The

 
The 13th Floor
The 13th Floor basiert auf dem Roman Simulacron-3, der auch schon von Fassbinders TV-Film Welt am Draht genutzt wurde. Beim Vergleich mit diesem zieht The 13th Floor klar den Kürzeren: Obwohl die Darsteller nicht schlecht spielen, der Look der Bilder gefällt und stellenweise auch die Atmosphäre stimmt - das Drehbuch lässt jegliches Potenzial des Stoffes ungenutzt, philosophische Komponenten oder wenigstens etwas Tiefgang wurden von vorneherein vermieden, stattdessen der Plot grob zurechtgestutzt und plump inszeniert.  
The American
Es gibt Filme, die schöpfen ihren Reiz aus der Distanz zu ihrer Hauptfigur, indem sie die Möglichkeit geben, die Protagonisten als außenstehender Betrachter zu sehen und das große Ganze analysieren zu können. Dies versuchte wohl auch Regisseur Corbijn mit seinem zweiten Film The American, scheitert aber. Scheitert, weil es nichts zum Vertiefen gibt, weil The American ausschließlich aus seiner Oberfläche besteht und seinen leeren Figurenhülsen nichts zu entnehmen ist. So funktioniert der Film weder als Drama noch als ruhiger Thriller. Einzig die Optik ist gelungen, hilft aber auch nicht darüber hinweg, dass die Motive der Figuren selten nachvollziehbar erscheinen und fortlaufend zum Stirnrunzeln verleiten.
The Artist
Zwar ist es prinzipiell zu begrüßen, dass mit The Artist ein Stummfilm zu Oscarehren kam und von den Medien positiv aufgenommen wurde, doch ist das Werk von Regisseur Michel Hazanavicius vollkommen durchschnittlich. Es gelang den Machern, mit modernen Mitteln ein gewisses Stummfilmflair zu schaffen, doch mehr als seine Machart hat The Artist nicht zu bieten. Im Gegensatz zu anderen modernen Stummfilmen der letzten Jahre (La Antena; Brand Upon The Brain; Juha), an denen sich The Artist messen lassen muss, bleibt seine Form in jedem Moment selbstzweckhafte Spielerei. Doch darüber hinaus hat er schlicht nichts zu bieten außer einer klischeehaften und völlig vorhersehbaren Geschichte und solidem Schauspiel. So erweist sich The Artist letztlich als banaler und konventioneller als viele "echte" Stummfilme.
The Big Red One Mit The Big Red One realisierte Samuel Fuller einen autobographisch geprägten Kriegsfilm (Fuller war selbst Soldat im zweiten Weltkrieg), für den er mehr Produktionsmittel als sonst zur Verfügung hatte. Das 155 Minuten lange Werk zeigt chronologisch die Einsätze einer kleinen Gruppe amerikanischer Scharfschützen und positioniert sich dabei weder als Kriegsactioner, noch als wirklicher Antikriegsfilm, sodass The Big Red One trotz sympathischer Darsteller um Lee Marvin nicht so recht zündet, weil kein zentrales Thema fokussiert wird, auch die Charaktere bleiben recht blass. Immerhin ist der Film trotz Überlänge nie langatmig.
The Brown Bunny Bereits in den ersten Minuten beweist Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Vincent Gallo, dass ihn Konventionen nicht interessieren. Der Zuschauer wird völlig außen vor gelassen, The Brown Bunny zeigt grenzenlose Einsamkeit, schnörkellos, ohne Dramaturgie. Gallo dekonstruiert die Romantik und Coolness dieser Einsamkeit ebenso wie den Freiheitsdrang anderer Roadmovies, zwingt auch sein Publikum zu dieser Erfahrung. Das äußerst sensible und sehr intime Finale offenbart rückwirkend die große, schmerzhafte Ebene hinter dem, was der Zuschauer zuvor sah - die Hoffnungslosigkeit und die ausgeprägte Leere machen The Brown Bunny großartig und memorabel, zwingen zur Auseinandersetzung und wecken eine tiefe Sehnsucht nach Gutem.
The Bunker The Bunker ist ein überaus lahmer "Horror"-Film, der insbesondere durch die schwachen Darstellerleistungen schockt. Die gruselig-schlechten Dialoge und das scheinbar nicht existierende Drehbuch bilden die Grundfesten dieses Machwerks. Das Beste am Film ist das Setdesign, bestehend aus viel Beton und viel Dunkelheit. Das sagt dann schon so einiges über das Niveau. Der Film langweilt über die volle Spielzeit, das karge Budget ist klar erkennbar, vom Prädikat "solide" ist The Bunker weit entfernt.
The Contestant - Der Kandidat Dass der Großteil der Lottomillionäre ihr Geld schnell wieder verlieren ist zwar allseits bekannt, im Film aber bis dato kaum präsent gewesen. The Contestant widmet sich diesem Thema und zeigt durchaus interessante Ansätze, bleibt inhaltlich aber weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, da die Inszenierung alles andere erdrückt. Die Geschwindigkeit ist konstant hoch, viel zu schnell jedenfalls für das Sujet, Regisseur Cortés gestaltete den Film wie ein stylisches Musikvideo und nutzte dafür unzählige Verfremdungstechniken und nachträgliche Bearbeitungen. Langweilig ist der Film zu keiner Sekunde, allerdings kommt der interessante Inhalt nicht zur Geltung, The Contestant wirkt recht fade.
The Crow Die Idee von The Crow ist nicht neu, die Darsteller sind eher schwach und Kämpfe sowie Effekte wirken nicht mehr zeitgemäß, haben sichtlich Staub angesetzt. Wer über diese Schwächen hinwegsehen kann darf sich über die durchgängig düstere Atmosphäre freuen (die durch den passenden Score gut untermalt wird) und das immer mal wieder expressive Setdesign bewundern. Die düstere Grundstimmung reicht allerdings nicht, den gesamten Film allein zu tragen, der ohne Spannung und Schauwerte zwar nicht langweilt, aber nicht zu begeistern vermag.
The Da Vinci Code - Sakrileg Die Buchfortsetzung von Dan Browns Illuminati wurde zuerst verfilmt und ist mit viel Produktionsaufwand handwerklich ordentlich in Szene gesetzt worden. Wie schon Browns Bücher leidet auch der Film unter der überzogenen Handlung, wobei die Bücher eine sehr guten Spannungsbogen aufwiesen, den der überlange Film zu keinem Zeitpunkt halten kann. Die Buchcharaktere wurden für den Film vereinfacht, dies müssten die Darsteller ausgleichen, doch wirklich gefallen können nur Ian McKellen und Paul Bettany. Tom Hanks und Jean Reno sind aufgrund ihrer Präsenz zwar kein Totalausfall, enttäuschen aber.
The Dark Knight Der Medienhype war gewaltig und teilweise auch gerechtfertigt: Die Darsteller spielen alle auf hohem Niveau, wenn auch gerade Heath Ledger nicht oscarverdächtig ist. Die Story bleibt stets interessant, Action ist vorhanden und die Grundstimmung ist klasse. Doch Nolan konzentriert sich zu sehr auf den Joker und vergisst dabei die Entwicklung des Helden. Die Actionszenen sind einige Male unansehnlich inszeniert, die Figur des Two-Face wurde regelrecht verschenkt. The Dark Knight ist insgesamt ein guter, unterhaltsamer Film, aber bei weitem kein Meisterwerk.
The Descent Neil Marshalls Horrorfilm lebt immens von der enorm dichten Atmosphäre, die über die gesamte Spielzeit hinweg stimmungsvoll und klaustrophobisch gehalten ist und gleichzeitig dafür sorgt, dass The Descent, obwohl er zu weiten Teilen in setdesigntechnisch wenig ergiebigen Höhlen spielt, dennoch zu keinem Zeitpunkt langatmig wirkt. Auch der Aufbau der Geschichte ist gelungen, gibt dem Zuschauer Zeit, die Charaktere kennen zu lernen und eine Bindung zu ihnen aufzubauen, während die zweite Hälfte viel Spannung besitzt, weil die Inszenierung immer mal wieder auf Grusel statt auf bloßes Erschrecken setzt. Insgesamt ist The Descent einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre, wenn auch die ganz großen Höhepunkte fehlen.
The Door In The Floor Trotz der ruhigen Machart baut sich schon nach kurzer Zeit eine fast zeitlose Atmosphäre auf. Sehr gut sind die Darsteller, sowohl Jeff Bridges als auch Jon Foster und Kim Basinger überzeugen. Die Handlung entfaltet sich langsam und offenbart erst nach einiger Zeit die eigentliche Grundsituation. Im Laufe des Films wird vieles subtil angedeutet, wirkliche Ergebnisse sind nicht erkennbar, eine Entwicklung findet vielleicht statt, ist aber nicht ersichtlich und bleibt so vom Zuschauer interpretierbar. Auch nach dem Schluß bleiben Fragen offen, etwas konkreter hätte The Door In The Floor ruhig werden können.
The Doors Oliver Stones Biopic zum Frontmann von The Doors, Jim Morrison, hält sich zwar nicht an die Fakten, weiß aber in seinen opulenten, hypnotischen Bildern zu überzeugen, sofern man die Glorifizierung der Figur als Hommage durchgehen lassen will. Exzentriker Val Kilmer ist die Idealbesetzung der Hauptfigur und füllt diesen Rahmen perfekt aus, doch auch die anderen Darsteller wissen zu überzeugen. Die neu eingespielte Musik ist ein weiterer Faktor der der Atmosphäre zuträglich ist. Als überzeichnete Hommage funktioniert The Doors, am Ende des etwas zu lang geratenen Films wäre ein etwas differenzierter Blick auf die Person aber wünschenswert gewesen.
The Element Of Crime
Lars von Triers Debütfilm ist überaus beachtlich und überzeugt auf vielen Ebenen. Formal hat von Trier Herausragendes geleistet und erschafft in enorm düsteren monochromen Bildern eine apokalyptische Welt, die aus den Fugen geraten ist und sich im Zerfall befindet. Optisch erinnert The Element Of Crime stark an die Werke von Tarkowski, besitzt ein memorables Setdesign und ausgedehnte Kamerafahrten. Im Grunde hat von Trier einen Neo Noir gedreht, der in einer überhöhten, mystischen Parallelwelt irgendwo zwischen verlorenener Vergangenheit und dystopischer Zukunft spielt. Ein Hauch von zynischem Humor, einige kafkaeske Momente und die von Konventionen befreite Dramaturgie machen den Auftakt der Europa-Trilogie zu einem ungemütlichen, bedrohlichen Stück Film, dessen hypnotisches Wesen den Zuschauer gänzlich in seinen Bann zieht.  
The Expendables Stallones Versuch, das Actionkino der alten Schule neu zu beleben ist klar als gescheitert anzusehen, wobei man ernsthaft fragen muss, ob der Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion mit Herzblut bei der Sache war. The Expendables ist durch und durch ein Industriekinoprodukt und kommt reichlich seelenlos daher. Nicht nur das Script ist voller Klischees und Szenen, die man schon hundert Mal gesehen hat, auch die namenhaften Darsteller wurden komplett verschwendet, denn ihre Charaktere haben nicht die Spur eines Profils. Selbst die Action ist bestenfalls durchschnittlich, weil uninspiriert. So ist The Expendables Durchschnittskino in Reinform.
The Face Of Another Besonders visuell hat der Film definitiv seine Momente, wenn die aseptischen Bilder des Labors durch die bisweilen recht düsteren Stadtszenen kontrastiert werden. Inhaltlich thematisiert der Film den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Identität, sowie die Wahrnehmung von beidem, was durchaus interessant ist, über weite Strecken der Spielzeit aber nur grob tangiert wird. Das langsame Tempo lässt zwar das schrittweise Verdichten der latent bedrohlichen Atmosphäre zu, verhindert jedoch auch, dass Teshigaharas Film zu fesseln vermag. Gelungen ist das Finale, doch in diesem Moment, in dem der Film erst spannend zu werden scheint und sein Potenzial andeuten kann, ist er leider zu ende, sodass die eigentlich interessante Thematik im entscheidenden Moment fallen gelassen wird.  
The Fan Die Grundsituation wirkt zwar etwas künstlich, dennoch lebt The Fan davon, dass er die Geschichten von Stalkern eben durch die Realität bestätigt werden. Durch das Fokussieren der beiden Hauptfiguren wird die potenziell plakative Story in den Hintergrund gerückt. Überzeugend sind die Darsteller, sowohl De Niro als auch Snipes spielen glaubhaft. Dramaturgisch folgt The Fan einem recht vorhersehbarem Schema, Spannung kommt so kaum auf. Insgesamt ist der Film recht unterhalsam, bietet aber keine ernsthafte Auseinandersetzung mit seinem Thema, sondern ist auf reine Unterhaltung ausgelegt.
The Flicker Tony Conrads bereits 1965 erschienender 28 Minuten kurzer Experimentalfilm The Flicker besteht ausschließlich aus schwarzen und weißen Frames, die sich in verschiedenen Variationen und Rythmen abwechseln. So entsteht ein Stroboskop-Effekt, der jeden Zuschauer individuelle Sinneseindrücke beschert. The Flicker ist damit im Grunde ein 4D-Film, da er ohne bewusste Interpretation der Sinneseindrücke direkt auf die neuralen Nerven wirkt und somit keine Sichtung einer anderen gleicht. Es ist überraschend, wie schnell die Zeit verfliegt. The Flicker ist natürlich keineswegs mit konventionellen Filmen zu vergleichen, aber definitiv ein Erlebnis.  
The Fountain Mit The Fountain versuchte sich Regisseur und Drehbuchautor Darren Aronofsky an ganz schwerer Kost: die großen Fragen des Lebens, die Bedeutung von Tod, Spiritualität und Existenz sollen thematisiert werden. Dabei scheitert Aronofsky auf ganzer Linie, ergeht sich in metaphorischer Symbolik und pseudotiefgründiger, in drei Ebenen gegliederten vagen Handlungsfragmente. Einzig die sehenswerte Bildgestaltung und die gelungenen Effekte helfen zumindest teilweise über die ärgerliche inhaltliche Seite hinweg. Auch die Darsteller spielen äußerst gut, obwohl ihre Figuren nur leere Hüllen sind.
The Frighteners Peter Jacksons fünfter Spielfilm bedeutete einen großen Schritt von seinen Trashklassikern zum Mainstream, The Frighteners bietet hervorragende Unterhaltung und erfüllt sein Ziel damit vollauf. Das Drehbuch sprüht vor skurrilen Ideen und wunderbaren Dialogen, zudem erzeugt der Film Situationsspannung und hebt sich durch die fantasievolle Inszenierung von anderen Filmen des Genres ab. Die Effekte sind zwar nicht mehr zeitgemäß und die Darsteller lediglich solide, dem Spaß tut dies aber keinen Abbruch, da die rasante, bunte Achterbahnfahrt recht kurzweilig ist.
The Game
Der Titel ist ein Wink mit dem Zaunpfahl: Regisseur David Fincher spielt nicht nur mit dem Protagonisten, sondern auch mit dem Zuschauer. Sein Vexierspiel aus verschiedenen Thrillerversatzstücken ist geschmackvoll inszeniert und rät zum kurzweiligen Mitpuzzlen ein. Dabei wirkt The Game allerdings derart konstruiert, dass er bisweilen zwar sehr effektvoll daherkommt, allerdings zu jedem Zeitpunkt zu offensichtlich eine Stilübung bleibt. Die gut aufgelegten Darsteller können daran allerdings szenenweise rütteln und dem Film die nötige Prise Glaubwürdigkeit verleihen. Während Douglas in seiner Paraderolle als Yuppie souverän agiert, überzeugt vor allem Sean Penn in einer Nebenrolle. Insgesamt ist Fincher ein unterhaltsames Werk gelungen, das allerdings immer etwas leer wirkt.
The Good Cop Lasse Spang Olsen (In China essen Sie Hunde) baut wieder skurrile Situationen und Charaktere auf, ähnlich einiger Filme der Gebrüder Coen. Kim Bodnia passt perfekt in die Hauptrolle und ist überzeugend. Einige Gags zünden, andere tun dies nicht, was The Good Cop zu einer Geschmackssache macht. Die Handlung verliert sich zwischendurch etwas in Nebensächlichkeiten, zum Ende hin zieht The Good Cop das Tempo dann wieder an.
The Heart Is Deceitful Above All Things Asia Argentos Regiedebüt erzählt eine Passionsgeschichte im modernen Amerika, irgendwo zwischen White Trash und Religionswahn versucht Argento mit den stilisierten Bildern zu verstören. Dies gelingt zu keinem Zeitpunkt, da die Grundaussage, dass es schlechte Menschen gibt die böse Dinge tun, reichlich banal ist. Die Inszenierung ist derart kalt, dass man als Zuschauer nur schwer mit der Hauptfigur mitfühlen kann. So entstehen einige Längen, auch, weil die Charaktere nie wirklich tiefgehend gezeichnet werden. Argentos Film kommt nie über das Attribut Betroffenheitskino hinaus.
The Informers
Die Verfilmung des gleichnamigen Buches von American Psycho-Autor Bret Easton Ellis hält sich zwar an die Vorlage, kann jedoch, wie auch alle anderen Adaptionen von Ellis-Romanen, lediglich den Geist der Geschichten wiedergeben, ohne dabei einen Weg zu finden, Ellis' prägnante Sprache in das Medium Film zu übersetzen. Somit erzählt The Informers zwar dasselbe wie der Roman und besitzt auch die eiskalte Narration und Perspektive, weist jedoch nicht den triefenden Sarkasmus, den bösartigen Humor, die Drastik und Schärfe des Textes auf, sondern buchstabiert lediglich dessen Oberfläche nach und weckt genau da keinerlei Emotionen, wo das Buch den Leser empfindlich trifft. Weil der Film nicht hinter das Äußere blicken kann bleibt er banal und uninteressant.
The Insect Woman
Während Filmemacher Shohei Imamura in seinem vorherigen Werk Pigs And Battleships noch relativ lose die gesamte japanische Nachkriegsgesellschaft sezierte, näherte er sich diesem Thema mit The Insect Woman von einer anderen Seite, indem er das exemplarische Einzelschicksal einer Frau herausgriff und den Zeitraum ausweitete, über mehr als 40 Jahre anlegte. Dass der Film folgerichtig immer mal wieder einige Jahre in die Zukunft springt ist allerdings gewöhnungsbedürftig und lässt ihn fragmentarisch erscheinen. Als Passionsgeschichte funktioniert The Insect Woman recht ordentlich, trotz seiner Tragik ist die emotionale Wirkung jedoch gering: Nicht nur weil die Inszenierung zu unnahbar gehalten ist, sondern auch, weil dem Film Imamuras sonstige Energie fehlt und so einige Längen entstehen. So erweist sich das Werk letztlich als Prototyp von Imamuras gelungenerem nächsten Film Intentions Of Murder.  
The Jacket The Jacket ist ein etwas anderer Film der es schafft, die Handlung lange im Unklaren zu lassen und trotzdem stets spannend zu sein. Die Darsteller sind allesamt super besetzt und die Story weiss zu überzeugen, obwohl sie nicht auf einen Aha-Effekt aus ist. So kann der Zuschauer sich auch nach Filmende Gedanken machen, was The Jacket zu einem Film macht den man öfter gucken kann.
The Killer Fünf Jahre nach A Better Tomorrow I und II entstanden, ist The Killer ein weiterer Vertreter des Heroic Bloodshed-Subgenres und bietet wie schon die beiden genannten Werke brachiale Action, die überaus ansehnlich und stilisiert in Szene gesetzt wird. Wieder mit dabei ist Hauptdarsteller Chow Yun-Fat, der einmal mehr viel Charisma versprüht. Allerdings fällt The Killer im Vergleich zu den ersten beiden A Better Tomorrow-Teilen etwas ab, weil er gerade nach der ersten Hälfte zu unpointiert daherkommt, somit etwas langatmig gerät. Das Potenzial der beiden gegensätzlichen Protagonisten nutzt Woo nur rudimentär, was abseits der sehenswerten Shootouts ein Vakuum hinterlässt, das szenenweise mit zu großen Gesten, zuviel Melodramatischem ausgefüllt wird. Dennoch ist The Killer dank seiner ansehnlichen Inszenierung insgesamt ein überdurchschnittlicher Actioner.  
The Killer Inside Me The Killer Inside Me ist ein Film über einen sadistischen Psychopathen, der von Casey Affleck hervorragend verkörpert wird. Trotzdem ist der Film kein bisschen spannend, die Handlung verläuft ohne jegliche Steigerung von Tempo oder Dramaturgie flach vor sich hin und hat einfach nichts zu erzählen, was man nicht aus zig anderen Filmen kennt. Die weiblichen Nebendarstellerinnen sind unterfordert von ihren profillosen Charakteren, die Effekte des Finales sind erschreckend schlecht. Überzeugend sind der beschwingte Score und die slangigen Dialoge, handwerklich ist der Film ohne Schwächen, insgesamt trotzdem völlig belanglos.
The Machinist Das erste Merkmal des Films ist wohl Christian Bale: bis zur Unerkenntlichkeit abgemagert spielt er mit unglaublicher Intensität, mit hervorrager Mimik und Gestik die Hauptrolle. Doch The Machinist besticht weiterhin durch seine düstere Atmosphäre, die durch die wenigen Dialoge und die vielen Farbfilter erreicht wird. Der Film ist in stetigem Grau gehalten, es gibt kaum Farben und selbst das Licht wirkt falsch. Das einzige Manko des Films ist die Story, die nur bekannte Motive verarbeitet und einfach zu schlicht ist.
The Man From Earth Die Grundidee des Films ist recht faszinierend, das Problem ist nur, dass solche Stoffe einfach nicht in kurzer Filmlaufzeit behandelt werden können, ohne gebrochen oder auf einen Kern, einen kleinsten gemeinsamen Nenner reduziert zu werden. The Man From Earth tut dies nicht, sondern beschränkt sich auf universelle Randnotizen des gewaltigen Lebens der Hauptfigur. Dies wirkt sich negativ aus, da jedes der angeschnittenen Themen lediglich am Rande behandelt wird. Tiefgang fehlt völlig, eine Gegenüberstellung von Meinungen findet nicht statt, weshalb der Film seine tolle Idee ungenutzt lässt, durch die vielen Dialoge aber recht kurzweilig ist.
The Man From Nowhere Regisseur Lee Jeong-beom hat mit The Man From Nowhere einen ordentlichen Actionthriller geschaffen, der gerade in der zweiten Hälfte düstere Thematiken nutzt und so eine dichte Atmosphäre erschafft. In Hälfte eins wird der Etablierung der Figuren viel Zeit eingeräumt, was sich später positiv auswirkt, anfangs aber etwas langatmig erscheint. Trotz einiger Plausibilitätsschwächen ist The Man From Nowhere für Genrefans interessant, weil auch die Action stimmig inszeniert ist, insbesondere das Finale ist sehenswert in Szene gesetzt, die Geschichte ist dagegen insgesamt eher funktionaler Natur.
The Million Dollar Hotel Wim Wenders' Film ist durchdrungen von ruhigen Momenten, die in einer Halbwelt zwischen Realität und Traum stattfinden zu scheinen - Dem Million Dollar Hotel. Innerhalb des Gebäudes, abgeschnitten von der New Yorker Vernunftwelt, hat alles seinen eigenen Sinn, die Menschen, die im Hotel leben sind skurril, ihr Leben dreht sich, völlig gegenstandslos für Außenstehende, um kleine Marotten und Bedürfnisse, abseits von normalen Wertvorstellungen.  So ist auch der Film: traumhaft, ohne Entrinnen vor dem  Erzähltempo oder der Nonsensstory, mit deplazierten Darstellern (allen voran: Mel Gibson). Sowohl Inszenierung als auch Narration wirken wie eine flüchtige Notiz nach dem Erwachen aus einem Traum, eine Intention ist nicht erkennbar, Spannung oder auch nur Unterhaltung ist nie gegeben.
The Minus Man Mit stattlichen 61 Jahren realisierte Hampton Fancher (Drehbuch für Blade Runner!) sein Regiedebüt und ignoriert von vorneherein die Konventionen des klassischen Erzählkinos ebenso wie gängige Genrestrukturen. Nicht nur dass ständig die Sonne scheint und die Grundstimmung positiv ist, auch der wagemutig (und perfekt) besetzte Owen Wilson in der Hauptrolle überrascht. Fanchers Film will weder Spannung erzeugen noch von einer gequälten Seele erzählen, sein Serienkiller ist ein amerikanischer Durchschnittstyp, der nichts einen Wert abgewinnen kann. Diese Gelassenheit, die aus postmoderner Ruhe- und Orientierungslosigkeit resultiert, gibt The Minus Man etwas Paradox-Beängstigendes. Die über volle zwei Stunden ruhige Inszenierung erfordert jedoch einige Geduld und lässt stellenweise sehr kalt.
The Nameless Der spanische Thriller überzeugt durch seine dunklen Bilder und die düstere Grundstimmung, The Nameless kokettiert gerne und oft mit Elementen des Horrorfilms, ist dabei aber zu aufgesetzt, insbesondere die vielen plumpen und vor allem, zwecklosen Zwischenschnitte zerren stark an der ansonsten geschlossenen Form des Films. Die Darsteller sind dagegen recht gut, die Hauptcharaktere ebenso wie die Handlung interessant herausgearbeitet worden, die Konsequenz der Geschichte ist eine positive Überraschung, die ersten zwei Drittel ziehen sich aber.
The Proposition Ein ungewöhnlicher Western, der im australischen Outback spielt, in wenigen Szenen viel Blut spritzen lässt und den Zuschauer auf die Probe stellt, da er nicht einen Sympathieträger aufweist. Die Handlung ist westerntypisch schlicht, die Charaktere sind allesamt schmutzig, morallos und unangenehm, was den Darstellern Raum zum Spielen gab, den sie gut ausfüllten, vor allem Pearce und Winstone gefallen, identifizieren kann man sich aber zu keinem Zeitpunkt mit einem der Figuren. Leider hat The Proposition seine Längen, scheint nie richtig in Fahrt zu kommen und ist zudem immer vorhersehbar, weshalb der Zuschauer das untypische, schwache Finale zur Kenntnis nimmt und abschaltet.
The Quiet Earth Für den Protagonisten ist der menschenleere Planet Fluch und Segen - wo keine Gesellschaft mehr existiert, bestehen auch keine bindenden Normen, Vorschriften und moralische Bedenken mehr. Doch ohne andere Menschen ist jede irrationale Rebellion schlicht unbefriedigend. So gibt The Quiet Earth in der ersten, konsequenten Hälfte einige Anregungen, sich zum Menschsein Gedanken zu machen, während der zweite Teil dann clever zeigt, dass bereits drei Personen eine Gesellschaft bilden, mit sämtlichen Makeln. Im weiteren Verlauf lässt die Grundspannung dann nach, erst zum Finale hin bekommt die Geschichte Schwung, ein Ziel und ein auf ewig faszinierendes offenes Ende.
The Rite - Das Ritual Vergleiche mit den Referenzfilmen eines Genres sind immer undankbar, da The Rite eine ähnliche Konstellation wie Der Exorzist aufweist, muss er sich dies gefallen lassen. Anfangs scheint sich The Rite erfolgreich auf einen anderen Aspekt zu konzentrieren, doch noch der Hälfte der Spielzeit schwankt die Handlung um auf einen typischen Exorzismusplot mit mysteriösen Begebenheiten und Soundeffekten, trotz der düsteren Bilder kommt wirklicher Grusel aber zu keinem Zeitpunkt auf. Das Finale ist schrecklich einfallslos und unbefriedigend, The Rite insgesamt ein schlechter Epigone von Der Exorzist.
The Rock - Fels der Entscheidung
The Rock lebt vor allem durch die Darsteller, einige nette Oneliner und viel Rasanz. Cage, Connery und die bekannten Nebendarsteller prägen ihre simpel angelegten Charaktere zumindest äußerlich, während das hohe Tempo dafür sorgt, dass man keine Zeit hat, sich über die Figurentiefe zu beklagen. Gerade die erste Dreiviertelstunde hätte aber gestrafft werden müssen, zudem ist die Inszenierung wenig originell, insbesondere die Actionsequenzen können wenig zur Spannung beitragen. Wer sich am Pathos nicht stört wird aber zumindest ordentlich unterhalten, The Rock ist ein runder Film.
The Saddest Music In The World Guy Maddins Film ist zeitlos: mit seinen körnigen Schwarz-Weiß-Bildern und der Montage nimmt The Saddest Music In The World klar Bezug zu den expressionistischen deutschen Stummfilmen und bewegt sich somit von vornherein außerhalb aller Konventionen. Die skurrile Geschichte kann leider nicht mit der gelungenen Bildgestaltung mithalten, obwohl sie das Potenzial dazu durchaus hat. Allerdings fehlt den satirischen Elementen der Biss, während der Humor zu spärlich durchscheint. So bleibt die märchenhafte Handlung unter ihren Möglichkeiten, passt aber vom Stil her sehr gut zur Optik, bei der nur die kurzen Sequenzen in Farbe stören.
The Score De Niro, Norton, Brando: die Darstellerriege kann sich sehen lassen. Allerdings wurde bei den zu einfachen Charakteren und dem Drehbuch ganz viel verschenkt. De Niro spielt seine Rolle im Schlaf, Norton darf nur in einem Part seiner Rolle glänzen und Brando ist nicht erwähnenswert. Die Handlung ist einfach und vorhersehbar, ein typisches Heist-Movie. Handwerklich ist der Film bis auf einige Dialogschwächen und die belanglosen Nebenplots solide.
The Short Films Of David Lynch Die DVD enthält einige Kurzfilme des Meisters, Highlight ist sein Kurzfilm The Grandmother, der direkt vor Eraserhead entstanden ist und schon viel von Lynchs Können offenbart. Die anderen Stücke sind eher experimenteller Natur und haben wenig Unterhaltungswert, interessant sind die Anfänge von Lynch aber. Sehr schön sind die Anekdoten vom Regisseur zwischen den Filmen, in denen er von seinen Anfängen und Ideen berichtet. Für Fans ist die Kurzfilmsammlung einen Blick wert, mehr als eine Randnotiz im Schaffen von David Lynch sind die Filme aber nicht.  
The Sniper The Sniper porträtiert eine Hauptfigur, die aufgrund einer psychischen Störung aus der Distanz Frauen erschießt. Interessanterweise wird auf sensationsheischende Elemente komplett verzichtet, stattdessen zeigt der Film einerseits die Ängste und Probleme des Täters, ohne ihn zu verteufeln, andererseits die Probleme der Polizei, die durch unzureichende Gesetze behindert wird, wobei The Sniper recht kritisch in diesem Punkt ist. Spannung hat The Sniper nur wenig zu bieten, weist allerdings auch keine großen Schwächen auf und bleibt durchgehend unterhaltsam.  
The Social Network Das Drehbuch ist eindeutig das Herzstück des Films: die Dialoge sind sehr gut, bestes Beispiel ist die gelungene Eröffnungsszene. Die Charaktere sind interessant gestaltet und werden durch die Bank weg von den Darstellern überzeugend verkörpert. Trotz einiger unnötiger Szenen ist The Social Network recht kurzweilig geworden, allerdings auch keineswegs gehaltvoll, im Grunde unterscheidet sich der Film nicht von anderen Biopics. Angesichts des superben Drehbuchs und der großen Zielgruppe ist es allerdings völlig unverständlich, warum ein talentierter und etablierter Regisseur wie David Fincher diese stillose Auftragsarbeit übernahm und sein Können für diesen Standardfilm verschwendete.
The Specialist The Specialist bietet Actionkino nach alter Schule und nutzt dabei fleißig stereotype Figuren sowie einen uninspirierten Plot, der keine Überraschungen aufweist und daher stets vorhersehbar bleibt. Sylvester Stallone und Sharon Stone agieren routiniert, können ihren schlichten Charakteren aber keine Nuancen abgewinnen. Anders beim Darsteller des Antagonisten, James Woods, der eine wunderbare Ausstrahlung beweist und durch sein leicht übertriebenes Spiel die schwache Figur kaschiert. Schön sind auch die handgemachten Explosionen. So ist The Specialist insgesamt weder spannend noch originell, aber zumindest recht kurzweilig.
The Spirit The Spirit will auf dem Pfad von Sin City wandeln, schafft dies aber nicht mal ansatzweise. Die Charaktere haben noch Charme, die Dialoge allerdings sind wirklich grausig, die Bilder  ein schwacher Abklatsch von Sin City, die Handlung nicht vorhanden und selbst die Action wirkt uninspiriert. Der Zuschauer nimmt keinen Anteil am Film, selbst die schrecklich kalkulierten pseudocoolen Oneliner unterhalten nicht, dies tut vielmehr die furchtbare Inszenierung. Ungewollter Trash ist immer noch der beste.
The Straight Story Wie es bereits der Titel verkündet ist The Straight Story der konventionellste Film von David Lynch und wohl das langsamste Road Movie der Filmgeschichte. Der Filmemacher schickt den von Richard Farnsworth wunderbar gespielten Protagonisten auf eine spirituelle Reise und lässt den Zuschauer daran teilhaben. Auf einen herkömmlichen Plot wird dabei verzichtet, The Straight Stoy gleich mehr einer erfahrbaren Zustandsbeschreibung eines Mannes am Ende des Lebens. Wirklich philosophisch oder psychologisch ist Lynchs Werk dabei jedoch nicht, zu oberflächlich plätschert es dahin und kann zwar Melancholie, aber keine tieferen Einsichten vermitteln.
The Strangers The Strangers beginnt verhalten, nachdem die Charaktere etwas vorgestellt wurden erreicht der Film im zweiten Viertel seine beste Phase mit subtilem Grusel, wobei der Stil vom dreißig Jahre älteren Halloween abgekupfert wurde. In der zweiten Hälfte verliert The Strangers seine Form und artet zum Standardhorrorfilm aus, wobei das engagierte Spiel der Darsteller in der schwachen Dramaturgie und der uninspirierten Inszenierung verpufft und der Film keinerlei Unterschiede zum üblichen Horroreinerlei aufweisen kann.
The Town - Stadt ohne Gnade
Bereits mit seiner zweiten Regiearbeit beweist Ben Affleck eine klare Linie. Wieder ist es eine Kriminalgeschichte, die fest in ihrem Milieu verankert ist. Schön ist auch, dass Affleck in seinem Drehbuch auf allzu effektheischende Momente verzichtet und der Plot stets geerdet ist, ohne langatmig zu sein. Im Grunde ist The Town in jeder Szene ordentlich: Bilder, Score, Dialoge und Figuren haben keine Schwächen, Spannung ist ebenfalls vorhanden und auch die Schauspieler gefallen. Und doch wirkt The Town zu konventionell, zu schlicht, es fehlt an Innovation oder tollen Ideen. Insgesamt ist es somit ein kurzweiliger Thriller, der allerdings nicht lange im Gedächtnis bleiben kann, da er die üblichen Genremuster bedient.
The Untold Story The Untold Story ist einer der wenigen Filme, die sich einer Bewertung grötenteils entziehen. Zum einen fast schon Slapstick, zum anderen eine Gewaltorgie bei der einem nicht nur das Lachen, sondern auch die Luft wegbleibt. Die lustigen Szenen sind lustig, aber die Gore-Szenen sind einfach nur abstoßend. Hier sollte jeder selbst entscheiden, ob man bei diesem Wolf im Schafspelz wirklich lachen darf.  
The Untouchables Eine hochkarätige Darstellerriege und gute Dialoge zeichnen diesen De Palmas Film aus. Die wahre Geschichte des Eliot Ness, noch heute das Synonym für den ehrlichen Polizisten, ist interessant verfilmt und hat kaum Schwächen. Was fehlt sind Highlights, der Film spult seine Szenen solide ab, verpasst es aber, nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Die Referenzen zu wichtigen Klassikern (Panzerkreuzer Potemkin, einige Western) ist ganz nett, nützt inhaltlich aber nicht weiter.
The Vanishing ('88) The Vanishing ist sehr realistisch und bezieht daraus auch seine Wirkung, die in einigen Momenten wirklich beängstigend und spannend ist. Leider  gibt es zuviel Leerlauf, bei dem der Zuschauer auf die Probe gestellt wird.  Die Darsteller sind allenfalls mittelmäßig, passen aber in das realistische Schema des Films. Und für die Längen entschädigt das Ende, das wirklich gelungen ist.  
The Verdict The Verdict ist ein typischer Film von Sidney Lumet: in seiner Handlung und seiner Gestaltung sehr präzise und (zu) zurückhaltend. Es sind viele kleine Alltagsszenen, die die Grundhandlung ergänzen. Das ist vorteilhaft für die Charakterzeichnung, die Spannung der eigentlichen Geschichte wird damit aber untergraben. Das The Verdict trotzdem unterhaltsam ist liegt vor allem an seinem glänzenden Hauptdarsteller Paul Newman, der seine Figur ausgezeichnet spielt und jederzeit authentisch wirkt. Folgerichtig steht nicht der Prozess, sondern der Anwalt im Vordergrund, womit The Verdict das Zuschauerinteresse aufrecht erhalten kann.
The Village Die Atmosphäre und die Bilder von The Village sind klasse. Außerdem schafft es Shyamalan mal wieder, den Zuschauer zu überraschen, wenn die Wendung auch nicht mit The Sixth Sense vergleichbar ist. Aber ab der Hälfte geht durch die viel zu frühe Auflösung sämtliche Spannung verloren und der Zuschauer schaltet nur noch ab und wartet auf das (überraschend unbefriedigende) Ende.
The Virgin Suicides The Virgin Suicides ist das Erstlingswerk von Sofia Coppola und lässt bereits ihren Stil erkennen, sie schafft es, sowohl die Atmosphäre der 70er Jahre als auch die Probleme der Pubertät, Religion und strikt konservativer Erziehungsmethoden zu zeigen, ohne etwas in den Vordergrund zu stellen. Der Film bietet keine alltägliche Story, gefällt in seiner Atmosphäre, die in Rückblenden erzählte Handlung erlaubt den verklärten Blick auf die Zeit, verloren geht aber der Zugang zu den Charakteren, bei einem Drama sehr sträflich, weshalb folgerichtig das Ende ach nicht zu bewegen weiß.
The War Zone The War Zone schafft es, das schwierige Sujet Inzest erstaunlich menschlich zu behandeln, was dem Film sowohl Tiefe als auch Spannung gibt. Die kalte, karge Landschaft und das unbestimmte Grauen innerhalb der Famillie geht dem Zuschauer ans Herz. Die Darsteller sind glaubhaft, die Dialoge sind gut geschrieben, man identifiziert sich mit den Charakteren. All das wird zunichte gemacht von einem absolut einfallslosen und platten Ende dass genau jene Feinfühligkeit vermissen lässt mit der The War Zone zuvor beeindrucken konnte.
The Wicker Man ('73) Der britische Horrorfilmklassiker verwundert anfangs durch seine arg überdrehten, recht psychedelischen ersten 25 Minuten, baut danach aber schnell eine dichte Atmosphäre auf, die jederzeit latent bedrohlich erscheint. Die undurchsichtige Geschichte erzeugt einiges an Suspense, zum Finale hin hält The Wicker Man auch Situationsspannung und ein gelungenes Finale bereit. So ist der Film zwar etwas eigen, dadurch aber auch unkonventionell und für Fans klassischer Horrorfilme trotz des fast schon skurrilen Beginns einen Blick wert.
The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz Der Plot bietet Standardkost, das Tempo lässt im weiteren Verlauf stetig nach und erfordert Geduld, denn die immerhin zweieinhalb Stunden Laufzeit sind eindeutig zu lang, sodass The Wild Bunch bisweilen etwas zäh daherkommt. Dennoch ist Sam Peckinpah ein bemerkenswerter, überdurchschnittlicher Western gelungen, der besändig Genreklischees und -Motive bricht, seine Helden dekonstruiert, dekadent und hilflos in den Tod schickt und darüber hinaus auch handwerklich imposant gestaltet ist. Peckinpahs Actionsszenen sind grandios inszeniert und geschnitten; an der Montage und den Zeitlupen kann man sich nicht satt sehen.
The Woodsman Ein skandalöses Thema: Die Hauptfigur ist krank, verurteilt wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Grandios gespielt von Kevin Beacon und zurückhaltend von Regisseurin Kassell in Szene gesetzt wird eine Geschichte erzählt, die jegliche Schwarz-Weiß-Malerei umgeht, dabei allerdings nicht klar Stellung bezieht und somit die Grundlage für reichlich moralische Diskussionen legt. Positiv ist, dass die Thematik nicht ausgeschlachtet, sondern gefühlvoll angegangen wurde. Die Atmosphäre ist dicht, der Realismus und die guten Darsteller gefallen ebenfalls.
The Wrestler Die Darsteller sind phänomenal, Rourke ist der perfekte Hauptdarsteller und auch Marisa Tomei gefällt außerordentlich. Der Stil ist untypisch für Aronofsky, die visuellen Spielereien blieben in der Trickkiste, die richtige Entscheidung, denn The Wrestler glänzt eben gerade durch seine Schlichtheit, seine geerdeten Dialoge abseits vom Pathos und Momente, in denen Bilder mehr sagen als Worte. Der Makel des Films ist aber der Handlungsrahmen: archetypisch für ein Verlierdrama, das zwar gut umgesetzt ist, aber zu starr und beschränkt an seinem Genre festhält. Aronofsky fehlte der Mut, aus den typischen Mustern auszubrechen, The Wrestler versetzt sein Publikum in die Lage, zu beobachten, aber nicht, mitzufühlen.

 



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