aber den Mut vermissen, Genreregeln zu brechen oder zu missachten und verliert aufgrund seiner konventionellen Art zum Ende hin seinen Drive. |
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| Shining |
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Stanley Kubrick schuf einen der großen Horrorfilmklassiker nach einer Vorlage von Stephen King. Jack Nicholson glänzt in seiner berühmtesten Rolle und reißt durch seine schiere Präsenz jede Szene an sich, das Spiel der beiden Nebendarsteller ist allerdings eher mau. Die Story macht stets neugierig, die Situationsspannung ist im Buch aber ungleich höher, dafür gelang es Kubrick perfekt, die bedrohlich-einsame Atmospäre zu adaptieren. Handwerklich ist Shining ebenfalls sehr gelungen, die Kameraführung ist beachtenswert. Die Kulissen sind hervorragend gewählt, die Kürzungen und Veränderungen der Handlung im Vergleich zu Buch gut gewählt. |


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| Shotgun Stories |
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Shotgun Stories ist ein Film weniger Worte und nicht durchgängig vorangetriebener Handlung. Viel wichtiger als das, was passiert, ist im Grunde die Vergangenheit, die die Charaktere im Hier und Jetzt treibt, wie ein Schatten über dem Geschehen hängt. Die trostlose Südstaatenatmosphäre und die dahinvegetierenden Figuren schaffen Schwermütigkeit, die von den ausdrucksstarken Darstellern (Shannon in einer typischen Rolle) gut transportiert wird. Bei derartig starker Fokussierung auf die Charaktere ist es allerdings etwas enttäuschend, wie wenig über ihr Seelenleben und ihre Gefühle zum Ausdruck gebracht werden, Shotgun Stories verpasst es, das Publikum miteinzubeziehen, die Motive der Figuren werden behauptet, jedoch nicht fühlbar gemacht. |
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| Shutter Island |
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Stilistisch wie inhaltlich orientiert sich Martin Scorseses Shutter Island stark an Gothic-, Pulp- und vor allem Noirmotiven, spielt mit Zitaten und Symbolen, ohne dabei seine Ernsthaftigkeit einzubüßen. Als Thriller getarnt, enttäuscht zwar die keineswegs überraschende Wendung, doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich Shutter Island als düsteres Drama, dass seine vermeintliche Thrillerhandlung lediglich als Vehikel nutzt, um Figur und Zuschauer zu einen. Nebem dem gelungenen wie fesselnden Inhalt gefallen vor allem die handwerklichen Aspekte: Setdesign, Optik und Inszenierung sind überzeugend, der Score ist gut, die Kameraarbeit gar famos und auch die bis in die Nebenrollen prominenten Darsteller sind allesamt überzeugend. So bietet Shutter Island ein sehenswertes Drama im verschachtelten Gewand mit viel Suspense und toller Optik, einzig die eine oder andere überflüssige Rückblende stört.
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| Sie küssten und sie schlugen ihn |
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Truffaut erster, mit autobiographischen Elementen versetzter Film zeichnet sich durch seinen Realismus aus. Doch dies nützt nichts angesichts der ganz schwachen Dramaturgie, die es nicht schafft dem Zuschauer die Figuren nahezubringen und ihn so zu bewegen. Was bleibt sind die teilweise schönen Bilder und die kleinen sympathischen Momente am Anfang, danach folgt viel Langeweile und wenigstens ein rundes Ende, das aber auch nicht verleugnen kann, dass Sie küssten und sie schlugen ihn keine Einsichten hat, die er dem Zuschauer vermitteln könnte. |
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| Sieben gegen Chicago |
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Der galant-unterhaltsame Mafiafilm ist gänzlich auf das Ratpack um Frank Sinatra zugeschnitten, erzählt eine amüsante Geschichte und bietet neben einigen Gesangs- und Tanzeinlagen, die sicherlich Geschmackssache sind, aber altbackenen Charme versprühen, gut aufgelegte Darsteller. Neben Sinatra gefallen vor allem der von Peter Falk schön verkörperte Antagonist und Sinatras Compagnon Dean Martin. Sieben gegen Chicago hat, durch die musikalischen Einlagen seine Längen, ist aber in den anderen Szenen recht unterhaltsam, einzig zum Finale hin fällt der Film etwas ab. |
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| Sieben Tage im Mai |
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John Frankenheimers sehr gut besetzter Politthriller funktioniert fast ausschließlich über Dialoge und verzichtet völlig auf Actionszenen, doch trotzdem entwickelt sich im weiteren Verlauf einige Spannung, wenn auch die ganz charakteristischen Höhepunkte fehlen. Dafür trägt die Präsenz der gut aufgelegten Darsteller (u. a. Douglas, Lancaster, Gardner) den Film zusammen mit den ordentlichen Dialogen. In der zweiten Hälfte zieht sich Sieben Tage im Mai zwar etwas, bekommt im letzten Viertel allerdings die Kurve und ist insgesamt erfrischend subtil und dabei unterhaltsam wie im positiven Sinne altmodisch. |
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| Silkwood |
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Der auf wahren Tatsachen beruhende Film ist durch das brisante Thema recht interessant, die Dramaturgie ist allerdings zu schlicht ausgefallen, die Spannungskurve stagniert auf einem soliden Niveau, sodass Silkwood zwar nie langweilig wird, aber auch nicht zu fesseln vermag. Gut sind die Darsteller, die junge Meryl Streep passt in die Hauptrolle, der Rest des Casts überzeugt ebenfalls. Die Handlung hält keine großen Überraschungen parat, ist aber konsequent. Insgesamt bietet Silkwood solide Kost ohne Längen, aber nichts Besonderes. |
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| Skin |
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Skin schildert den Wandel eines Teenagers zum Skinhead in typischer Weise mit den zugehörigen Klitschees, gefällt aber in seiner bodenständigen Inszenierung und den realistischen Bildern. Spannend wird Skin zu keinem Zeitpunkt, der Werdegang des Protagonisten ist zu vorhersehbar und entwickelt sich exakt so wie der Zuschauer es erwartet. Die Konsequenzen seines Handelns werden leider nur unzureichend dargestellt, hier wurde Potenzial verschenkt. Auch die Coming-Of-Age Themen hätten besser verwertet werden können, der Konflikt zur Familie wurde nur kurz und knapp angeschnitten. |
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| Sleeping Beauty |
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Sleeping Beauty verfügt über eine spannende Grundidee, greift jedoch zu keinem Zeitpunkt auf das Potenzial des durchaus vielfältigen Sujets zurück. Der Film von Julia Leigh könnte von ausbeuterischen Kapitalismus erzählen, von Werteverfall und emotionaler wie existenzieller Einsamkeit, doch all dies deutet Sleeping Beauty nur an, während seine Hauptfigur überhaupt nicht charakterisiert wird. Die Motivation und die Gefühle der jungen Frau bleiben völlig im Argen, weshalb Sleeping Beauty über die gesamte Spielzeit hinweg enorm oberflächlich bleibt. Da nützt es nichts, dass die Bildgestaltung sehenswert ist, die Schauspieler gefallen und dass der Film sein kontroverses Thema nicht ausschlachtet - Leighs Werk besteht nur aus seiner Oberfläche und ist daher trotz der interessanten Idee recht ärgerlich, weil unbefriedigend. |
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| Slumdog Millionär |
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Dass Danny Boyles Mix aus modernem Märchen und Sozialdrama funktioniert begründet sich vor allem durch die Bilder, die einiges an Atmosphäre aufbauen und vielfältig gestaltet sind. Sie zeigen Indien als energetisches Wechselspiel aus Licht und Schatten; Gut und Böse. Die erste Hälfte ist durchaus ansprechend gestaltet, im weiteren Verlauf fällt Slumdog Millionär jedoch ab, insbesondere dramaturgisch kann der Film nicht an die erste Stunde anknüpfen und verliert folgerichtig etwas an Spannung. Das Finale ist zwar recht rund gestaltet, bietet jedoch wenig Höhepunkte. |
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| Smoke |
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Smoke ist in erster Linie eine Milieustudie, die ihre Figuren sehr geschickt zusammenführt, one allzu konstruiert zu wirken. Die Charaktere sind menschlich dargestellt und gut gespielt, insbesondere Withaker und Kartel sind sehr gut. Die Atmosphäre der 90er Jahre wird schön wiedergegeben, leider fehlt es an einer interessanten Grundstory, Smoke findet keinen Zweck, kein Ziel auf die die Handlung zusteuern kann, der Film erzählt zu wenig. |
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| Snakes On A Plane |
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Vermutlich wurde Snakes On A Plane als Komödie mit Trashcharme konzipiert, doch die Umsetzung scheitert kolossal und auf ganzer Linie. Wie auch immer Samuel L. Jackson zur Produktion gefunden hat: das miese Drehbuch blockiert ihn völlig. Der Plot ist erwartungsgemäß total sinnfrei, was nicht weiter schlimm wäre, wenn das Machwerk wenigstens amüsant daherkommen würde. Dies ist aber niemals der Fall, viel zu plump und angestrengt buhlt der Snakes On A Plane um Lacher. Äußerst schlecht sind auch die Effekte, sodass der Film insgesamt absolut unterirdisch ist. |
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| Sneakers - Die Lautlosen |
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Sneakers ist ein kurzweiliger Thriller, ein typisches Hollywoodprodukt: die bekannten Darsteller sind solide, die Handlung ist unterhaltsam, aber nicht sonderlich überraschend, die Dialoge sind einige Male humorvoll, ansonsten aber belanglos. Die Charaktere sind sympathisch, letztlich aber ohne Ecken und Kanten, etwas künstlich. Sneakers strotzt vor Nettigkeit und Zielgruppenkompatibilität, Spannung fehlt allerdings komplett, schwach für einen Thriller. Wegen der fehlenden Dramaturgie und Ernsthaftigkeit lässt der Film dann auch jegliche Atmosphäre vermissen. |
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| Solange ein Herz schlägt |
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Solange ein Herz schlägt ist ein unkonventioneller Film Noir: die Hauptfiguren sind fast ohne Ausnahme emanzipierte Frauen, während die Männer Müßiggänger und Verlierer sind. Gangster in Trenchcoats fehlen ebenso wie omnipräsente Düsternis, allerdings kommen bei den Charakteren nach und nach die dunklen Seiten zum Vorschein. Die Handlung ist solide, braucht etwas Anlaufzeit, überzeugt aber am Ende. Wunderbar sind die Darstellerinnen, Joan Crawford und Ann Blyth gefallen in ihren Rollen. Insgesamt wirkt Solange dein Herz schlägt aber mehr wie ein Melodram, denn Situationsspannung oder Suspense kommt nie wirklich auf. |
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| Solaris ('72) |
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Wenn sich das Geschehen nach dem aufgeräumten Beginn in die Raumstation verlagert, erzeugt Solaris meisterhaft eine beklemmende Atmosphäre, dicht und gespenstisch wird die Einrichtung in Szene gesetzt, auch die Einführung der Wissenschaftler ist gekonnt und lässt vieles im Argen, was eine ganz eigene Spannung erzeugt. Wenn Halluzinationen und Wahnsinn dann nach und nach Überhand nehmen, entwickelt sich Solaris zu einem psychologisch dichten Horrorfilm, enttäuscht dann aber im letzten Drittel, weil der aufgebaute Druck immer mehr verfliegt, seiner grandiosen Form zum Trotz inhaltlich abfällt. Dafür entschädigt dann die großartige Schlussszene, die lange nachhallt und in Erinnerung bleibt und unterstreicht, dass Solaris ein besonderer Film ist.
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| Soloalbum |
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Die lockere Komödie verändert die Buchvorlage vollkommen, ist aber unabhängig davon recht gelungen. Das liegt vor allem an den sympathischen Hauptdarstellern, die den eher oberflächlichen Charakteren Leben einhauchen, Charisma geben. Die Handlung selbst hält einige nette Gags parat, wirklich überaschend ist Soloalbum indes nicht, die Figuren und auch die Handlung entwickeln sich wie der Zuschauer es erwartet. So ist der Film ein netter Zeitvertreib geworden und nicht so ärgerlich wie viele andere deutsche Komödien, wirklich gut ist Soloalbum aber nicht. |
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| Sonnenaufgang - Lied von zwei Menschen |
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Nach seinen weltberühmten Stummfilmen siedelte "German Genius" F. W. Murnau in die Vereinigten Staaten um und drehte in Hollywood Sonnenaufgang. Handwerklich gilt der Film als sein ausgereiftestes Werk, neben der Bildmontage beeindrucken vor allem die perfekten Kulissen, die damals zu den größten und aufwendigsten überhaupt zählten. Sonnenaufgang kommt mit wenigen Texttafeln aus, auch weil die Darsteller viel über ihr Spiel ausdrücken können. Die Musik ist passend und beinhaltet bereits einige Geräusche des nahenden Tonfilms. Leider ist der melodramatische Plot recht schlicht geraten. |
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Source Code
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Source Code bietet mäßige Unterhaltung auf hohen Produktionsniveau. Als Thriller versagt der Film darin, Spannung, Thrill zu erzeugen und erweist sich als Sci-Fi-Einerlei mit schwachem Drehbuch, das unpointiert und ohne Höhepunkte verläuft und im Subtext genauso wenig zu bieten hat wie im möchtegernschlauen Finale, dass komplett unnötig ist. Von Jack Gyllenhaal, der solide spielt abgesehen sind auch die Darsteller enttäuschend, was zum Teil auch auf die uninteressanten, standardisierten Nebenfiguren zurückzuführen ist. Source Code bietet gerade noch solide Blockbusterkost. |
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| Spartacus |
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Spartacus ist kein typisches Hollywood-Heldenepos, das sich an typische Plot-Point-Narration hält; die Handlungsebene ist recht unstet und schlicht gehalten. Kubrick interessiert sich mehr für die unwesentlichen Bestandteile seiner Geschichte, Ereignisse von Wichtigkeit werden nur kurz gezeigt oder angedeutet. Die Schlachten und Kämpfe sind nicht nur brutal und mit Können gefilmt, sondern auch sehr kurz in Szene gesetzt. Der Fokus liegt auf den Charakteren, die nicht viel Tiefe besitzen, aber gut gespielt werden. Die Darstellerriege besteht fast ausschließlich aus großen Namen, die Stars machen Spartacus trotz der langen Laufzeit zumindest in einigen Momenten unterhaltsam. |


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| Speed |
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Es ist überraschend, dass Speed trotz kaum vorhandener Schusswechsel und fehlender direkter Konfrontation zwischen Held und Antagonist einigen Unterhaltungswert aufweist, was ein Verdienst von Regisseur Jan de Bont ist. Der langjährige Kameramann (u. a. bei Stirb Langsam und Basic Instinct) beweist viel Gespür für Timing und inszenierte Speed rasant und dynamisch. Mangelhaft ist allerdings die Figurenzeichnung, insbesondere der von Dennis Hopper chargierend verkörperte Bösewicht ist platt und wenig bedrohlich. Ein weiteres Manko besteht darin, dass das Drehbuch stetig neue bedrohliche Ereignisse auftreten lässt, was zwar für Dynamik sorgt, insgesamt jedoch zuviel des Guten, nämlich unglaubwürdig ist und im Zusammenspiel mit so einigen Plausibilitätsschwächen dafür sorgt, dass de Bonts Werk insgesamt lediglich durchschnittlich ist. |
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| Sphere |
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Sphere wandelt auf den Spuren zurückhaltender Science-Fiction-Filme und erinnert inhaltlich vor allem an Andrej Tarkowskis Klassiker Solaris. Zwar erreicht der Film niemals dessen Tiefe und ist als Hollywoodproduktion den Konventionen der Traumfabrik unterworfen, versteht es dabei jedoch, auf plakative Effekte zu verzichten und setzt stattdessen auf eine stimmungsvolle Atmosphäre. In der zweiten Hälfte verfügt der Film über einige Spannung, das schlichte Setdesign und die wenig ergiebigen Charaktere fallen negativ ins Gewicht. Die prominenten Darsteller mühen sich, können ihren Figuren jedoch kaum neue Seiten abgewinnen. Sphere ist unterhaltsam, stimmungsvoll sowie recht kurzweilig und kann seine kleineren Schwächen daher kaschieren. |
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| Spider |
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Altmeister David Cronenberg inszenierte hier wohl einen der langsamsten Filme der Kinogeschichte. Aber wenn man sich drauf einlässt kann er überzeugen, was vor allem an Ralph Finnes liegt, der excellent spielt. Die Geschichte braucht lange bis sie in Fahrt kommt, bleibt dabei stets interpretierbar und wird erst spät aufgelöst. So ist Spider weniger Unterhaltung als vielmehr ein Ausbruch aus den üblichen filmischen Konventionen und somit empfehlenswert für jeden, der ein ultraruhiges Arthouse-Drama erleben möchte. |
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| Spiel mir das Lied vom Tod |
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Bei keinem anderen Western ist die Bezeichnung „Pferdeoper“ passender als bei Sergio Leones Opus Magnum: nicht die Ausmaße der Spielzeit von 165 Minuten und die Langsamkeit, mit der die im Grunde einfache Geschichte erzählt wird, sondern vor allem die Art und Weise, mit der das geschieht, rechtfertigt das Attribut. Opernhaft richtet sich Leone nach dem Rythmus von Morricones fantastischem Score, überhöht Motive und Figuren leicht und schuf vor allem einige filmgrammatisch großartige Einzelszenen. Sämtliche Darsteller glänzen nicht unbedingt durch ihre Fähigkeiten, jedoch durch ihre Ausstrahlung. Die Cardinale sowie Charles Bronson überzeugen, werden jedoch vom eiskalt-diabolischen Henry Fonda noch übertroffen. So ist Spiel mir das Lied vom Tod trotz einiger kleinerer Längen ein gelungener Western. |
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| Spiel mit dem Tode |
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Spiel mit dem Tode ist ein Film Noir mit geschickt geschriebener Handlung, die durch die gute Dramaturgie des Scripts auch einige Situationsspannung erzeugen kann und außerdem gelungene Dialoge aufweist. Wunderbar sind Charles Laughton und der viel zu selten mit guten Rollen bedachte Ray Milland in den Hauptrollen. Im Vergleich mit anderen Werken der Strömung ist Spiel mit dem Tode nicht ganz so düster und pessimistisch, auch die Bildgestaltung hat nur wenige Highlights zu bieten, dennoch ist der Film Noir aufgrund einer ordentlichen Portion Suspense sehenswert.
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| Spione |
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Nach Langs teurer Produktion Metropolis war Spione ein kleiner, billiger Film. Erkennbar ist dies allein schon daran, dass die Schauwerte erheblich reduziert wurden, fast ausschließlich Innenräume Ort der Handlung sind. Diese folgt einem Muster, das dem aus den Mabuse-Filmen ähnelt, sodass der Bösewicht gewissermaßen ein Bruder im Geiste ist. Allerdings fehlt Mabuses übersinnliche Aura, sein Genie, auch ist der Plot nicht so spannend gestaltet. Spione kann seine 145 Minuten nicht voll ausfüllen, Längen entstehen immer wieder. Abgesehen davon weist Spione unzählige Elemente späterer Agentenfilme auf und wirkt recht modern, Langs Fähigkeiten kommen hingegen nicht oft zur Geltung. |
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| Spione am Werk |
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Clouzots Spione am Werk ist eine amüsante Farce, eine Kalter-Krieg-Thrillergroteske. Daher ist der Humor zwar recht schlicht, hat aber durchaus seinen Reiz und wenn Hauptfigur und Zuschauer sich zusammen in den Wirrungen der Verwirrten verwirrt verlieren erinnert das an die Gebrüder Coen. Leider kann sich die Geschichte im Verlauf des Films nicht steigern und verliert sich in einem unpassend-ernstem Finale, dass den moralischen Zeigefinger erhebt und die leichtfüßige Kurzweiligkeit negativ beeinflusst. Auch das Spiel der Darsteller wirkt etwas spröde. |
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| Splice - Das Genexperiment |
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Der Anfang gefällt, da die Figuren natürlich wirken und die Geschichte interessant und aktuell ist. Doch dann offenbart der Drehbuchschreiber kreative Schwächen und das Script viele Macken: die Charaktere (intelligente Wissenschaftler) machen die einfachsten Fehler und wirken mit jeder Minute unglaubwürdiger, der Verlauf der Handlung baut ausschließlich auf den Schwächen der Figuren auf und ist in der zweiten Hälfte sehr uninspiriert und vorhersehbar. Das platte Ende ist dann folgerichtig der Tiefpunkt des Films, der ausschließlich mit den guten Effekten überzeugt. |
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| Sprung in den Tod |
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Mit Sprung in den Tod schuf Regisseur Raoul Walsh einen prägenden Klassiker der Gangsterfilms, der vor allem von der guten Figurenzeichnung und dem großartigen James Cagney profitiert. Cagneys markantes, explosives Spiel gibt dem gesamten Film eine Dynamik, die die konventionelle Inszenierung nicht erzeugen kann. Cagney verleiht seiner ohnehin schon ambivalenten Hauptfigur weitere Facetten, sodass der Protagonist gleichzeitig eiskalt und brutal wie neurotisch und verletzlich erscheint. Zwar fehlt Sprung in den Tod die Situationsspannung, doch das gute Drehbuch gleicht dies wieder aus. |
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| Spun |
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Musikvideoregisseur Jonas Åkerlund nutzt die Musikvideo-Ästhetik für einen psychedelischen Trip mit gut gezeichneten Charakteren und abstrusen Dialogen. Die Darsteller spielen allesamt super, insbesondere Rourke, Schwartzman und Murphy überzeugen. Durch die bunten Bilder, die Schnitte und die Änderung der Geschwindigkeit wird der Zuschauer angefixt und wähnt sich nach kurzer Zeit selbst im Rausch. Allerdings wird Spun am Ende zu langatmig. |
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| Spur führt ins Nichts |
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Joseph Loseys Spur führt ins Nichts ist ein recht reduzierter britischer Gangsterfilm, der vor allem durch seine stoische Art gefällt und zu großen Teilen in einer Haftanstalt spielt, dabei Knastwelt und das "Draußen" gut verbindet. Inhaltlich bietet Loseys Werk jedoch nicht viel, bleibt zu oberflächlich für eine Milieustudie der Halbwelt und generiert zu wenig Spannung um als Thriller durchzugehen. Die nüchterne Inszenierung passt jedoch sehr gut zur sachlichen Arbeitsweise der Gangster, die von den unbekannten Darsteller gut verkörpert werden. |
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| Spurlos - Die Entführung der Alice Creed |
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Ergonomie ist der Trumpf des Films: zwei Männer, eine entführte Frau, zwei Räume: Spurlos baut durch sein beschränktes Setting einige Atmosphäre auf. Die räumliche Begrenzung stellt allerdings auch hohe Anforderungen, immerhin müssen die Figuren, ihre Darsteller und die Dramaturgie der Geschichte Spannung und Kurzweil generieren. Hier scheitert das Drehbuch, denn gerade in seiner Reduktion ist offensichtlich, dass der Plot simpel und einfallslos ist. Die Dramaturgie ist äußerst flach - auch, weil die drei Charaktere allesamt unsympathisch sind, ihr Schicksal dem Publikum egal ist. |
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| Spy Game |
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Spy Game bietet einen fast nostalgischen Blick auf das Genre des Agentenfilms und auf eine gute Freundschaft. Da passt Redford perfekt und spielt seine Rolle charismatisch und gekonnt unaufdringlich. Pitt als Konterpart ist ebenfalls gewohnt gut, die Handlung ist teilweise etwas proamerikanisch, aber verliert nie an Spannung. Die Dialoge gefallen und auch das Ende passt, was an der positiven Grundstimmung liegt. |
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| Stadt in Angst |
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John Sturges' Stadt in Angst beginnt stark: die latent bedrohliche Atmosphäre und die interessante Geschichte sind fesselnd, zudem ist Spencer Tracy mit seiner Präsenz der perfekte Hauptdarsteller, doch auch die Nebenfiguren werden gut verkörpert. Zwar ist kaum Situationsspannung vorhanden, allerdings wird in den ersten zwei Dritteln viel Suspense aufgebaut. Das letzte Drittel fällt leider stark ab, die Auflösung der Motive der Figuren ist schwach und auch das Finale ist schwach, weil einfallslos und nicht mitreißend, inszeniert. Die verschiedenen Elemente aus Western, Film Noir und Gesellschaftskritik gefallen, zum Ende hin verpasst es das Drehbuch aber, Handlung und Dramaturgie mit einem Höhepunkt abzuschließen. |
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| Stalag 17 |
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Basierend auf einem Theaterstück inszenierte Billy Wilder, mit Stalag 17 eine äußerst unterhaltsame Kriegskomödie, die ausschließlich in einem Straflager der Deutschen spielt und seine Krimihandlung ausgeglichen mit lustigen Begebenheiten kombiniert. Insbesondere die Dialoge sind ausgezeichnet (der Originalton ist der Synchronisation vorzuziehen), auch die Darsteller um William Holden können überzeugen. Stalag 17 ist zwar nicht unbedingt temporeich inszeniert, auch geht ihm der typisch-wahnwitzige Wilder-Humor über weite Teile ab, allerdings gibt es über volle zwei Stunden Spielzeit keine Durchhänger, Stalag 17 ist jederzeit unterhaltsam.
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| Stalker |
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Tarkowskis Stalker ist ein zeitloses Meisterwerk und zählt zu den besten Filmen aller Zeiten. "Die Zone" ist trotz des Naturalismus beeindruckend gestaltet und ebenso toll eingefangen worden, sodass schnell eine bestechend dichte Atmosphäre entsteht, die eine latente Bedrohung ausstrahlt. Doch nicht nur die Bildgestaltung und die Stimmung, sondern auch die äußerst philosophischen Dialoge regen enorm den Geist an. Die Charakterzeichnung ist ebenso superb wie das überraschende Finale. Stalker ist ein in allen Belangen meisterhafter Film, der alles vereint, was das Medium ausmachen kann.
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| Stammheim |
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Stammheim porträtiert die 192 Tage des RAF-Prozesses gegen die Baader-Meinhof-Gruppe und zeigt auf bitter-komische Weise die unmögliche Kommunikation zwischen den Parteien. Das Kammerspiel lässt seine Charaktere reden und schreien, in endlosen Dialogen voller Anfeindungen und Polemiken, ohne ein Ergebnis. Die Hilflosigkeit des Staates wird eindrucksvoll dargestellt, was dem konsequenten Drehbuch und den guten Darstellern zu verdanken ist. Unterhaltsam ist Stammheim indes nicht, der Zuschauer muss die karge Inszenierung und einige Langatmigkeit bewältigen, der Film ist wenig befriedigend. |
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| Stand By Me |
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Basierend auf einer Novelle von Stephen King. Stand By Me hält sich nah an der Vorlage, den Charakteren wird genug Raum gewidmet und schlägt ruhige Töne an. Leider erweist sich der Film im Grunde als belanglos, ähnlich verhält es sich auch mit der Vorlage. Die Dialoge sind gut, die jungen Darsteller ok, aber die Handlung bietet keine Spannung und facht kein Interesse an. |
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Star Wars Episode III: Die Rache der Sith
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Episode III fährt unzählige Effekte auf und ist optisch ein erdrückendes Sammelsurium von allem was mit dem Computer derzeit möglich ist. Die Handlung und die Charaktere werden weitergeführt, verkommen aber mehr und mehr zu schablonenhaften Stereotypen, die Handlung bietet viel Überflüssiges, anstatt sich auf den Kern der Geschichte zu konzentrieren. So verkommt der Umschwung eines ganzen Universums zur lahmen, belanglosen Effektorgie. |
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Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung
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Der erste Film des Star Wars Universums braucht eine gewisse Zeit um all die Charaktere, Fraktionen und Mythen einzuführen, was durchaus seine Längen hat - insbesondere das erste Drittel gestaltet sich recht zäh, zudem fehlen dramaturgische Höhepunkte. Zugute halten kann man dem Film seine schön geschriebenen Charaktere, mit denen sich der Zuschauer identifizieren kann, seine ordentlichen Dialoge und natürlich seine bahnbrechenden Effekte. Ohne diesen Film hätten die beiden besseren Nachfolger nicht funktioniert, für sich allein ist Episode IV jedoch eher mau. |
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Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück
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Teil II der alten Trilogie ist der beste Film der gesamten Serie. Die Charaktere werden konsequent weiter entwickelt, es gibt mehr Action und vor allem, mehr Spannung, da die Handlung perfekt ausbalanciert wurde und keine Durchhänger aufweist. Die Schlacht zu Beginn der Films ist imposant, der Plot wird ausgeweitet und bietet mehr Raum für die Protagonisten, aber gleichzeitig auch einen gestiegenen Unterhaltungswert. Der Endkampf ist dramaturgisch nicht zu überbieten und beschert dem Film ein düsteres Ende, das Lust auf den Abschluss der Trilogie macht. |
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Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi Ritter
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Die Dramaturgie des zweiten Films wurde beibehalten, Die Rückkehr der Jedi Ritter mündet nach Spannungsaufbau und der guten Fortführung der Geschichte mit einiger Action in einem würdigen Finale, dass alle offenen Handlungsstränge verknüpft und zu Ende führt. Allerdings ist Episode VI nicht mehr so kurzweillig wie sein Vorgänger, die Charaktere entwickeln sich kaum noch weiter, die Weltraumschlachten wirken wie aus Episode V kopiert. Trotzdem ist der letzte Teil der alten Triologie ist ein ordentlicher Abschluss, das Finale entschädigt für die wenigen Längen auf dem Weg dahin. |
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| Stark - The Dark Half |
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Die Buchvorlage von Stephen King ist ein blutiger, straighter Reißer, mehr ein Psychothriller denn ein Horrorroman. Die Verfilmung übernahm der von King geschätzte George Romero, der Stark, vom Finale mal abgesehen, recht werkgetreu umsetzte, aber trotzdem nur eine Light-Version des Stoffes inszenierte. Obwohl Timothy Hutton in seiner Doppelrolle ordentlich agiert und Romero die Geschichte stringent erzählt, fehlt es Stark an der dichten, latent wahnsinnigen Atmosphäre, es fehlt an Gefühl für die Figuren, es fehlt an der Abartigkeit des Antagonisten, stattdessen werden die Ereignisse recht nüchtern und routiniert aneinandergereiht, sodass Stark ein mäßiger, weil konventioneller Film geworden ist, der den Drive der Vorlage gänzlich vermissen lässt. |
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| Starship Troopers |
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Starship Trropers ist in erster Linie eine Soap Opera, beziehungsweise eine Karikatur jener Formate, die seinerzeit die TV-Landschaft ausfüllten. Ernstnehmen sollte man den Film daher nicht. Die deftigen Gewaltszenen konterkarieren den subtilen zynischen Humor, die Handlung ist wie bei den Vorbildern recht seicht. Neben den Soap Operas kritisiert Starship Troopers auch das US-Militär, Verhoeven inszenierte absichtlich mit viel Pathos und Glorifizierung. So funktioniert der Film als Satire sehr gut, ist aber zu lang geraten und erzählt dabei keine eigene, interessante Geschichte. |
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Stay
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Stay baut bereits in den ersten Minuten viel Spannung auf, die sich allerdings nicht im Film, sondern erst im Kopf des Zuschauers entlädt. Das ist Kino zum Mitdenken, wie es Lynch seit Jahren produziert. Regisseur Forster baut diesen Thriller mit surrealen Elementen und grandioser Optik zu einem Mosaik, das weit entfernt ist vom Mainstream und nicht jedem gefallen will. Wer Lynch mag, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren, wenn Stay auch nicht die Intensität des Meisters erreicht, bietet der Film doch einen zauberhaften Look, hervorragende Darsteller und eine spannende Story, die den Zuschauer aber etwas zwiegespalten zurücklässt. Sehr positiv muss außerdem die virtuose Schnitttechnik erwähnt werden. |
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| Stimme am Telefon |
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Die Ausgangssituation entfaltet schnell ihren Reiz und bietet eine interessante und auch spannende Bühne für das Kammerspiel, das vor allem von seinen Hauptdarstellern getragen wird, insbesondere Sidney Poitier überzeugt mal wieder. Aus der Grundidee macht das Drehbuch im weiteren Verlauf jedoch leider zu wenig, die Dialoge sind durchschnittlich, die Geschichte gestaltet sich erwartungsgemäß, weil Überraschungen ausbleiben. Folglich verläuft die Spannungskurve recht gleichmäßig auf niedrigem Niveau, Stimme am Telefon kann die (zeit)kritische Lage seiner Protagonisten nicht auf das Publikum übertragen. |
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| Stirb Langsam |
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Der Actionklassiker von John McTiernan ist einer der Prototypen des Genres. Stirb Langsam bietet zwar dramaturgisch wie inszenatorisch nur Standardkost, nutzt jedoch seinen Handlungsort gekonnt aus, verdeutlicht über den gesamten Verlauf hinweg die im wörtlichen Sinne auswegslosen Situation des Helden. Durch die lokale Reduzierung entfalten sich Spannung und Atmosphäre, im Zusammenspiel mit der soliden Action und den flotten Sprüchen ergibt sich so eine unterhaltsame Mischung, die etwas unter der wenig dynamischen Inszenierung und den Plausibilitätsschwächen leidet. Insgesamt ist Stirb Langsam leicht überdurchschnittlich und insbesondere für Genrefans empfehlenswert, bietet einiges Kurzweil, jedoch nicht die ganz große Höhepunkte. |
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Stirb Langsam II
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Der zweite Teil setzt auf das Konzept des Vorgängers und versucht naturgemäß, sämtliche Elemente eine Nummer größer aufzuziehen. So bietet Teil II deutlich aufwändigere Explosionen sowie mehr Feuergefechte und Charaktere. Es gibt nicht nur deutlich mehr Tote, sondern auch einige zusätzliche One-Liner. Allerdings ist das Script sehr mäßig und viel zu vorhersehbar, die Antagonisten kommen längst nicht so charismatisch wie ihre Pendants im Vorgänger daher, Spannung will nicht recht aufkommen. Durch den letztlich unnötigen Nebenplot verliert Teil II zudem einige Dynamik. Letztlich ist Stirb Langsam II ein solider Actionfilm, aber erreicht zu keinem Zeitpunkt das Niveau des Vorgängers. |
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| Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3 |
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Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3 ist ein Thriller, der neben Spannung auch wunderbare Dialoge mit subtilem Humor aufweist und seine Geschichte zwar lediglich routiniert und ohne Überraschungen erzählt, aber unterhaltsam ist. Walter Matthau überzeugt in der Hauptrolle mit einer Mischung aus Sarkasmus und Ernsthaftigkeit, der Rest des Casts ist ebenfalls akzeptabel. Die Spannungskurve hebt sich situationsbedingt, wirkliche Dramatik kommt aber nicht auf. So bietet der Film nichts Besonderes, ist aber ein guter Zeitvertreib ohne gröbere Schnitzer. |
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| Strafpark - Punishment Park |
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Die Mockumentary Strafpark zeichnet ein kontroverses Schreckensbild von tyrannischen Staatsautoritäten der Vietnamära. Zwar ist das Geschehen fiktiv, aber derart realistisch und dokumentarisch gehalten, dass Watkins' Werk wie ein verschollenes Beweisvideo realer Ereignisse wirkt. Strafpark ist sehr geschickt und subversiv inszeniert, stellt die dramatischen Geschehnisse im Strafpark den widersinnigen, fast schon kafkaesken Schauprozessen gegenüber und fordert den Zuschauer geschickt heraus, um ihm seine Ohnmacht im Finale gleich wieder vorzuhalten. Die authentischen Darsteller und die schroffe Optik runden den ungewöhnlichen und gelungenen Film hervoragend ab. |
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Strange Circus
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Strange Circus ist das Werk eines jungen Wilden des japanischen Kinos - Sion Sono war sichtlich bestrebt, einen optisch mitreißenden Film zu gestalten, doch seine durch und durch artifizielle Inszenierung ist viel zu offensichtlich bemüht, möglichst stylish zu sein. Sono findet dabei keine klare Linie, sein Werk ist effektheischend, wirr und wild. Davon abgesehen vermag es der Regisseur nicht, seine grundsätzlich interessante Geschichte geradlinig zu erzählen; Narration und Dramaturgie leiden enorm unter Sonos verquasteten Stilwillen. So ist Strange Circus letztendlich recht langatmig und inhaltlich wenig ergiebig, während die Aufmachung die Nerven arg strapaziert, sodass der Film insgesamt äußerst schlecht ist. |
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| Straße ohne Namen |
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Straße ohne Namen ist ein fast dokumentarischer Kriminalfilm. Ein Off-Erzähler erläutert das Vorgehen der Ermittler, die Inszenierung ist bodenständig und unaufgeregt. Dennoch ist Straße ohne Namen keineswegs spannungsarm oder besonders nüchtern, denn die Geschichte ist stimmig erzählt und das Finale sogar temporeich. Da die Grundidee des Drehbuchs, wie auch die Charakterzeichnung recht simpel ist, ist Straße ohne Namen kein überdurchschnittlicher Krimi geworden, unterhaltsam ist der Film, auch aufgrund der guten Darsteller, aber durchaus. Etwas Besonderes bietet der Film jedoch nicht. |
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| Streik |
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Sergei Eisensteins Propagandafilm erzählt die tragische Geschichte eines Streiks und nutzt dabei wie später auch Panzerkreuzer Potemkin keine Heldenfiguren, sondern ein Protagonistenkollektiv. Seine Wirkung entfaltet Streik auch heute noch, was sich in der dynamischen, zur Zeit der Entstehung wegweisenden Montage begründet. Auch überraschen die szenenweise durchaus drastischen Bilder. Bedingt durch die offen zutage tretende Propagandabotschaft fesselt Eisensteins Werk jedoch wenig. |
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| Stromboli |
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Roberto Rossellinis Stromboli ist zwar ein Film des italienischen Neorealismus, bricht aber mit den gängigen inhaltlichen Merkmalen dieser Stilrichtung: Kriminalität und zerbombte Großstädte bleiben außen vor, stattdessen siedelte das Drehbuch die Geschichte einer einsamen Frau auf einer Insel an. Die Frau aus guten Verhältnissen (passend besetzt und gute Leistung: Ingrid Bergman) wird durch die bäuerliche Dorfgemeinschaft isoliert, der Konflikt zwischen den Leben vor und nach den Krieg wird so gut dargestellt. So interessant die Idee ist, krankt die Umsetzung leider an seiner Zähheit, gerade in der zweiten Hälfte verliert die Geschichte etwas den Faden. |
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| Subconscious Cruelty |
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Subconscious cruelty ist wohl einer der kontroversesten Experimentalfilme überhaupt. Karim Hussains Regiedebüt besticht teilweise durch atemberaubende Bilder, ist inhaltlich aber jenseits jeden guten Geschmacks. Der Film besteht aus mehreren unzusammenhängenden Episoden, weshalb eine Handlung nicht wirklich existiert, meist funktioniert der Film über Bild und Musik, ohne Dialoge. Hussains Angriff auf das Mainstreamkino ist überaus drastisch und sollte nur von Genrefans angeschaut werden - doch selbst die werden angesichts der extremen Bilder abgeschreckt sein. |
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| Subway |
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Die Pariser Metro ist geradezu prädestiniert als Handlungsort eines Films, bietet flexiblen und eigenwilligen Nährboden für Geschichten aller Art. Luc Besson nutzt das Setting für interessante Bilder, fängt 24-stündige Helligkeit in den öffentlichen Bereichen und die Düsternis in den Versorgungsgängen dahinter ein, eine Geschichte erzählt er indes nicht. Skurrile Charaktere tun skurrile Dinge, ohne einen anderen Rahmen als den Ort. Die damit verbundene fehlende Dramaturgie lässt schnell Langeweile aufkommen, wenn man den Charakteren nichts abgewinnen kann. Subway wirkt wie eine nur teilweise funktionierende Stilübung. |
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| Sullivans Reisen |
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Sullivans Reisen ist durchgängig unterhaltsam und gefällt durch die schönen Dialoge sowie durch die Entwicklung des Protagonisten, die plausibel und pointiert dargestellt wird. Wie so oft überzeugt Veronika Lake durch ihr Charisma, hier nachweislich auch abseits ihrer Film-Noir-Rollen. Sturges' Sozialkritik ist zwar klar zu erkennen, aber eher mild-moralischer Natur und nicht besonders drastisch ausgeprägt. Für Fans von Screwballkomödien ist Sullivans Reisen einen Blick wert, der ganz große Wurf ist Sturges jedoch nicht gelungen, weil die nötige Rasanz fehlt und der Humor zu verhalten auftritt. |
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| Sunshine |
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Das große Plus des Films sind seine wahrhaft berauschenden Bilder: Mal blau und frostig, mal leuchtend orange und blendend. Sie zeigen winzige Menschen im Nichts des Weltraums, bedeutlungslos, zeitlos, hilflos. Die grandiosen Bildkompositionen ziehen den Zuschauer in den Film, erzeugen eine dichte Atmosphäre und werden von einem großartigen Score und ansprechendem Setdesign unterstützt. Auch die Darsteller wissen zu gefallen und geben ihren Charakteren menschliche Wärme. Viele werden sich an dem Bruch mit herkömmlichen Sehgewohnheiten im letzten Viertel stören, doch dies kann auch als Boyles Hinwendung zu universellen Themen gedeutet werden. |
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| Surviving The Game |
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Der Cast ist für eine Billigproduktion durchaus ansehnlich, so einige verdiente Darsteller geben sich die Ehre. Ihnen ist es auch am Allerwenigsten anzulasten, dass Surviving The Game ein schlechter Film geworden ist. Das Problem ist das Drehbuch, dass überraschungslos und spannungsarm daherkommt. Die flachen Charaktere entwickeln sich nicht, Dialoge und Situationen sind uninspiriert und die Moral des Endes ist definitv fragwürdig. Selbst als platte Unterhaltung der seichten Art funktioniert Surviving The Game nur bedingt, das geringe Budget und das schwache Drehbuch sind in jeder Szene ersichtlich. |
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| Suspiria |
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Dario Argentos Suspiria ist sicherlich einer der bekanntesten Vertreter des Giallo. Das Drehbuch besitzt einiges Potenzial, die Geschichte ist zwar nicht unbedingt besonders innovativ, bietet aber ein interessantes Setting. Die Umsetzung ist allerdings misslungen: Nicht nur die Leistungen der Darsteller, sondern auch die märchenhaft-stilisierten Elemente mindern Spannung und Atmosphäre. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig, sorgte für einige wenige gelungene Bilder und setzt ansonsten auf drastische Gewaltdarstellungen. Auch die Darsteller und das Finale von Suspiria enttäuschen. |
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| Suzhou River |
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Ye Lous Film bietet in triste Bilder getauchte Poesie, die die Gegend des Drecks, der Spelunken und der einfachen Menschen wie eine weit entfernte, fast märchenhafte Parallelwelt aussehen lässt und viel Gefühl vermittelt. Durch die Erzählweise wird der Zuschauer zwar von den Protagonisten distanziert und trotz eher kurzer 85 Minuten tun sich gegen Ende leichte Längen auf, dennoch ist Suzhour River ein interessanter Film. Schade nur, dass die Figuren so blass bleiben, eine tiefergehende Charakterzeichnung wäre nötig gewesen, um mehr Empathie zu generieren. |
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| Sweeney Todd |
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Zwar bietet das Musical typische Merkmale von Regisseur Tim Burton, auf Gothic-Kitsch wird dabei jedoch verzichtet: Sweeney Todd bebildet sein viktorianisches London düster und dreckig, verrucht und zerschunden, in wunderbaren (Computer)Bildern, die in sehenswerten digitalen Kamerafahrten und aus unkonventionellen Perspektiven erschaffen werden. Ausstattung, Setdesign und Kostüme runden die Optik wunderbar ab. Inhaltlich bietet der Film eine spannende Geschichte mit Dramatik, Humor und nicht wenig Blut, grandios sind die Dialoge, die enorm pointiert und gleichzeitig sehr elegant daherkommen. Auch die namenhaften Darsteller können zur Gänze überzeugen. Zwar sind die Lieder etwas zu redundant, doch angesichts der vielen positiven Eigenschaften fällt dies nur wenig ins Gewicht. |
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| Sweet And Lowdown |
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Sweet And Lowdown ist keine Mockumentary, eher ein Film "basierend auf unwahren Tatsachen", eine fiktive Musikerbiographie. Sean Penn überzeugt in der Hauptrolle, die Nebendarsteller gefallen auch, schade ist das Uma Thurmans Part zu klein ausgefallen ist. Der Film besitzt subtile komische Spitzen, im Grunde ist es aber keine Komödie. Die Inszenierung ist recht zurückgenommen, es überwiegen ruhige Töne, daher sind die Durchhänger in der zweiten Hälfte nicht überraschend. Man hat das Gefühl, dass Sweet And Lowdown etwas fehlt, nicht immer ist das fiktive Wirken des Musikers interessant, eine Identifizierung mit der Figur nicht immer einfach. |
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| Sword Of Doom |
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Im Schatten von Kurosawas Samuraifilmen Sanjuro, Yojimbo und Co. wird Sword Of Doom zu Unrecht oft vergessen. Zwar ist die Handlung ähnlich simpel gestrickt, die sehr schön inszenierten Actionszenen und die ausdrucksstarken Darsteller können dagegen überzeugen. Wo Kurosawas expressive Figuren schreien und gestikulieren, sind die Charaktere in Sword Of Doom äußerlich völlg ruhig, wodurch atmosphärisch dichte und Szenen entstehen, die zu fesseln vermögen. Leider driftet das letzte Viertel stark vom bis dato eingeschlagenen Weg ab, bietet ein unfertig wirkendes Ende und lässt vorherige Handlungsstränge völlig unberücksichtigt. |
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| Szamanka |
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Einmal mehr interessiert sich Regisseur Zulawski für menschliche Abgründe und lässt seine Figuren in symbolreichen Bildern aufeinanderprallen. Allerdings ist Szamanka von Anfang bis Ende völlig durchtränkt mit esoterischen Szenen, mit Drogentrips und wirrer Mystik, dass ein Verständnis der Handlungen, der Figuren und der Grundgeschichte kaum möglich sind. Szamanka kommt zudem trocken und langatmig daher und erstickt jede Beziehung zu den Charakteren im Keim, konzentriert sich ganz auf die unkonventionelle, aber eben auch hysterisch-nervige Inszenierung. |
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