| Wächter der Nacht |
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In erster Linie ist Wächter der Nacht ein Effektspektakel, das von Regisseur Timur Bekmambetov mit aufwenig bearbeiteten Bildern und düsterer Stimmung in Szene gesetzt wurde. Setdesign und Effekte gefallen dabei durchaus, die Inszenierung dagegen wirkt wirr und unpointiert, es fehlt an einer klaren Struktur und wirkt bisweilen etwas chaotisch. Die Geschichte selbst bedient sich zahlreicher Fantasyquellen, ist aber durchaus interessant. Im Gegensatz dazu stehen die Charaktere, die sich kaum entwickeln und wegen ihrer erspleenten Art recht künstlich wirken. |
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| Wächter des Tages |
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Teil II folgt den Prinzipien des Vorgängers konsequent und schafft es, Effekte und Action zu steigern, was auch ein Verdienst der etwas zielgerichteteren Inszenierung ist. Zwar wirken die Figuren und die Atmosphäre immer mal wieder zu aufgesetzt, zu gewollt cool und düster, dennoch ist Wächter des Tages ein unterhaltsamer Film und funktioniert als Fortsetzung sehr gut, weil die Handlungsfäden aus der Geschichte des Vorgängers schön weitergeführt werden und sich der Film dennoch nicht ausschließlich selbst zitiert, sondern neue Elemente einbringen kann. |
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| Wag The Dog |
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Die Grundidee ist so herrlich wie die erste halbe Stunde, in denen die neurotischen Charaktere zusammenfinden und Pläne schmieden. In diesen Szenen hat Wag The Dog richtig Biss, ist aber trotz des Zynismus äußerst komisch, ohne den Ernst dabei völlig zu vergessen. Nach einer geballten Ansammlung von scharfen Dialogen und extrovertierten Schauspielern (ganz toll: Hoffman und De Niro) kann Wag The Dog aber nichts mehr nachlegen, verflacht zunehmend und schweift zu sehr zu einer platten Farce ab. Durch das Reduzieren der Inhalte verliert der Film aber sein Herzstück, was offen zu Tage tritt, da die zweite Hälfte längst nicht so unterhaltsam wie der Beginn ist. |
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| Walhalla Rising |
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Gesprochen wird kaum etwas und auch die Handlung ist äußerst vage gehalten, Walhalla Rising konzentriert sich vollends auf seine Bilder, die in ihrer Digital-Optik künstlich wirken und einen starken Kontrast zur tollen Landschaft darstellen. Trotz der minimalistischen Elemente ist Winding Refns Film nicht einmal langweilig, allerdings ist Walhalla Rising weit entfernt davon, formal mitzureißen, sodass das ganze Werk im Grunde eher belanglos ist. Die existenzialistische Grundhaltung wird kaum fassbar gemacht, Walhalla Rising wirkt ein wenig wie eine Schmalspurversion von Gus van Sants Gerry oder wie Herzogs Aguirre in DV-Optik. |
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| Wall Street |
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Oliver Stone gelingt es in Wall Street hervorragend, die Mechanismen des weltfremden Brokergeschäftes greifbar zu machen, das Publikum hinter die Kulissen blicken zu lassen und somit gleichzeitig Spannung zu erzeugend. Die Sucht nach Geld und elitärem Status macht Stone nachfühlbar, sodass die Identifikation mit der Hauptfigur leicht gemacht wird. Ausstattung, Score und Bilder haben den Lifestyle der ausklingenden 80er sehr schön konserviert, davon hätte Wall Street durchaus noch mehr bieten können. Dass der Plot, der immer von unsichtbarem handelt und meist in geschlossenen Räumen spielt so gut funktioniert, liegt neben den Darstellern vor allem an den geschliffenen Dialogen, die sowohl zynisch als auch prägnant und amüsant sind. |
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| Warnung vor einer heiligen Nutte |
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Warnung vor einer heiligen Nutte ist der vielleicht schwer erträglichste Filme von Rainer Werner Fassbinder und portraitiert rückblickend (auch) die schwierigen Drehbedingungen des ein Jahr zuvor entstandenen Werkes Whity. Das anarchische Chaos lässt Fassbinder in Warnung vor einer heiligen Nutte für sich selbst sprechen, indem er auf einen klassischen Aufbau und eine umfassende Grundhandlung verzichtete und so eine auch für den Zuschauer kräftezehrende Tour de force in Szene setzt. Dass Warnung vor einer heiligen Nutte nicht unterhaltsam sein will und dem Publikum bewusst auf die Nerven geht macht den Film jedoch nicht weniger unerträglich, da nützt auch der bekannte Cast nicht: hysterisch, redundant und oberflächlich ist der Film. |
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| Warum läuft Herr R. Amok? |
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Der Film nährt in vielen Einzelszenen eine Atmosphäre, die derart überfüllt ist mit Nichtigkeiten, Banalitäten und Dialogen ohne Belang, dass der Zuschauer bereits nach kurzer Zeit mitleidet mit dem Protagonisten, dessen leeres Leben im Stillstand auswegslos erscheint. Herr R. versagt nicht nur bei der Herbeiführung einer Änderung, sondern vermag es nicht einmal, seine Gefühle zu artikulieren. Somit ist der Film (der mehr von Co-Regisseur Fengler als von Fassbinder inszeniert worden ist) auch heute noch genauso aktuell wie effektvoll; ein universelles und konsequentes Werk, das mit seiner dichten, nihilistischen Atmosphäre in seinen Bann zieht und viel Diskussionsstoff liefert, aber auch einige Geduld erfordert. |
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| Was? |
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Inmitten seiner Hochphase drehte Roman Polanski 1972 zwischen seinen Klassikern die Groteske Was?, die jedoch zurecht im Schatten der bekannteren Werke des Filmemachers steht. Was? ist eine frivole Komödie, die in Ansätzen an die nur wenige Jahre zuvor erschienenen Bourgeoisie-Kritik von Louis Bunuel erinnert, ohne jemals die Präzision und den Biss dieses Films zu erreichen. So ergeht sich Polanskis Werk lediglich in lahmen Zoten und lässt die überdrehten Figuren sich gegenseitig beschimpfen, unterfüttert wird dies mit einer Portion nackter Haut. Dabei wirkt Was? unpointiert und oberflächlich; die Schlussszene offenbart zudem, dass es Polanski scheinbar um lockere Unterhaltung ging - diese generiert der zu platte Film jedoch zu keinem Moment. |
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| Was geschah wirklich mit Baby Jane? |
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Was geschah wirklich mit Baby Jane? ist ein Psychodrama, das neben der unvorhersehbaren Handlung vor allem durch seine überragenden Darstellerinnen gefällt: Bette Davis' Spiel wurde mit ihrer elften Oscarnominierung belohnt, ihre Partnerin Joan Crawford überzeugt ebenso, sodass es eine Freude ist den beiden dabei zuzusehen, wie sie ihren Charakteren Profil verleihen. Zwar ist Aldrichs Regie mitunter etwas langatmig und die Auflösung am Ende lediglich solide, trotzdem ist Was geschah wirklich mit Baby Jane? ein gelungener Thriller in Hitchcockmanier. |
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| Was Sie schon immer über Sex wissen wollten... |
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… aber bisher nicht zu fragen wagten ist eine Parodie auf die Sexdiskussionswelle, die Anfang der 70er Jahre in den USA aufkam. Für seine grotesk-aberwitzige Behandlung von Themen wie Perversion, Sexualforschung und Sodomie orientierte sich Allen an dem konservativen Bestseller von David Reuben, zieht seine Themen aber ins Absurde. So entstanden zahlreiche surreale oder klamaukige Momente, die allerdings zu platt sind, um amüsant zu sein. Gleichzeitig setzt sich Allen nicht ernsthaft mit den behandelten Komplexen auseinander, sondern setzt absurde Einzelszenen zusammen, was trotz der kurzen Laufzeit eher ermüdend denn geistreich ist. |
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| Wasabi |
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Wasabi erinnert sehr an die Copklammotten der 70er und 80er Jahre. Zwar zünden einige Gags durchaus, vor allem aufgrund der vielen Übertreibungen, dennoch ist Wasabi eine einzige Anhäufung von Klitschees, stereotyper Charaktere und solider Actioneinlagen. Die Geschichte ist genauso wenig der Rede wert wie die platten Dialoge. Der Film profitiert enorm von der Präsenz von Jean Reno, dessen gleichzeitig zurückgenommene wie selbstironische Darstellung der große Pluspunkt des stets hektischen und trotz nerviger Elemente recht unterhaltsamen Films. |
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| Wassup Rockers? |
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Mit Wassup Rockers? widmet sich Regisseur Larry Clarke einmal mehr dem Leben von Jugendlichen der unteren sozialen Schichten, wobei Wassup Rockers? Sehr dokumentarisch gehalten ist. Die Dialoge wurden nicht geschrieben, sondern entstammen den realen Personen, denn auf Schauspieler wurde größtenteils verzichtet. So erreicht Clarks Film eine hohe Authentizität und auch eine schöne Atmosphäre, bietet aber freilich auch keine Inszenierung im herkömmlichen Sinn. Durch den Verzicht vieler Gestaltungsmittel des Spielfilms erreicht Wassup Rockers? keinen Tiefgang, ist allerdings trotzdem nicht uninteressant. |
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Watchmen - Die Wächter
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Die düstere Comicverfilmung ist vor allem deshalb so überzeugend, weil das Drehbuch seine diversen Zeit- und Handlungsebenen sehr gekonnt stark verdichtet, in jeder noch so kurzen Szene eine Fülle von Informationen bereit hält und somit sowohl vielschichtige Figuren erschafft als auch eine düstere Welt verankert, in der alles vergänglich oder zumindest latent vom Verfall bedroht zu sein scheint. Die Geschichte wird kaum klassisch vorangetrieben, sondern entwickelt durch die verschiedenen Motivationen und Einzelaktionen der Protagonisten fast ein Eigenleben. Dabei ist Watchmen nicht nur durchweg unterhaltsam und immer mal wieder humorvoll, sondern auch spannend, wirft zudem noch einige interessante philosophische Fragestellungen auf und glänzt mit einem unkonventionellen Finale, dass mit seiner Konsequenz überrascht. |
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| Weekend |
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Jean-Luc Godards Weekend ist eine enervierende Farce, die gezielt die Konventionen des Bürgertums angreift und dekonstruiert, sodass der Film im Gesamtbild exemplarisch Verhaltensregeln bricht. Die anarchische Botschaft wird dabei trotz stilistisch interessanter Einfälle recht plakativ vermittelt. Weekend ist somit nicht nur in höchstem Maße anstrengend, sondern setzt auch stark auf drastische Bilder. Damit gelingt es Godard zwar, zur Auseinandersetzung zu zwingen, strapaziert aber auch (bewusst) die Nerven des Publikums und statuiert quasi einen Anti-Film. |
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| Weekend Of Blood |
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Weekend Of Blood ist ein erschreckend schlechtes Billigfilmchen, das alles vermissen lässt, was das Medium Film ausmacht. Gerade im Horrorgenre ist ein gewisser Trashfaktor manchmal förderlich, doch Weekend Of Blood ist schlicht und einfach schlecht gemacht. Dass der Film sich dabei auch noch ernst zu nehmen scheint ist nur eines der unzähligen Mankos. Dieser Backwood-"Horror" entpuppt sich als fürchterlich langweiliger Schund mit ganz miesen Darstellern, wahrhaft spröder Inszenierung und keinem Fünkchen Spannung. Selbst die Mordszenen sind lieblos und uninteressant gestaltet. Der Film sollte selbst von Horrorfans gemieden werden. |
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| Wege zum Ruhm |
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Kubricks erster Antikriegsfilm zeigt in Hälfte eins die Gemetzel der Grabenkriege des ersten Weltkrieges und konzentriert sich im zweiten Teil auf die Generäle, die über die Schicksale der einfachen Soldaten bestimmen. Dabei legt Kubrick deren Arroganz und Weltfremdheit bloß, allerdings gelingt es ihm nicht, beim Zuschauer große Entrüstung über das Unrecht hervorzurufen, weil die Charaktere zu flach sind und die Inszenierung distanziert statt mitreißend gehalten ist. Neben dem charismatischen Kirk Douglas gefallen die toll gefilmten aufwändigen Massenszenen und die triste Atmosphäre, die durch Setdesign, Musik und die gelungene Kameraarbeit entsteht. Wege zum Ruhm gefällt also handwerklich wie atmosphärisch, einzig das Drehbuch hat seine Schwächen. |


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Weiße Nächte
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Weiße Nächte steht zu Unrecht etwas im Schatten der Epen von Luchino Visconti. Die Dostjewski-Adaption glänzt mit wunderbaren Schwarz-Weiß-Bildern, die ein Maximum an Atmosphäre aus dem kargen (asschließlich im Filmstudio gedrehten) Handlungsort generieren. Fokussieren tut sich Weiße Nächte jedoch vor allem auf die beiden Hauptdarsteller Maria Schell und Marcelo Mastroianni, die beide Großartiges leisten. Das niedrige Tempo des Films erfordert im Mittelteil etwas Geduld, belohnt aber mit memorablen Einzelszenen voller Intensität. (Unter anderem nahm Visconti die berühmten Tanzszenen von Godard und Tarantino vorweg). Die Geschichte schließlich ist tragisch und schön, steigert sich nur zögerlich, um dann in ihrem bedrückenden Finale einen zeitlosen Abgesang auf die Liebe, ein Manifest gegen das Schicksal zu proklamieren und dem Publikum ans Herz zu gehen. Die Schlussszene verleiht Weiße Nächte seine Größe und macht Viscontis Werk zur Referenz der tragischen Liebesfilme. |
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Wenig Chancen für morgen
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Mit dem Heist-Movie Wenig Chancen für morgen realisierte Regisseur Robert Wise einen klassischen Film Noir, der von einer Fatalität durchzogen ist, die an Melville erinnert, wenn auch Wise' Werk längst nicht die Kunstfertigkeit oder Dichte des französischen Autorenfilmers erreicht. Dennoch gefallen die tristen Bilder ebenso wie die Zweckgemeinschaft der Charaktere, dessen Fragilität sich positiv auf die Grundspannung auswirkt. Dabei kommt Wenig Chancen für morgen aber einfach nicht in Fahrt, es fehlt an Gefühl, sodass die Möglichkeiten der Dramaturgie längst nicht ausgeschöpft werden. So ist der Film guter Durchschnitt, aber zu schlicht in seiner Gestaltung. |
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| Wenn die Gondeln Trauer tragen |
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Den Filmen von Nicolas Roeg haftet immer etwas Untergründiges an, in seinem bekanntesten Werk Wenn die Gondeln Trauer tragen ist dies eine kaum fassbare, mystische Grundstimmung, die vor allem durch die imposanten Bilder und die Musik geschaffen wird. Sehr gut sind auch die Hauptdarsteller Sutherland und Christie, die ihre Charaktere sehr menschlich und real verkörpern. Für das Genre ungewöhnlich kommen allerdings wenig Spannung und Suspense auf, einzig die szenenweise dichte Atmosphäre hält die Längen in Grenzen. Das Finale lässt ratlos zurück. Fans subtiler Gruselfilme sollten aufgrund der eigenwilligen Art aber einen Blick riskieren. |
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| Wer die Nachtigall stört |
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Wer die Nachtigall stört ist eine Anklage gegen Misanthropie im Allgemeinen und Rassismus im Speziellen. Die Erzählperspektive ist gut gewählt und zudem atmosphärisch. Die Hauptfigur Atticus Finch ist ein Sympathieträger, was auch an Gregory Peck liegt, der dem Charakter Profil verleiht. Allerdings fällt die Handlung nach der guten Einleitung etwas ab, entwickelt sich zu wenig und später dann zu vorhersehbar, das Finale ist zu simpel umgesetzt worden, sodass der Film inhaltlich lobenswert ist, aber zu altbacken daherkommt. |
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| Wer Gewalt sät |
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Ganz gemächlich baut Sam Peckinpah die Geschichte auf, lässt sich viel Zeit für die Figuren und nährt bereits eine feindselige Atmosphäre. Dabei ist es allerdings sehr bedauerlich, dass schon nach wenigen Minuten vorhersehbar ist, was geschehen wird - Spannung baut sich nicht auf, stattdessen entsteht eine gewisse Langatmigkeit. Nur der sehr gut aufgelegte Dustin Hoffman und die szenenweise imponierende Montage vermag es, das Publikum bei der Stange zu halten. Die letzten 20 Minuten sind dagegen äußerst spannend und dicht inszeniert und fesseln bis zum Schluss, sodass Wer Gewalt sät trotz seiner anfänglichen Behäbigkeit im überdurchschnittlichen Bereich landet. |
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| Wer hat Angst vor Virginia Woolf? |
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Natürlich kann man die Handlung auf das Wesentliche reduzieren - zwei unausstehliche, ständig betrunkene Menschen streiten über einen Zeitraum von mehreren Stunden, was wahrlich etwas an den Nerven zerrt und nicht wirklich unterhaltsam ist. Mit fortschreitender Dauer beginnt Wer hat Angst vor Virginia Woolf? aber schnell, auf seine Art zu fesseln, weil nach und nach die Abgründe ersichtlich werden, die jahrelange Reibung zwischen den Protagonisten geschaffen hat. Dies liegt vor allem am fiebrigen und ambivalenten Spiel von Burton und Taylor. Doch nicht nur die Darsteller, sondern auch die Dialoge sind grandios, mit Finesse geschrieben. Selbst wenn man den Plot nur auf Streitereien von Betrunkenen herunterbrechen möchte - Mike Nichols' Werk ist zutiefst menschlich. |
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| Westworld |
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Michael Crichton verfilmte seinen Roman gleich selbst und schuf wie schon in der Vorlage eine interessante Ausgangssituation mit großen Spannungspotenzial. Der Film nutzt dies leider nicht, da sich die Handlung erwartungsgemäß entwickelt und zu keinem Zeitpunkt überraschen kann. Die Sets und Kulissen wirken aus heutiger Sicht recht billig, die Schauspieler dagegen geben sich einige Mühe, besonders Yul Brynner gefällt in der Rolle des wortkargen Antagonisten. So ist Westworld vor allem dank der Grundidee recht unterhaltend, weist aber eine flache Spannungskurve auf und vermag nicht zu fesseln. |
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| Whale Rider |
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Whale Rider erzählt nicht nur eine Geschichte vom Erwachsenwerden, von Selbstbehauptung und Emanzipation, sondern bietet auch einen Einblick in die fremde Kultur der Maori, den Ureinwohnern Neuseelands. Angesichts der tollen Landschaft dort ist es keine Überraschung, dass die naturgeprägten Bilder einen großen Pluspunkt darstellen, wirklich ansehnlich in Szene gesetzt sind. Auch die Hauptdarstellerin spielt angesichts ihres Alters hervorragend. Dennoch mangelt es dem Film an Tiefe, zu oberflächlich und distanziert trägt Regisseurin Caro die Geschichte vor und überdeckt die entstehenden Lücken im Finale mit märchenhaften Elementen. |
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White Dog
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Samuel Fullers Spätwerk White Dog behandelt das Thema Rasissmus im Deckmantel eines Tierthrillers. Durch den titelgebenden Hund als wird verdeutlicht, dass Rassismus nicht aus der Natur des Menschen heraus entsteht, sondern von eben jenem erlernt wird. Die grundlegende Parabel ist also durchaus interessant, die Umsetzung allerdings etwas enttäuschend. Von einigen schönen Kamerafahrten abgesehen ist White Dog handwerklich solide, wirkt aber stets recht billig. Inhaltlich bleibt es bei den ordentlichen Ansätzen, tiefgründig oder konsequent zu Ende gedacht ist White Dog jedoch zu keinem Zeitpunkt, insbesondere das Ende hinterlässt kaum bleibenden Eindruck - im Gegensatz zu den mäßigen Leistungen der Darsteller. |
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| White Lightnin' |
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White Lightnin' ist von Anfang bis Ende darauf gerichtet, ein Skandalfilm zu sein. Und das sieht man ihm ständig an - angesichts der äußerst plakativen Gestaltung bleibt einem auch nichts anderes übrig. Eine schlimme Kindheit wird dann schon einmal mit Dreck im Gesicht der Darsteller "dezent" angedeutet. Dazu kommt noch die schwulstige Überstilisierung der Bilder, die mit allerlei Verfremdungen aufgepeppt wurden, damit die schwurbelig-banale Handlung und die dümmliche Figurenzeichnung überdeckt werden. White Lightnin' ist ganz lahmes Kino, das gerne kontrovers wäre, allerdings nur langweilt und mit fragwürdigen Gewaltspitzen in Videoclip-Ästhetik zu schocken versucht. |
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| Wie ein wilder Stier |
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Eigentlich wäre es ein leichtes, Wie ein wilder Stier auf eine archetypische Verliererstory herunterzubrechen, damit wird man dem Film aber keinesfalls gerecht - die Form ist nämlich famos. Die herrlich kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bilder entwickeln eine Ästhetik, die von Scorsese kunstvoll genutzt wird. Grandios sind auch die Darsteller: Joe Pesci glänzt einmal mehr durch sein charismatisches Auftreten, während De Niro die Möglichkeiten des Method Acting beeindruckend zuschaustellt und eine der besten Darbietungen seiner umfangreichen Karriere zeigt. Wie ein wilder Stier ist formal derart gelungen, dass das zu langsame und wenig ergiebige Storytelling zu verschmerzen ist.
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| Wilbur Wants To Kill Himself |
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Die dänische Tragikomödie setzt auf den Konflikt zwischen Leben und Tod, indem sie untergründigen Humor als Bindemittel verwendet. Die Geschichte hat einiges Potenzial und beginnt auch recht unterhaltsam, nach und nach fordert die schwermütige, ruhige Erzählweise aber ihren Tribut, es fehlt an Kurzweil, eine Auflockerung der ernsten Themen findet zu sporadisch statt. Gelungen ist hingegen das Spiel der Darsteller, die ihre Figuren erden und es ermöglichen, sich den skurrilen Situationen über die Charaktere zu nähern. Für Fans des Genres oder skandinavischer Filme ist Lone Scherfigs Werk einen Blick wert. |
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| Wild At Heart |
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Wild At Heart entpuppt sich schnell als misslungener Mix aus Roadmovie, groskem Märchen und Thriller, ist in dieser Mischung aber äußerst wirr. Die schwankende Gestaltung der Bildsprache, die Motive des Zauberers von Oz und die üüberkandidelten Figuren entbehren jeglicher Homogenität, die unzähligen abstrusen Details scheinen nur um ihrer selbst willen zu existieren - Wild At Heart ist ein überbordendes Potpurri, dem es an allen Ecken und Kanten an Zusammenhalt fehlt. Selbst die guten Darsteller kämpfen vergeblich gegen die umnachtete Inszenierung und das absurde Drehbuch an. |
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| Wild Things |
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Wild Things bietet eine Geschichte mit vielen Twists und überrascht den Zuschauer mehr als einmal. Allerdings ist der Film zu konstruiert, zu sehr auf die Summe seiner Wendungen aufgebaut, durch die zunehmende Twist-Konditionierung lässt die Spannung der im Grunde recht schlichten Geschichte rasch nach. Dafür gefallen die Darsteller, vor allem Matt Dillon und Kevin Bacon sowie Bill Murray, die den doch recht klitscheehaft geratenen Charakteren mehr Persönlichkeit verleihen. Platt ist hingegen die Art, in der die Darstellerinnen präsentiert werden. |
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| Wilde Erdbeeren |
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Wilde Erdbeeren ist einer der ganz großen Klassiker der Filmgeschichte und einer der einsteigerfreundlichsten Filme von Ingmar Bergman. Die eigentlich recht simple Geschichte bekommt nach und nach Tiefe, weil das Publikum immer mehr an den Protagonisten herangeführt wird, bedingt durch die leisen Töne, die der Regisseur anschlägt, entsteht aber keine emotionale Bindung zu der Figur. Imponierend sind dagegen die Traumszenen und Rückblenden, auch die philosophischen Dialoge bieten einige schöne Denkansätze, bleiben letztlich aber zu unkonkret. Insgesamt spricht Wilde Erdbeeren zwar den Kopf, aber nicht das Herz an. |
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Wilder Strom
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Ein Regierungsmitarbeiter (markant: Montgomery Clift) soll eine Greisin (von der erst 45-jährigen Lee van Fleet hervorragend verkörpert) überreden, den Familiensitz wegen eines Staudammes zu räumen und verliebt sich nebenbei in ihre Enkeltochter (zauberhaft: Lee Remick). Das Tempo ist ein wenig behäbig, die Figuren sind jedoch mit Ecken und Kanten versehen und tragen den Film, der Konflikt zwischen Historie und Fortschritt wird dabei ebenso wenig tiefgründig behandelt wie die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, die Handlungsfäden sind nicht sauber verknüpft. Dennoch hat Wilder Strom einige Atmosphäre und wird nie langatmig. |
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| Wildwechsel |
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Der Fernsehfilm Wildwechsel basiert auf einem Theaterstück und ist typische Fassbinder-Kost. Der Regisseur skizziert einmal mehr eine schematische Welt ohne Wärme und Bindung, in der Wünsche immer unerfüllt bleiben. Die schlichte Grobheit von Fassbinders Film überdeckt immer mal wieder die intelligente Auseinandersetzung mit den Figuren, deren Facetten zu sporadisch zutage treten. Die damals 18-jährige Hauptdarstellerin Eva Mattes wirkt viel zu alt für ihre Rolle und untergräbt die Glaubwürdigkeit; die übrigen Darsteller sind hingegen überzeugend. Sehr positiv ist die Zeichnung der Charaktere, die sehr ambivalent ausfällt und Klischees vermeidet, stattdessen dicht an einer Wahrhaftigkeit ist, die Wildwechsel auch heute noch sehenswert macht. Auch die Schlussszene bleibt in Erinnerung.
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| Winchester '73 |
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Der Edelwestern verbindet die Handlungselemente durch das titelgebende Gewehr und hebt sich von den üblichen Handlungen des Genres ab. Die Darsteller sind hervorragend besetzt, die Charaktere interessant gestaltet und ein kleiner Twist wurde auch eingefügt. Was Winchester 73 aber fehlt ist das gewisse Etwas in der Dramaturgie, langweilig wird der Film zwar nie, Spannung mag allerdings auch nicht aufkommen. Das finale Duell ist gelungen, davor passiert aber zu wenig, die Schusswechsel sind zu kurz und schlicht, die Dialoge austauschbar. |
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| Wir sind keine Engel ('55) |
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Casablanca-Regisseur Michael Curtiz inszenierte mit Wir sind keine Engel eine vergnügliche Komödie, die vor allem durch die guten Darsteller gefällt. Bogart, Ray und Ustinov spielen ihre Parts mit viel Charme. Der Plot ist simpel gestrickt und nicht wirklich interessant, der nette Humor gefällt aber auf seine altmodische Art und Weise. Die Läuterung der Charaktere vollzieht sich im Laufe des Films nicht überraschend, weshalb der Plot recht vorhersehbar ausfällt, zum Ende hin vermag sich der Film aber noch zu steigern. Insgesamt ist Wir sind keine Engel nette, altbackene Unterhaltung für zwischendurch. |
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| Wolf - Das Tier im Manne |
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Das Drehbuch von Wolf - Das Tier im Manne ist völlig konventionell und weiß den üblichen Werwolfsmotiven nichts hinzuzufügen. Dass der Film dennoch nicht langweilig geworden ist liegt zum einen an Jack Nicholson, der wie geschaffen für die Hauptrolle ist und durch seine Präsenz die plottechnischen Längen überbrückt. Der zweite Grund, warum der Film zumindest solide daherkommt ist die Regie von Mike Nichols, der die humoristischen Spitzen des Drehbuchs mit dem Flair der Neunziger zusammenführte und so zumindest für etwas Kurzweil sorgte. |
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| Wolfsburg |
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Christian Petzolds Wolfsburg ist ein typischer Film der Berliner Schule, also zurückhaltend und etwas spröde inszeniert. Die unaufgeregten Bilder und die schnörkellose Regie lenken den Fokus auf die Figuren, hinter deren Oberfläche das Publikum aufgrund der Distanz zu den Protagonisten kaum sehen kann. Petzold verleiht seinem Film allerdings eine gehörige Portion Fatalismus und einiges an Atmosphäre, inhaltlich gefällt die Konsequenz der Geschichte und auch die straffe Erzählweise, die jeder Szene eine Funktion zuweist; nichts erscheint überflüssig, das Timing stimmt. Wo die Distanz zu den Charakteren anfangs noch gut funktioniert, verpasst es der Regisseur, in der eigentlich dicht inszenierten zweiten Hälfte auch dichter an die Figuren heranzukommen, die kühle, aber durchaus vorhandene Emotionalität auf den Zuschauer zu übertragen. |
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| Wolfzeit |
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Der Anfang ist gelungen, Haneke packt den Zuschauer schon bevor dieser sich orientieren kann. Der ersten Attacke kann der Regisseur dann aber nichts mehr folgen lassen. So ansprechend die Idee ist, das Weltuntergangsszenario gar nicht zu erklären und sich auf das bodenständige Hier und Jetzt zu konzentrieren (auch in der Figurenzeichnung, die, typisch Haneke, nur über das simultane Geschehen vollzogen wird), der Handlung fehlt es an Motiven und Struktur. Die gute Kameraarbeit, die ansprechenden Bilder können die inhaltliche Leere nicht tragen. Die zwischenzeitlich dichte Atmosphäre muss mehr und mehr der Langeweile weichen. |
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| Wonderland |
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Der auf wahren Tatsachen beruhende Drogenthriller Wonderland gefällt mit seiner düster-dreckigen Atmosphäre, die sich schnell aufbaut und bis zum Schluss aufrecht erhalten wird. Die recht aufdringliche Inszenierung begeistert anfangs dagegen weniger, wirkt zu verspielt und verpasst es, die Geschichte zu erden. Folgerichtig wirken die Figuren ziemlich künstlich, das Milieu wird durchgängig zynisch und nihilistisch dargestellt, was nicht immer glaubwürdig ist. Im Gegensatz dazu sind die Darsteller gut und retten die Plausibilität der Charaktere. Im immer undurchsichtigeren Verlauf beginnt die Montage der Bilder besser zu gefallen, zum Finale hin macht die Inszenierung dann Sinn. |
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Woody, der Unglücksrabe
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Woody, der Unglücksrabe gehört zum Frühwerk von Woody Allen und weist die dafür typischen Merkmale auf. Die Handlung wird kurzweilig und episodenhaft erzählt, was dem Drehbuch Raum für Einiges an kleinen Gags und Situationskomik gibt, insgesamt aber auch etwas zerfahren wirkt, weil das Gesamtergebnis nicht homogen erscheint. Es ging Allen, im Gegensatz zu späteren Filmen, weniger um Figuren und kulturelle Themen, sondern um den reinen, heiteren Witz. Aufgrund einiger netter Ideen und der kurzen Laufzeit ist Woody, der Unglücksrabe dann auch recht kurzweilig, die ganz großen Lacher bleiben jedoch ebenso aus wie ein nachhaltiger Eindruck. |
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| Woyzeck |
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Die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Herzog und Hauptdarsteller Kinski ist weniger gelungen: die Geschichte nach Georg Büchners Dramenfragment wirkt sehr bieder, die Kulissen und Sets billig, die Schauspieler leblos. Die Handlung selbst hat Potenzial, Kinski überzeugt in Ansätzen, scheint aber nicht der richtige Darsteller für die Figur zu sein, da er zu gekonnt agiert und den dumpfen Charakter somit etwas überspielt. Die Mordszene ist ganz schlecht geschnitten und völlig missraten, da sie die zentrale Szene des Films ist wiegt dies schwer. Woyzeck ist nur für wirkliche Fans von Kinski und Herzog interessant. |
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