U-Turn - Kein Weg zurück
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U-Turn ist ein unkonventioneller, aber nicht untypischer Film von Oliver Stone, der hier Versatzstücke verschiedener Genres und Stile kombiniert: ein Film Noir in einem Westernsetting mit Kleinstadtgangstern, der stilistisch immer mal wieder an die Werke von Quentin Tarantino erinnert. So sind die Charaktere allesamt etwas verschroben, die Dialoge sind unwirklich und etwas überhöht und mit mal heiterem, mal zynischem Humor bestückt. Der Cast ist durchaus ansehnlich und die Schauspieler machen ihre Sache gut, der Plot ist allerdings zu keinem Zeitpunkt fesselnd, schwenkt zu oft vom Weg ab und kommt ohne Höhepunkte daher. Neben einigen Reminiszenzen, beispielsweise an Peckinpah, bietet U-Turn solide Kost, die nicht immer ganz homogen ist.
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| Über den Dächern von Nizza |
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Obwohl der Film eher zu seinem Spätwerk gehört, ist Hitchcocks Über den Dächern von Nizza wohl einer der beschwingtesten Filme des Regisseurs. Dies liegt vor allem an der kurzweiligen ersten Hälfte, die den Charakteren Raum zur Entfaltung lässt, was insbesondere durch das launige Spiel der Darsteller gelingt, Grace Kelly und Cary Grant ergänzen sich wunderbar. In der zweiten Hälfte steigt die Spannung etwas, die Handlung rückt mehr in den Fokus, das Finale ist aber überraschenderweise recht enttäuschend, weil zu schlicht geraten. |
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| Überfall der Ogalalla |
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Überfall der Ogalalla ist Langs zweiter Western, der allerdings nie über ein durchschnittliches Niveau hinauskommt. Der Grundplot ist ebenso simpel wie fad, die Szenen mit Humor sind noch die besten des Films, die amüsante Romanze zu dritt tritt aber schnell in den Hintergrund. Langs Inszenierung ist solide, die Charaktere nicht sonderlich interessant, bis zum unspannenden Finale finden keine Schusswechsel statt und die Unterscheidung zwischen Originalschauplätzen und Studioszenen mit Rückprojektionen ist jederzeit möglich. Überfall der Ogalalla ist ein belangloser Edelwestern, eine reine Auftragsarbeit.
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| Ugetsu - Erzählungen unter dem Regenmond |
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Kenji Mizoguchis Werk über universelle Themen wie Geld und Liebe gilt zurecht als großer Klassiker des japanischen Kinos. Die Charaktere bieten sich zur Identifikation an, die Geschichte ist stets interessant und hält einige Überraschungen parat, gleichzeitig bietet die Thematik Stoff zum Nachdenken. Wunderbar ist Mizoguchis elegischer Regiestil, der mitsamt der tollen Kamerafahrten die Schönheit der teilweise beeindruckenden Bilder noch hervorhebt. Ugetsu ist eine rundum gelungene Fabel mit dichter Atmosphäre und memorablen Ende.
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| Uhrwerk Orange |
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Die Adaption des Kultromans von Anthony Burgess inszenierte Stanley Kubrick als auch heute noch kontroverse Gewaltoper, die auf vielerlei Ebenen interpretierbar ist. Zwar handelt es sich bei Uhrwerk Orange um eine Dystopie, doch seine Schreckensvision von asozialen Jugendlichen, amoralischen Staatsapparaten und der Perversion jeglicher Werte scheint nur wenige Jahre in der Zukunft zu liegen und löste folgerichtig einige Skandale aus. Vor allem profitiert Uhrwerk Orange von Kubricks meisterhafter Inszenierung, die gekonnt mit Zeitlupen, klassischer Musik und stilisierter Ästhetisierung spielt. Wunderbar ist auch das retro-futuristische und recht abstrakte Setdesign. Die Darsteller sind ebenfalls gut aufgelegt, besonders Malcolm McDowell kann in der ikonographischen Rolle seines Lebens glänzen. Uhrwerk Orange ist immer noch erstaunlich modern und stellt auch mehr als vierzig Jahre nach seiner Veröffentlichung eine Herausforderung für den Zuschauer dar. |
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| Um Haaresbreite |
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Um Haaresbreite ist ein B-Film Noir, der fast ausschließlich in einem Zug spielt und durch diesen begrenzten Handlungsort die Spannung verdichtet. In Sachen Suspense erinnert Richard Fleischers Film stark an Hitchcock, formal ist Um Haaresbreite sehr sachlich und nüchtern. Interessant ist, dass die Protagonisten über weite Teile des Filmes ausschließlich verharren, auf den richtigen Moment warten, dennoch wird Fleischers Werk niemals langatmig. Das Prunkstück des Films ist sein Finale, dass nicht nur ziemlich überraschend ausfällt, sondern auch einige Situationsspannung erzeugt und das Maximale aus beschränkten Setting herausholt. |
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Umberto D.
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Der neorealistische Film Umberto D. zeichnet das Bild eines sozial isolierten und verarmten Rentners, der im Nachkriegsalltag aus dem Netz der Gesellschaft fällt. Regisseur De Sica stellte den tristen Alltag des Mannes als eine Verkettung von Problemen dar, denen der Protagonist aus eigener Kraft nicht entfliehen kann. Der Film dokumentiert dies trotz einiger Längen szenenweise recht eindringlich und appelliert an die Nächstenliebe und ein soziales Staatsgefüge. Das melancholische Ende fällt dagegen etwas überraschend aus, ist zu positiv geraten und lässt Konsequenz vermissen, gibt aber auch Hoffnung. |
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| Unbreakable |
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Unbreakable ist ein Wolf im Schafspelz: Rein äußerlich ein Mysterythriller, entpuppt sich der Film am Ende als Comicverfilmung ohne Vorlage. Shyamalan schafft es mal wieder mit dem Zuschauer und seinen Erwartungen zu spielen, die Darsteller sind auch gut, aber Unbreakable ist einfach zu unbefriedigend am Ende, wenn auch die eigentliche Handlung gar nicht wichtig ist. Shyamalan musste sich zwischen Effekt und Zuschauer entscheiden. Er wählte die leider den Effekt, über diesen hinaus bietet Unbreakable nur wenig.
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| Und morgen war Krieg |
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Und morgen war Krieg ist weder besonders spannend, noch handwerklich besonders. Die Darsteller sind solide, mehr aber nicht. Die Handlung ist schlicht. Trotzdem ist Und morgen war Krieg ein interessantes Werk, da es die Lebensumstände in der Sowjetunion zeigt, ohne in schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen. Die Rolle der Partei im täglichen Leben, der Einfluss der Eltern, die Doktrinierung durch die Schulen - all das zeigt der Film ohne zu verteufeln. Die Charaktere bieten Identifikationsfläche und fordern den Zuschauer auf, Stellung zu beziehen. |
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| Und täglich grüßt das Murmeltier |
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Die Grundidee ist wunderbar und bietet unzählige Möglichkeiten, die das Drehbuch allerdings nur bedingt ausnutzt, weil die weitere Entwicklung des Plots stets an der Oberfläche bleibt, wirklich tiefschürfende Einfälle fehlen. Somit erzählt Und täglich grüßt das Murmeltier nur eine konventionelle Geschichte eines Zynikers, der sich zu einem besseren Menschen entwickelt. Dieser wird von Bill Murray allerdings sehr schön gespielt. Murray konzentriert sich auf die kleinen Nuancen, weshalb seine Figur gleichzeitig liebenswert wie schroff erscheint und beim Publikum Sympathie hervorruft. |
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| Underground |
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Emir Kusturicas Werk Underground ist eine skurrile Grotske, die aufgrund der grob strukturierten und recht unkonventionellen Handlung und der enormen Laufzeit von drei Stunden nur für Fans von Jarmusch oder Jeunet zu empfehlen ist. Für alle anderen bietet das fantasievolle Setdesign und die unkonventionelle Figurenzeichnung keinen Mehrwert, da die schiere Länge die Geduld des Publikums auf die Probe stellt. Der Humor ist stellenweise wirklich unterhaltsam, die Schauspieler nahmen sich ihrer überdrehten Rollen dankbar an und überzeugen ebenfalls, der Langatmigkeit der ungebändigten Inszenierung hilft dies aber nur phasenweise ab. |
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| Unknown |
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Die Ausgangssituation erinnert an Cube und Saw ohne Horroreinschlag. Danach folgt etwas Memento und zum Schluß dann eine Folge CSI. Schlecht ist Unknown freilich nicht, insbesondere die Darsteller sind bekannt aus vielen Nebenrollen und spielen gut, sie geben den anfangs unbeschriebenen Figuren Charakter. Die Grundsituation entwickelt sich leider nicht sehr spannend weiter, viel wird geredet, wenig passiert, die Spannungskurve sinkt schnell, die Intensität des Gezeigten erreicht nie die Höhen der geistigen Vorgänger. Unknown ist nett gedacht aber durchschnittlich. |
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| Unleashed - Entfesselt |
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Potenzial genug für einen etwas anderen Martial-Arts Film war vorhanden, genutzt wurde es nicht. Was Darsteller wie Morgen Freeman oder Bob Hoskins daz ubewogen haben mag, in Unleashed mitzuspielen ist schleierhaft. Jet Li ist einmal mehr nur der Prügelknabe, die naive Charakterzeichnung nervt zudem. Die Dialoge sind mittelmäßig, die Charaktere Stereotypen, einzig Freemans Präsenz rettet den Film ein wenig. Unleashed ist vorhersehbar, spannungsarm, langweilig. Einzig einige wenige Actionsequenzen sind kurzweilig. |
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| Unruly - Ohne jede Regel |
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Unruly lässt sich viel Zeit und erzählt anfangs wenig, zeichnet aber ein interessantes Bild von Marseille und seinen Charakteren. Die schlichte Handlung wird mit viel Atmosphäre aufgewertet, auch die Darsteller spielen überzeugend, Vincent Cassel passt sehr gut in die Hauptrolle. Der Mittelteil weist einige Längen auf, im letzten Drittel verläuft die Spannungskurve aber wieder etwas steiler. Unruly weiß stellenweise zu überzeugen, einige Szenen wirken aber zu überspitzt und unglaubwürdig. |
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| Unschuldig gejagt |
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Das Sujet des unschuldigen Mordverdächtigen ist bereits Thema unzähliger Filme gewesen und obwohl Unschuldig gejagt durchaus atmosphärisch und unterhaltsam ist, kann er sich nicht von den anderen Genrevertretern abheben. Die Darsteller spielen akzeptabel, handwerklich ist der Film auch recht solide, es fehlt an großen Überraschungen im Plot oder einer interessanten Machart, Unschuldig gejagt ist, auch wegen seiner kurzen Laufzeit, ganz passable Unterhaltung, jedoch schnell wieder vergessen. |
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Unter den Dächern von Paris
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René Clairs Unter den Dächern von Paris ist typisch für den poetischen Realismus im französischen Kino der dreißiger Jahre. Der Film ist geprägt von einem Blick für das Natürliche, für Menschen und Straßen, ohne Stilisierungen. Trotzdem besitzt der Film eine leicht verklärte Untergründigkeit und einige verspielte Szenen. Insbesondere der Tonspur kommt einige Bedeutung zu: der frühe Tonfilm bietet nicht nur gewöhnungsbedürftige Gesangseinlagen, sondern auch viele stumme Szenen, die dank der guten Darsteller funktionieren. Letztlich ist die Geschichte aber zu simpel und kann bei allem Charme nicht vollends überzeugen. |
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| Unter dir die Stadt |
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Regisseur Hochhäusler versteht es, mit den zurückhaltenden, aber konsequenten Stilmitteln der Berliner Schule, die abgehobenen Machtmenschen der Geschichte präzise zu erden und gleichzeitig ihre Stellung sowohl innerhalb ihres Alltags als auch im Mikro- und Makrokosmos der Bankwelt zu betonen. Die unaufgeregten Bilder schaffen insbesondere in der ersten Hälfte eine gewisse Distanz, sind gleichzeitig jedoch derart kompakt und klar, dass sie ihre eigene ergonomische Dynamik entwickeln und die Atmosphäre aufladen, wo es die Handlungsebene eigentlich überhaupt nicht hergibt. Die Entwicklung der Charaktere verläuft jedoch seltsam gedämpft und leblos, weshalb die emotionale Anteilnahme des Zuschauers keinen Raum finden kann. So ist Unter dir die Stadt letztlich doch wieder nur ein typischer Film der Berliner Schule, der sich konzentriert seinem Milieu verschreibt und dann durchdacht ins Spröde abrutscht. |
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| Unter Geheimbefehl |
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Im Grunde ist Unter Geheimbefehl ein solider Thriller, der ohne große Spannung zu erzeugen, nach bewährtem Muster abläuft. Die Grundidee der Handlung hat durchaus Potenzial, läuft aber auf die übliche Verbrecherjagd hinaus und bleibt dabei frei von Überraschungen. Schön ist allerdings die Wahl von Originalschauplätzen als Drehorte, Unter Geheimbefehl kommt so recht realistisch daher, was von Kazans nüchterner Inszenierung bekräftigt wird. Mit Widmark und Palance ist der Film gut besetzt, was freilich nicht über das unspektakuläre Finale hinwegtäuschen kann. |
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| Unter Kontrolle |
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Jennifer, die Tochter von Meister David Lynch, kann mit Unter Kontrolle ein gelungenes Debüt vorweisen, an dem man die Einflüsse ihres Vater durchaus erkennen kann. Obwohl die Grundhandlung prinzipiell eine klassische ist, scheint alles in Unter Kontrolle in Unordnung zu sein: Die Charaktere sind skurril, die Dialoge verwirren mehr als sie offenbaren, die Handlung scheint doppelbödig. Dazu spielen die Darsteller sehr gut, insbesondere Bill Pullman und Julia Ormond gefallen. Unter Kontrolle bietet erfrischend andere Genrekost ohne Längen, wobei positiv anzumerken ist, dass sich der Film wirklich auf die Handlung konzentriert, anstatt mit vordergründiger Action abzulenken, was manch einer angesichts der FSK 18 Einstufung befürchten könnte. |
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| Unter Null |
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Die Verfilmung des ersten Romans von Bret Easton Ellis nimmt sich nicht einfach nur einige Freiheiten, sondern verfälscht das Buch komplett, dreht die Aussage um 180 Grad. Allerdings besitzt der Film eine derart dichte, fesselnde Atmosphäre, dass die Yuppiewelt der 80er Jahre wieder lebendig wird; Musik, Kleidung und Lebensgefühl werden wieder erweckt und nachfühlbar gemacht. Die Nebendarsteller Spader, Gertz und McCarthy spielen recht ordentlich und werden übertroffen von einem brillianten Robert Downey Jr., der eine der besten Leistungen seiner Karriere abliefert. Das letzte Drittel des Films fällt stark ab und endet schrecklich, davor bietet Unter Null jedoch durchaus einen Blick auf eine dunkle Seite der Achtziger Jahre, ist zwar als Literaturverfilmung missraten, für sich allein jedoch gerade noch überdurchschnittlich. |
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Unternehmen Petticoat
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Blake Edwards' Militärkomödie wirkt zwar etwas altbacken, hat aber durchaus seine amüsanten Momente, die vor allem durch Running Gags und Wortwitz zustande kommen. Dennoch blitzt der Humor auf die gesamten 100 Minuten Spielzeit gesehen zu selten auf, es herrscht viel amüsanter, aber belangloser Leerlauf. Die gut aufgelegten Darsteller um Cary Grant und Tony Curtis sorgen dafür, dass keine Längen entstehen. Storytechnisch ist Unternehmen Petticoat solide, inszenatorisch fehlt es Edwards' Werk an Rasanz, das Tempo ist stellenweise zu gering. |
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| Unterwelt |
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Der frühe Gangsterfilm stellt eine der ersten vollumfänglichen Regiearbeiten Josef von Sternbergs dar und gefällt vor allem durch das von Drehbuchlegende Ben Hecht verfasste schnörkellose und dynamische Script. Erzählerisch besitzt der 1927 veröffentlichte Stummfilm keine Szene zuviel und wirkt erstaunlich modern. Auch die Darsteller können überzeugen und spielen ihre Rollen glaubwürdig und mit Charisma. Das Finale gefällt hingegen weniger, wirkt etwas zu melodramatisch und unglaubwürdig, seine moralische Botschaft ist wohl aber der Entstehungszeit geschuldet und verzichtet zumindest auf jegliche Glorifizierung. Alles in allem ist Unterwelt überdurchschnittlich und unterhaltsam umgesetzt.
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